Der 1. Weltkrieg zur See

Mit der Entstehung des deutschen Kaiserreiches 1872 entstand auch die kaiserliche Marine, deren Aufbau zur zweitstärksten Marine hinter der britischen Royal Navy bis 1914 kontinuierlich vorangetrieben wurde.

Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges standen sich die bis dahin größten Seestreitkräfte gegenüber, ein Aufeinandertreffen fand jedoch bis auf die Skagerrakschlacht 1916 nicht statt, stattdessen wurden erstmal großflächig U-Boote eingesetzt, die die Seekriegsführung entscheidend ändern sollten.

 

Vorgeschichte:

Mit Gründung des deutschen Reiches entstand aus der ehemaligen Marine des Norddeutschen Bundes die neue kaiserliche Marine, die zu dieser Zeit bereits auf dem sechsten Platz der stärksten Marinestreitkräfte lag. In den folgenden Jahren wurde die Marine ausgebaut, wobei der Fokus zunächst auf der Küstenverteidigung und der Sicherung der Seehandelswege lag und damit eher defensiv eingestellt war.

Erst um die Jahrhundertwende und dem Bestreben des deutschen Reiches nach Kolonien, wurde die Marine auch auf Drängen von Kaiser Wilhelm II. offensiv aufgebaut und die Hochseeflotte entstand. In England, das seit Jahrzehnten die Weltmeere mit ihrer Royal Navy beherrscht, wurde die deutsche Aufrüstung mit Besorgnis beobachtet, da eine Auseinandersetzung zwischen der englischen und deutschen Marine befürchtet wurde. Dies führte zu dem englisch-deutschen Wettrüsten, wobei die deutsche Marine zu keiner Zeit, Zahlenmäßig und von der Ausstattung an die englische Marine heran kam.

 

Kräfteverhältnis zu Beginn des Krieges:

Schiffstyp: Großbritannien Deutsches Reich Frankreich Österreich-Ungarn Russland USA Italien Japan
Schlachtschiffe 20 15 4 0 0 10 4 2
Schlachtkreuzer 9 4 0 3 0 0 4 2
Linienschiffe 40 22 20 12 12 25 12 14
Panzerkreuzer 34 9 22 3 6 17 10 13
Panzerdeckkreuzer 73 41 12 9 8 17 11 18
Zerstörer 256 149 84 33 103 61 63 49
U-Boote 78 28 55 6 28 38 20 15

 

Das deutsche Konzept der Seekriegsführung basierte überwiegend auf Einbringung von dem Großadmiral Alfred von Tirpitz, der den Aufbau einer starken Schlachtflotte vorantrieb und den Hauptfeind England in einer einzigen, entscheidenden Schlacht vernichten wollte. Alternativen wie den Kreuzerkrieg, Seeblockaden oder die autonome Einsetzung der U-Boote wurden zu Beginn des Krieges nicht in Erwägung gezogen. Erst als der deutsche Kaiser als Oberbefehlshaber der Marine die großen Kriegsschiffe nicht einsetzen wollte, um diese eben nicht zu verlieren,  verstärkte sich der Fokus auf den Einsatz von U-Booten.

Die englische Royal Navy war zu Beginn des Krieges der deutschen Marine deutlich überlegen, trotzdem setzte die englische Kriegsführung auf eine Blockade der Nordsee um das deutsche Reich von seinen Importen abzuschneiden, anstatt unnötige Verluste in einem Seegefecht zu riskieren.

 

 

Chronologie des Seekrieges:

