Deutscher Orden

Der deutsche Orden, auch Deutschherrenorden oder Deutschritterorden genannt, ist eine Ordensgemeinschaft ähnlich die der Johanniter oder der Malteser.

 

Gründung:

Während der Zeit des dritten Kreuzzuges und der Belagerung von Akkon 1189 bis 1191 herrschten in dem dortigen Gebiet unzureichende hygienische Verhältnisse. aufgrund dessen entschlossen sich aus Bremen und Lübeck stammende Kreuzfahrer dort ein Hospital für die Behandlung und Versorgung der Kranken einzurichten. Durch Almosen und Schenkungen konnte sich das Hospital halten und vergrößern. Im Jahre 1191 erfolgte dann auch die offizielle Anerkennung durch Papst Clemens III., im März 1198 folgte dann die Erhebung in den Stand eines Ritterordens.

 

Der Orden im heiligen Land:

Bis zum endgültigen Verlust besetzter Gebiete von Christen im heiligen Land, gelang dem Orden der Erwerb einiger Liegenschaften sowie Teile des Hafenzolls von Akkon. Liegenschaften konnten u.a. die Burg Montfort (1220), die Herrschaften Toron (1229) und Schuf (1257) und die Burg Toron in der Herrschaft Banyas (1261) in Besitz gebracht werden. Jedoch zeichnete sich der baldigen Niedergang der Kreuzfahrer im heiligen Land an, sodass der Orden zudem Besitztümer in Sizilien und in der Levante erwarb. Zur Versorgung der Pilger entstanden zudem in Griechenland einige Niederlassungen. Mit dem Verlust Akkons 1291 endete auch Engagement des Deutschen Ordens im heiligen Land und man konzentrierte sich auf die Liegenschaften innerhalb der Reichsgrenzen und den Osteuropäischen Gebieten wie in Preußen.

 

Niederlassungen der Ritterorden im heiligen Land bis 1291

Niederlassungen der Ritterorden im heiligen Land bis 1291

 

Die fehlgeschlagene Staatenbildung in Ungarn:

Der deutsche Orden war durch Schenkungen an Besitztümer gelangt die auf ganz Mittel- und Südeuropa sowie dem heiligen Land verstreut waren. So kam dem Hochmeister Hermann von Salza in den Sinn, ein zusammenhängendes und vom deutschen Orden dominiertes Gebiet zu schaffen. Hierfür kam ihm 1211 das Hilfegesuch des ungarischen Königreiches sehr gelegen, als diese um Hilfe bei dem Kampf gegen Kumanen ein Heimatrecht im Burzenland in Siebenbürgen zu erwerben. Zudem sollen dem Orden wichtige kirchliche Aufgaben wie z.B. das Zehntrecht, eine eigene Prägung von Münzen sowie das Befestigen der Burgen aus Stein zugestanden werden.

Die Spannungen zwischen Ungarn und dem Orden ließen im Anschluss jedoch nicht lange auf sich warten und endeten 1224 mit militärischen Schritten des ungarischen Königs Andreas II. gegen den Orden. Durch die völlige Überlegenheit des ungarischen Heeres wurden die wenigen Burgen des Ordens schnell eingenommen und der Orden 1225 endgültig aus Ungarn vertrieben.

 

Die Niederlassungen des Deutschen Ordens in Europa um 1300

Die Niederlassungen des Deutschen Ordens in Europa um 1300

 

Die Errichtung des Deutschordensstaates:

Deutlich besser lief die Bildung eines Deutschordensstaates auf dem Gebiet der Preußens und dem Baltikum. Im Jahre 1226 rief der polnische Herzog Konrad I. von Masowien den Orden zu Hilfe beim Kampf gegen die Prußen um das Kulmerland. Durch die negativen Erfahrungen in Ungarn vorsichtig geworden, holte sich der Orden diesmal die juristische Rückendeckung von Kaiser Friedrich II. und dem Papst Gregor IX.
Zudem sollten die eroberten Gebiete in den Herrschaftsbereich des Ordens fallen und diese nur noch direkt dem Papst unterstellt sein, keinem anderen Herrscher.
1230, nach einigem Zögern, stellte Herzog Konrad I. von Masowien in dem Vertrag von Kruschwitz das Kulmerland „auf ewige Zeit“ unter die Herrschaft des Ordens. 1231 begann der Orden auch gleich mit der Überschreitung der Wechsel in das Kulmerland und begann seine erste Burg Thorn zu errichten.

