BL 10-Pfünder Berggeschütz

Das BL 10-Pfünder Berggeschütz war eine Weiterentwicklung des RML 2,5 Zoll Geschützes aus dem zweiten Burenkrieg und eines der wichtigsten Berggeschütze zu Beginn des ersten Weltkrieges.

Während des zweiten Burenkrieges von 1899 bis 1902 wurde das RML 2,5 Zoll Berggeschütz von der britischen Armee verwendet. Bereits zu Beginn des Krieges wurde die Entwicklung eines Nachfolgemodells angeordnet, welches besser auf die Bedürfnisse der Soldaten angepasst war. 1901 wurde dann das BL 10-Pfünder Berggeschütz eingeführt, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell abzeichnete.

Das Geschütz konnte wie die meisten anderen auseinander gebaut werden und damit auf vier Karren zum Transport verteilt werden. Trotz der Weiterentwicklung hatte das Geschütz noch den Nachteil des Fehlens eines Rückstoßabsorber oder Rekuperatormechanismus. Zudem war das Geschütz nicht mit einem Waffenschild ausgestattet, mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde dieser jedoch nachträglich angebracht.

Während des ersten Weltkrieges waren die Geschütze neben der britischen Armee auch in den indischen Einheiten im Einsatz. Neben dem Feldzug in Nairobi wurden diese auch in Gallipoli verwendet. Von einem solchen Geschütz wurden auch am 26. Januar 1915 die ersten Schüsse auf osmanische Soldaten abgegeben, als diese in den Krieg eintraten.

 

BL 10-Pfünder Berggeschütz

 

BL 10-Pfünder Berggeschütz

 

 

 

 

Datenblatt:

 

Bezeichnung: BL 10-Pfünder Berggeschütz
Herstellerland: Großbritannien
Einführungsjahr: 1901
Stückzahl: unbekannt
Kaliber: 69,8 mm
Rohrlänge: 1,9 Meter
Reichweite: Max. 5.486 Meter
Gewicht: 396,4 Kg

 

 

 

 

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