1914
02. August: Deutsche Kriegsschiffe verlegen Minen vor Libau im heutigen Lettland. Die Kreuzer SMS Augsburg und SMS Magdeburg beschießen russische Munitionslager im Küstenbereich
04. August: Der Schlachtkreuzer Goeben und der Kleine Kreuzer Breslau der deutschen Mittelmeerdivision beschießen an der algerischen Küste Hafenanlagen sowie Transportschiffe
05. August: Der deutsche Hilfsminenleger Königin Luise verlegt an der Themsemündung Seeminen. Das Schiff wird dort vom englischen Kreuzer HMS Amphion versenkt
06. August: Der englische Kreuzer HMS Amphion läuft auf eine vom deutschen Hilfsminenleger Königin Luise verlegte Seemine und sinkt
Dänemark verschließt durch Seeminen den großen und kleinen Beltes sowie des dänischen Teils des Öresundes
09. August: Das deutsche U-Boot U-13 sank
12. August: Das deutsche U-Boot U-15 sank
26. August: Der deutsche kleine Kreuzer Magdeburg strandet vor Odensholm. Die Signalbücher fielen dabei Russland in die Hände, die eine Kopie an die Engländer weitergaben und somit einen entscheidenden Vorteil und Wissen besaßen
28. August: Seegefecht bei Helgoland. Die Verluste bei der deutschen Marine betrugen 3 kleine Kreuzer und 1 Torpedoboot. Als Reaktion auf die Verluste untersagte Kaiser Wilhelm II. weitere Aktionen, bei denen größere Verluste zu erwarten sind
05. September: Das deutsche U-Boot U-21 versenkt den englischen Kreuzer HMS Pathfinder
13. September: Das englische U-Boot E-9 versenkt den deutschen Kreuzer SMS Hela
22. September: Das deutsche U-Boot U-9 versenkt die englischen Panzerkreuzer HMS Aboukir, HMS Hogue und HMS Cressy
15. Oktober: Das deutsche U-Boot U-9 versenkt den englischen Kreuzer HMS Hawke
27. Oktober: Das englische Schlachtschiff HMS Audacious lief auf eine deutsche Seemine und sank
28. Oktober: Der deutsche kleine Kreuzer Emden versenkt den russischen Kreuzer Schemtschug und den französischen Zerstörer Mousquet
01. November: Das deutsche Ostasiengeschwader versenkt während des Seegefechtes bei Coronel die englischen Kreuzer HMS Monmouth und HMS Good Hope
03. November: Deutsche Schlachtkreuzer beschießen bei Yarmouth und Lowestoft die englische Küste
04. November: Der kleine deutsche Kreuzer SMS Karlsruhe sink aus unbekannten Gründen
09. November: Der deutsche Kreuzer SMS Emden wird von dem australischen Leichten Kreuzer Sydney versenkt
08. Dezember: Im Seegefecht bei den Falklandinseln wurde bis auf den Kreuzer SMS Dresden, das gesamte Ostasiengeschwader mit den Panzerkreuzern SMS Scharnhorst, SMS Gneisenau, den kleinen Kreuzern SMS Nürnberg, SMS Leipzig und den Trossschiffen Baden und Santa Isabel vernichtet
16. Dezember: Deutsche Schlachtkreuzer beschießen die englischen Städte Hartlepool, Scarborough und Whitby

 

 

 

1915
01. Januar: Das deutsche U-Boot U-24 versenkt das englische Schlachtschiff Formidable im Ärmelkanal
24. Januar: Durch Entzifferung von Funknachrichten der deutschen Marine kam es zur Seeschlacht auf der Doggerbank. Der schwere Kreuzer SMS Blücher wurde dabei versenkt
30. Januar: Das deutsche U-Boot U-20 versenkt zwei Handelsschiffe ohne Vorwarnung nach dem Prisenrecht im Ärmelkanal
18. Februar: Als Gegenmaßnahme zur englischen Seeblockade erlässt die deutsche Marineführung den uneingeschränkten U-Boot Handelskrieg und erklärt die Gewässer um England und Irland zur Kriegszone. Dieses Vorgehen löst in neutralen Staaten starke Entrüstung aus
19. Februar bis 18. März: Schlacht um Gallipoli endet für die englischen und französischen Truppen in einem Desaster
14. März: Der deutsche Kreuzer SMS Dresden wird in den neutralen chilenischen Hoheitsgewässern der Robinson-Crusoe-Insel von der Besatzung selbst versenkt, nachdem englische Kriegsschiffe das Schiff aufgespürt haben
07. Mai: Das deutsche U-Boot U-20 versenkt das Passagierschiff RMS Lusitania wobei 1198 Menschen starben. Warnungen der deutschen Botschaft vor dem Auslaufen von New York wurden ignoriert. Entgegen der offiziellen neutralen Haltung der USA hatte das Schiff Munition für die englischen Streitkräfte geladen und verlor somit den kriegsneutralen Zustand
23. Mai: Italien erklärte den Mittelmächten den Krieg. Am gleichen Tag wurden die Städte Ancona, Rimini, Senigallia, und die Potenzamündung von österreich-ungarischen Kriegsschiffen beschossen
02. Juli: Bei Gotland treffen deutsche und russische Kriegsschiffe aufeinander. Der deutsche Minenkreuzer Albatross strandet
11. Juli: Der deutsche kleine Kreuzer SMS Königsberg wird nach schwerem Beschuss von der Mannschaft selbst versenkt
13. August: Das deutsche U-Boot U-14 versenkt in der östlichen Ägäis den britischen Truppentransporter Royal Edward
19. August: Das deutsche U-Boot U-24 versenkt den britischen Passagierdampfer Arabic. Daraufhin ergeht die Anweisung, dass Passagierdampfer nicht mehr angegriffen werden dürfen.
Am gleichen Tag wurde in irischen Gewässern das deutsche U-Boot U-27 durch die englische U-Boot Falle (getarntes, bewaffnetes Handelsschiff unter US Flagge) Baralong versenkt und die Überlebenden durch die englische Besatzung erschossen
23. Oktober: Der große Kreuzer SMS Prinz Adalbert wurde durch das englische U-Boot E-8 versenkt
05. November: Im Golf von Sollum in Ägypten versenkte das deutsche U-Boot U-35 den englischen Hilfskreuzer HMS Tara sowie das Kanonenboot Abbas
08. November: Das deutsche U-Boot U-38 versenkt südlich von Sardinien das italienische Passagierschiff Ancona