1234 verleibte sich der Orden die verbliebenen Ritter des Ordens der Brüder von Dobrin (fratribus militiae Christi in Prussia), die 1228 zum Schutz des masowischen Kernlands durch Herzog Konrad I. gegründet wurde ein. 1236, nach einer vernichtenden Niederlage in der Schlacht um Schaulen, folgte der 1202 in Riga gegründete Schwertbrüderorden und wurde ebenfalls Teil des deutschen Ordens. Durch diese Verschmelzung fiel dem Orden mit den livländischen Kommenden ein zweites Kernland, das sogenannte Meistertum Livland zu.

Ausdehnungsversuche der Livländischen Union Richtung Osten endeten an dem Fluss Narva und führten zu ständigen Gefechten zwischen Rittern des Livländischen Ordenszweiges sowie Gefolgsleuten der livländischen Bischöfe und russischen Abteilungen bis 1242 ein Friedensvertrag ausgehandelt werden konnte.

 

Erwerbungen des Deutschen Ordens in Preußen und des 1237 mit ihm vereinigten Schwertbrüderordens in Kurland und Livland bis 1260; bei den schraffierten Gebieten handelt es sich um die umkämpften Territorien in Preußen und Schamaiten

Erwerbungen des Deutschen Ordens in Preußen und des 1237 mit ihm vereinigten Schwertbrüderordens in Kurland und Livland bis 1260; bei den schraffierten Gebieten handelt es sich um die umkämpften Territorien in Preußen und Schamaiten

 

Die Blütezeit des Ordens:

1308 nahm der Orden Danzig und Pommerellen in seinen Besitz, was zu einer deutlichen Verschlechterung der Beziehung mit dem im Süden liegenden Polen zur Folge hatte. Władysław I. Ellenlang konnte die zersplitterten Gebiete wieder zu einem vereinigten polnischen Königreich vereinen und führte die Streitigkeiten mit dem Orden fort. Auch Litauen gewann im Südosten immer mehr an Bedeutung und führte regelmäßig Krieg gegen den Orden.

Trotz der anhaltenden Konflikte mit den Nachbarn konnte der Orden unter der Führung Konrad von Jungingen Gotland erobern, friedlich die Neumark und Samaitens erwerben und so die größte Ausdehnung des Ordens erreichen.

1386 vereinigte die Heirat von Großfürst Jogaila aus Litauen mit Königin Hedwig von Polen die beiden Feinde des Ordens zu einer starken Allianz, sodass im August 1409 der Hochmeister Ulrich von Jungingen diesen den Krieg erklärte. Am 15. Juli 1410 erlitt das Heer des deutschen Ordens in der Schlacht bei Tannenberg eine vernichtende Niederlage. Der Hochmeister Ulrich von Jungingen fand neben unzähligen Ordenskriegern dabei den Tod. Bei dem anschließenden Friedensvertrag von Thorn im Jahre 1411 musste der Orden einige seiner Gebiete abtreten, konnte den Großteil jedoch unter Zahlung hoher Summen behalten.

 

Die Besitzungen, Hauptsitze und Erwerbungen des Deutschen Ordens in Preußen und der Livländischen Union bis zum Jahre 1410

Die Besitzungen, Hauptsitze und Erwerbungen des Deutschen Ordens in Preußen und der Livländischen Union bis zum Jahre 1410

 

Der Niedergang des Deutschordensstaates:

Nach der Niederlage bei der Schlacht bei Tannenberg 1410 und dem daraus folgenden Friedensvertrag von Thorn war der deutsche Orden militärisch und strukturell stark geschwächt. Durch die hohen Kontributionen (Zahlungen an das polnisch-litauische Bündnis) musste der Orden zudem eine Sondersteuer einführen um Zahlungsfähig bleiben zu können. Neben internen Streitigkeiten führte die hohe Steuer dazu, dass sich die Städte Preußens und der im Eidechsenbund zusammengeschlossene Landadel der kulmer Gebiete zu dem preußischen Bund zusammenschlossen, sich unter den Schutz Polens stellten und offen gegen den Orden rebellierten. Es folgte der 13-jährige Krieg, der weniger durch militärische Aktionen beendet wurde als durch die stärkere Finanzkraft des preußischen Bundes und Polen. Der Orden konnte, bereits durch den Friedensvertrag finanziell schwer angeschlagen, die Kriegskosten nicht mehr aufbringen und musste einem zweiten Friedensvertrag von Thorn zustimmen.

Im zweiten Friedensvertrag musste der Orden weitere Gebiete abtreten, darunter Pommerellen, das Kulmerland, das Ermland und die Marienburg. Zudem lösten sich viele preußische Städte und Gebiete des Westgebietes vom Orden.

