Das Franken Reich

Während im Nahen Osten, Nord Afrika und der spanischen Halbinsel das arabisch-islamische Reich regierte, dehnte sich das Franken Reich über Mittel- und Westeuropa aus.

Gezeichnet durch viele interne Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Adelshäusern und den Majordomus (Hausmeister) wurden von den jeweiligen Herrschern der Franken das Gebiet kontinuierlich ausgeweitet. Hervorzuheben ist hierbei besonders der Sieg über die Neustrier im Gebiet des heutigen Nordfrankreich, wo der Herrscher Karl diese 717 ins Reich eingliederte. Weitere Eingliederungen fanden bei den Friesen sowie teilweise bei den Sachsen statt. Durch die anhaltenden Angriffe der Muslime, die die spanische Halbinsel besetzt hielten, erweiterte das Franken Reich seine Grenzen bis hin zu Barcelona, wo die Grenze bis nach Pamplona verlief und den Süd-Westlichen Teil Europas so vor dem arabisch-islamischem Reich schützte.

Im Jahre 771 wurde dann Karl, allgemein bekannt als Karl „der Große“ zum König der Franken ernannt. Durch die ständigen Überfälle der nicht besetzten sächsischen Gebiete führte Karl bereits 772 sein Heer gegen die Aufständischen bis 773 eine Intervention in Italien nötig war, um den Papst gegen den Langobardenkönig Desiderius sowie unzufriedene Franken zu unterstützen. Durch den Sieg 774 gegen Desiderius und geschickte Verhandlungen, konnte Karl die Langobardenherzöge davon überzeugen ihn als König zu aktzeptieren und so Frieden in der Region zu sichern.

 

Karl der Große

Karl der Große

 

Durch die weiterhin stattfindenden Übergriffe der Sachsen, musste Karl sich nach dem Italien Feldzug auch wieder umgehend um die Ostgrenze seines Reiches kümmern. So wurde 775 ein recht brutaler Feldzug gegen die Sachsen geführt, um den Auftstand endgültig zu beenden. 776 musste Karl sich erneut Italien widmen, da auch dort ein Aufstand gegen seine Herrschaft angefacht wurde. Dieser wurde ebenfalls beendet, doch nach nur wenigen Wochen, waren es erneut die Sachsen die gegen Karl aufbegehrten. Durch den niedergeschlagenden Auftstand in Italien erkannten die Sachsen diesmal jedoch sehr schnell Karl als ihren König an.

2 Jahre hielt so der Frieden im Franken Reich als 778 auf der spanischen Halbinsel die Moslems nach Norden ins heutige Süd-Frankreich eindrangen. Auch dort musste Karl mit seinem Heer eingreifen, konnte die Invasion zurückschlagen und die Grenze von Barcelona bis Pamplona halten.

777 drang Karl von sich aus ins heutige Gebiet Bayerns ein, wo er die dort ansässigen Awaren schlug, deren Reich aber bereits im Zerfall lag. 778 revoltierten erneut die Sachsen, sodass Karl gezwungen war bis 782 in diesem Gebiet für Frieden zu sorgen. Aufgrund der ständigen Aufstände lies Karl im selben Jahr aus Rache angeblich 4.500 Sachsen im sogenannten „Blutgericht“ von Verden hinrichten. Ebenso versuchte er als Teil der Integration der Sachsen ins Franken Reich deren heidnische Praktiken auszurotten. Doch erst im Jahre 804 nachdem Karl angefangen hat Sachsen nach Francia zu deportieren, konnte die Region endlich befriedet werden.

Im Laufe der Zeit spaltete sich das Franken Reich in das östlich-germanische und das ehemals römisch-gallische. Durch den Vertrag von Verdun im Jahre 843 durch die Söhne Ludwigs des Frommen wurde die Trennung dauerhaft. Die heutige Bezeichnung Franksreichs ist durch diese Spaltung bis heute herzuleiten.

 

 

Die Expansion des Frankenreichs von 481 bis 814

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Karl der Große: Gewalt und Glaube

 Karl der Große: Gewalt und Glaube Gebundene Ausgabe – 11. Februar 2014


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Johannes Fried Karl der Große. Gewalt und Glaube. Eine Biographie „Fried verbindet Erzählkunst und moderne Quellenkritik in stupender Weise“ (Welt online). Johannes Fried zeichnet in seinem „fulminanten Mittelalter-Buch“ (SZ) entlang prägender Momente im Leben des Herrschers „ein – sprachlich wie inhaltlich – gewaltiges Panorama, das sowohl mit seinen großen Linien als auch mit seiner Detailfülle besticht“ (Welt online). Die große Biografie zum 1.200. Todestag. 70 Abb. 736 Seiten. Fester Einband C.H. Beck.

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Karl der Große – Der komplette Historien-Dreiteiler

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Die Franken: Geschichte, Gesellschaft, Kultur

 Die Franken: Geschichte, Gesellschaft, Kultur Taschenbuch – 11. März 2014


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Dieser Band informiert knapp, kompetent und anschaulich über Geschichte und Kultur der fränkischen Gesellschaft von der Völkerwanderungszeit bis zu dem unspektakulären Ende des letzten Nachfahren Karls des Großen im 10. Jahrhundert. Schwerpunkte liegen auf dem Erbe des Imperium Romanum, das die Franken sehr erfolgreich ausgestalteten, sowie auf den poli-tischen und sozialen Strukturen. Die kleine Einführung erhellt zudem die Entstehung der christlichen Kultur, die Wissensorganisation und die wirtschaftlichen Verhältnisse in der fränkischen Gesellschaft.

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Vom Reich der Franken zum Land der Deutschen

 Vom Reich der Franken zum Land der Deutschen Broschiert – 1998


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