 

 

 

1916
2. Januar: 50% der Handelsflotte des osmanischen Reiches wurden durch englische U-Boote versenkt
01. Februar: Erstmal versenkte ein deutscher Zeppelin ein englisches Handelsschiff im Ärmelkanal
22. März: Das englische U-Boot Fallenschiff HMS Farnborough setzte erstmals Wasserbomben ein und versenkte das deutsche U-Boot U-68
24. März: Das deutsche U-Boot U-29 torpedierte die Kanalfähre Sussex, die schwer beschädigt nach Frankreich geschleppt werden konnte
31. Mai und 01. Juni: In den Gewässern vor Jütland kam es mit der Skagerrakschlacht zur größten Auseinandersetzung zwischen der kaiserlichen Marine und der Royal Navy. Das eigentliche Ziel der deutschen Marineführung war es, dass bei Rosyth stationierte englische Schlachtkreuzergeschwader anzugreifen und empfindlich zu schwächen, bevor englische Verstärkung auslaufen konnte. Da die Engländer jedoch den deutschen  Funkverkehr überwachten und bereits entschlüsseln konnten, waren diese vorbereitet. Die Royal Navy nahm mit
— 28 Schlachtschiffe
— 9 Schlachtkreuzer
— 8 Panzerkreuzer
— 26 leichte Kreuzer
— 78 Zerstörer
— 1 Flugzeugmutterschiff an der Schlacht teil.
Die kaiserliche Marine hatte
— 16 Schlachtschiffe
— 5 Schlachtkreuzer
— 6 alte Linienschiffe
— 11 Kleine Kreuzer
— 61 Torpedoboote zur Verfügung.
Im Gegensatz zu bisherigen Schlachten, musste diesmal die Royal Navy größere Verluste als die kaiserliche Marine hinnehmen. Die englische Marine verlor
— 3 Schlachtkreuzer HMS Queen Mary, HMS Indefatigable und HMS Invincible
— 3 Panzerkreuzer HMS Defence, HMS Warrior und HMS Black Prince
— 8 Zerstörer HMS Tipperary, HMS Ardent, HMS Fortune, HMS Nestor, HMS Nomad, HMS Shark, HMS Sparrowhawk und HMS Turbulent
Die kaiserliche Marine verlor
— 1 großer Kreuzer SMS Lützow
— 4 kleine Kreuzer SMS Wiesbaden, SMS Frauenlob, SMS Elbing, SMS Rostock
— 1 älteres Linienschiff SMS Pommern
— 5 Torpedoboote V4, V27, V29, V48 und S35
Trotz der größeren Verluste auf englischer Seite blieb das Kräfteverhältnis auf Seiten der Royal Navy
05. Juni: Der englische Panzerkreuzers HMS Hampshire läuft auf eine deutsche Seemine und sinkt. Unter den Toten ist auch der englische Kriegsminister Kitchener
02. Juli: Agenten aus Österreich-Ungarn versenken mit einer Sprengladung das italienische Schlachtschiff Leonardo da Vinci
26. und 27. Oktober: 23 deutsche Torpedoboote versenken im Ärmelkanal 1 englischen Zerstörer und 14 Hilfsschiffe
10. November: Durch ein Minenfeld im Baltikum werden 10 deutsche Zerstörer versenkt
21. November: In der Ägäis lief das Lazarettschiff HMHS Britannic auf eine deutsche Seemine und sank
25. November: Das deutsche U-Boot U-52 versenkt vor Portugal das französische Linienschiff Suffren

 

 

Die Skagerrakschlacht vom 31. Mai 1916

 

1917
09. Januar: Das deutsche U-Boot U-32 versenkt im Mittelmeer das englische Linienschiff Cornwallis
01. Februar: Deutschland beginnt erneut den uneingeschränkten U-Boot Krieg
17. März: Im Ärmelkanal werden 2 englische Zerstörer versenkt
06. April: Die USA erklären dem deutschen Kaiserreich den Krieg
10. Mai: Die Alliierten führen zum Schutz ihrer Schiffe das Konvoi System ein
19. Juli: Auf den deutschen Großlinienschiffen SMS Prinzregent Luitpold und SMS Friedrich der Große kamen die ersten Fälle von Befehlsverweigerung und Meuterei auf
12. Oktober: Besetzung der baltischen Inseln Saaremaa (Ösel), Hiiumaa (Dagö) und Muhu (Moon)
17. Oktober: Schlacht im Moon-Sund zwischen der kaiserlichen und russischen Marine. Dabei wurden das russische Linienschiff Slawa, 1 russischer Zerstörer und 1 russisches U-Boot versenkt
26. Oktober: Nach der Versenkung von brasilianischen Schiffen, erklärt das Land dem Kaiserreich den Krieg

 

 

 

1918
01. Februar: Im Österreich-Ungarischem Marinestützpunkt Kotor begangen rund 6.000 Matrosen einen Aufstand. Nachdem darauf keine Reaktion kam, wurde dieser am 03. Februar beendet
23. April: Der letzte Vorstoß in die Nordsee der kaiserlichen Hochseeflotte endet mit einer Maschinenhavarie des Schlachtkreuzers SMS Moltke
27. Juni: Das deutsche U-Boot U-86 versenkt das Lazarettschiff Llandovery Castle. Die meisten der Überlebenden wurden anschließend im Wasser und in den Rettungsbooten erschossen
10. Oktober: Das deutsche U-Boot U-123 versenkt das englische Passagierschiff RMS Leinster
24. Oktober: Nach Anweisung des Flottenbefehls des deutschen Kaisers, sollte die Hochseeflotte einen Angriff im Bereich der flandrische Küste und der Themsemündung auf die geschwächte englische Royal Navy durchführen. Vom 29. auf den 30. Oktober verweigerten die ersten Matrosen die Befehlsausführung, woraufhin der Angriff abgesagt wurde. Trotz dessen entwickelte sich aus der Befehlsverweigerung der Kieler Matrosenaufstand woraus die Novemberrevolution entstand
09. November: Das deutsche U-Boot U-50 versenkt westlich von Gibraltar das englische Linienschiff HMS Britannia. Es war die letzte Versenkung eines Kriegsschiffes im ersten Weltkrieg
11. November: Nach den Bestimmungen des Waffenstillstandes musste die kaiserliche Hochseeflotte ausgeliefert werden und wurde bei Scapa Flow interniert. Der erste Weltkrieg endete damit auch für die kaiserliche Kriegsmarine

 

 

Die Selbstversenkung der kaiserlichen Hochseeflotte:
Am 18. November 1918 fuhren 20 deutsche U-Boote Richtung England, am 19. November folgten 9 Linienschiffe, 5 große Kreuzer, 7 kleine Kreuzer und 50 Torpedoboote. Die fahruntüchtigen Schiffe SMS König Albert und die SMS Dresden folgten später.

Die Flotte in Scapa Flow war unter den Bestimmungen entwaffnet worden und zum Betrieb blieben lediglich 4.500 Matrosen vor Ort unter der Führung von Konteradmiral Ludwig von Reuter. Im Juni 1919 verringerte Reuter die Personalstärke um rund 2.200 Matrosen, sodass der Kern der verbliebenen Matrosen ihm gegenüber loyal eingestellt waren. Hintergrund war die Annahme Reuters, dass die Friedensverhandlungen scheitern würden, der Kriegszustand wieder ausgerufen werden würde und damit die deutsche Hochseeflotte den Engländern direkt in die Hände fallen würde. Basierend darauf entschied sich Reuters in einem günstigen Moment den Befehl zur vollständigen Selbstversenkung der Kriegsschiffe zu geben.

Am 21. Juni 1919 verließ der größte Teil der Royal Navy die bei Scapa Flow stationiert war den Stützpunkt für ein Manöver in der Nordsee. Reuters erkannte den passenden Moment und gab um 11:00 Uhr den Befehl zur Öffnung der Seeventile. Die verbliebenen englischen Schiffe erkannten zu spät was Vorgefallen ist, eröffneten zwar noch das Feuer auf die deutschen Matrosen konnten die Katastrophe jedoch nicht mehr verhindern. Bis auf 1 Linienschiffe SMS Baden, 3 kleine Kreuzer SMS Emden, SMS Frankfurt und SMS Nürnberg und 11 Torpedoboote versanken alle deutschen Schiffe:
— Großlinienschiff SMS Bayern
— Großlinienschiff SMS Friedrich der Große
— Großlinienschiff SMS Großer Kurfürst
— Großlinienschiff SMS Kaiser
— Großlinienschiff SMS Kaiserin
— Großlinienschiff SMS König Albert
— Großlinienschiff SMS König
— Großlinienschiff SMS Kronprinz Wilhelm
— Großlinienschiff SMS Markgraf
— Großlinienschiff SMS Prinzregent Luitpold
— Großlinienschiff SMS Baden
— Schlachtkreuzer SMS Derfflinger
— Schlachtkreuzer SMS Hindenburg
— Schlachtkreuzer SMS Moltke
— Schlachtkreuzer SMS Seydlitz
— Schlachtkreuzer SMS von der Tann
— kleiner Kreuzer SMS Cöln
— kleiner Kreuzer SMS Karlsruhe
— kleiner Kreuzer SMS Dresden
— kleiner Kreuzer SMS Brummer
— kleiner Kreuzer SMS Bremse
— kleiner Kreuzer SMS Nürnberg
— kleiner Kreuzer SMS Frankfurt
— kleiner Kreuzer SMS Emden
— Torpedoboote der Erste Flottille (S 32, G 38, G 39, G 40, G 86, V 129)
— Torpedoboote der Zweite Flottille (G 101, G 103, G 104, B 109, B 110, B 111, B 112)
— Torpedoboote der Dritte Flottille (S 53, S 54, S 55, V 70, G 91)
— Torpedoboote der Sechste Flottille (V 45, S 49, S 50, S 131)
— Torpedoboote der Siebente Flottille (S 56, S 65, V 78, V 83, G 89, S 136, S 138, H 145)
— Torpedoboote der Siebzehnte Halbflottille (S 36, S 52)

 

 

Als Konsequenz für den Bruch des Waffenstillstand Vertrages musste anschließend die deutsche Regierung andere Kriegsschiffe ausliefern, die eigentlich für die zugesprochene Reichsmarine hätte verwendet werden dürfen. Zudem mussten dutzende Schiffe der Handelsflotte ausgeliefert werden.

Konteradmiral Ludwig von Reuter sowie 1773 Offiziere und Mannschaften wurden in Kriegsgefangenschaft genommen und kehrten erst am 31. Januar 1920 nach Deutschland zurück.

 

Verluste im ersten Weltkrieg:

 

Großbritannien Deutsches Reich Frankreich Österreich-Ungarn Russland USA Osmanisches Reich
Schlachtschiffe 2 0 0 2 2 0 0
Schlachtkreuzer 3 1 0 0 2 0 0
Linienschiffe 11 2 4 1 2 0 2
Panzerkreuzer 13 6 5 0 0 2 0
Panzerdeckkreuzer 12 18 0 4 1 1 1
U-Boote 55 199 15 9 28 3 0
Sonstige Kriegsschiffe 257 239 51 12 197 15 36
Hilfsschiffe 765 319 90 13 110 42 57
Gesamt 1188 784 165 41 232 63 69
Tonnage ohne Hilfsschiffe 652.000 362.000 172.000 58.000 127.000 41.000 31.000
Tote 34.654 34.836 11.500 unbekannt unbekannt unbekannt unbekannt

 

 

 

 

 

Passende Literatur zum Thema findet Ihr hier:

Der erste Weltkrieg zur See

Der erste Weltkrieg zur See Taschenbuch – 27. Dezember 2013

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Das Werk bietet einen detaillierten, chronologisch geordneten Überblick über die Aktiviäten der deutschen Marine in der ersten Hälfte des Ersten Weltkriegs. Dabei wird der Konkurrenzkampf um die Vormacht zur See zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien in den Mittelpunkt gerückt, besondere Beachtung finden der sog. Kreuzerkrieg und der U-Boot-Krieg. Daneben werden die Entwicklungen nach geografischen Gesichtspunkten geordnet geschildert, so beispielsweise der U-Boot-Krieg vor der amerikanischen Küste oder die Flottenbewegungen im Mittelmeer.

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Und wir verrosten im Hafen

»Und wir verrosten im Hafen«: Deutschland, Großbritannien und der Krieg zur See 1914 - 1918 Mit zahlreichen s/w-Abbildungen Gebundene Ausgabe – 1. Oktober 2013

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»Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser«, verkündete Wilhelm II. 1898. Unter der Ägide des Admirals Alfred von Tirpitz wurde eine Flotte aufgebaut, die der Stolz des Kaiserreiches war. Durch sie sollte aus der Kontinentalmacht Deutschland eine See- und Weltmacht werden. Im Ersten Weltkrieg wurde diese Hoffnung zerstört. Wegen der britischen Blockade-Strategie kamen die gigantischen Großkampfschiffe kaum zum Einsatz. Vor allem die Offiziere waren tief enttäuscht darüber. Zur Rettung der vermeintlich verlorenen Ehre entstand 1918 der Plan einer letzten großen Entscheidungsschlacht gegen die Royal Navy. Die Befehlsverweigerung der Mannschaften markierte den Beginn der Revolution in Deutschland. Die Flotte wurde im englischen Kriegshafen Scapa Flow interniert. Dort hat sie sich im Juni 1919 selbst versenkt.

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Der Seekrieg 1914-1918: Die Kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg

Der Seekrieg 1914-1918: Die Kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg Gebundene Ausgabe – 1. März 2016

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Den Seekrieg von 1914 bis 1918 schildern die renommierten Marinehistoriker Jann M. Witt und Christian Jentzsch in diesem Titel auf Basis aktueller Forschungsergebnisse. Denn der Erste Weltkrieg wurde nicht nur an Land geführt. Es war ebenso ein Krieg zur See; von der Ostsee bis Ostasien kämpften deutsche Kriegsschiffe. Die Autoren spannen den Bogen von den anfänglichen Erfolgen der Kaiserlichen Marine – wie der Versenkung eines britischen Geschwaders bei Coronel vor der Küste Chiles 1914 – über die in Deutschland als Sieg gefeierte Skagerrakschlacht 1916 bis zu der durch meuternde Matrosen ausgelösten Novemberrevolution 1918. Am Ende steht die Selbstversenkung der deutschen Flotte in Scapa Flow 1919. Zahlreiche, teilweise bislang unveröffentlichte Bilder und Karten runden diesen Band ab.

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Der Weltkrieg zur See

Der Weltkrieg zur See Taschenbuch – November 2011

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Das Werk bietet einen detaillierten, chronologisch geordneten Überblick über die Aktiviäten der deutschen Marine in der ersten Hälfte des Ersten Weltkriegs. Dabei wird der Konkurrenzkampf um die Vormacht zur See zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien in den Mittelpunkt gerückt, besondere Beachtung finden der sog. Kreuzerkrieg und der U-Boot-Krieg. Daneben werden die Entwicklungen nach geografischen Gesichtspunkten geordnet geschildert, so beispielsweise der U-Boot-Krieg vor der amerikanischen Küste oder die Flottenbewegungen im Mittelmeer. Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1916.

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Die kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg: Von Wilhelmshaven nach Scapa Flow

Die kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg: Von Wilhelmshaven nach Scapa Flow Gebundene Ausgabe – 16. Oktober 2013

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Ab etwa 1900 entwickelte sich die Kaiserliche Marine zu einer der größten Kriegsflotten der Welt – begünstigt durch die imperialen Bestrebungen von Kaiser Wilhelm II. 1914 wähnte sie sich mit der britischen Royal Navy auf Augenhöhe. Dieser Text-Bildband analysiert Stärken und Schwächen der kaiserlichen Flotte und ihrer Gegner im Ersten Weltkrieg. Mit exklusiven Schwarz-Weiß-Fotos und farbigen Abbildungen ausgewählter Memorabilien.

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