 

 

Der letzte Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Preußen versuchte 1519 bis 1521 im sogenannten Reiterkrieg ein letztes mal den Orden von der Vormundschaft Polens zu befreien und wieder seinen alten Glanz zu verleihen. Dieser Feldzug misslang und dem Hochmeister blieb nichts anderes übrig als den Hochmeister Titel abzulegen, Preußen in ein weltliches Herzogtum umzuwandeln und den Lehnseid gegenüber Sigismund I. von Polen zu leisten. Ab dem 9. Mai 1525 residierte der neue Herzog Albrecht I. in Königsberg.

 

Das nach dem 2. Frieden von Thorn 1466 verbliebene Ordensland Preußen sowie das Meistertum Livland; das grün dargestellte Ermland war Teil des Königlich (polnischen) Preußen geworden, hatte darin aber einen Sonderstatus mit weitgehender Autonomie

Das nach dem 2. Frieden von Thorn 1466 verbliebene Ordensland Preußen sowie das Meistertum Livland; das grün dargestellte Ermland war Teil des Königlich (polnischen) Preußen geworden, hatte darin aber einen Sonderstatus mit weitgehender Autonomie

 

Der Restorden im heiligen römischen Reich:

Nach den Verlusten in Preußen blieben dem Orden, bis auf wenige Liegenschaften in Livland, hauptsächlich nur noch die Besitzungen auf dem Gebiet des heiligen römischen Reiches. So kam es, dass der Orden durch Walther von Cronberg nach innen und außen reformiert wurde. So entwickelten sich die von den Landkomturen geführten Balleien zu weitgehend selbständigen Einheiten, zudem verzweigten sich die Verflechtungen zwischen dem Orden und den Adelsfamilien durch die Aufnahme von Kindern zur Erziehung. Besonders mit dem Haus Habsburg waren solche Beziehungen sehr eng.

Neben der Hauptaufgabe der Seelsorge und Führung von Hospitalen, trat seit dem 17. Jahrhundert auch wieder verstärkt der Einsatz der Ordensritter im Kampf gegen die Türken in den Fokus. So leisteten viele Ordensmitglieder Dienst in der kaiserlichen Armee bevor sie weiterführende Aufgaben im  Orden übernehmen konnten.

Nach dem 30-jährigen Krieg von 1618 bis 1648 brach für den Orden und dessen Kommenden eine Zeit an, die hauptsächlich mit vielen Bautätigkeiten geprägt war. So entstanden z.B. in Ellingen, Nürnberg, Sachsenhausen, Altshausen, Beuggen, Altenbiesen und an vielen anderen Orten aufwendige Schlösser oder Schlosskirchen.

 

Der Orden während der Revolutionskriege:

Die Zeit Napoleons und dessen Siege über die Verbündeten Staaten in Europa hatte auch Konsequenzen für den Orden. Im ersten Koalitionskrieg (1792 – 1797) siegte Frankreich und nach dem am 17. Oktober 1797 beendeten Frieden von Campo Formio musste das linke Rheinufer an Frankreich abgetreten werden, sodass die Balleien Elsass und Lothringen vollständig, Koblenz und Biesen zu großen Teil verloren gingen.

Nach der Niederlage der österreichisch-russischen Koalition 1805 bei Austerlitz, verfügte Napoleon, dass die Besitzungen des Ordens und das Amt des Hoch- und Deutschmeisters erblich an das Haus Habsburg von Österreich abgetreten werden muss.

Mit dem fünften Koalitionskrieg 1809 und dem Einmarsch der Allianz in Bayern, erklärte Napoleon den Orden auf dem Gebiet der Rheinbundstaaten für aufgelöst und Übergab dessen Besitztümer den an die Fürsten. Damit blieben dem Bund nur noch die Besitzungen in Schlesien und Böhmen sowie die Ballei Österreich.

 

Der Orden nach dem 1. Weltkrieg:

Nach dem 1. Weltkrieg und dem damit verbundenen Ende der Habsburger Monarchie sollte zuerst der Besitz des Ordens, der als Teil der Monarchie aufgrund des Erbrechts von 1805 angesehen wurde, beschlagnahmt werden. Durch den Verzicht des Hochmeisters Erzherzog Eugen von Österreich-Teschen auf sein Amt und der Ernennung seiner Nachfolge durch den Ordenspriester und Bischof Norbert Johann Klein zum Koadjutor 1923 konnte genügend Zeit verstreichen bis 1927 die Nachfolgestaaten der Donaumonarchie den Deutschen Orden als geistlichen Orden anerkannten und die Besitztümer in Ordenshand blieben. Daneben blieben noch die Balleien im Königreich Italien, in der Tschechoslowakischen Republik und im Königreich Jugoslawien.

 

Der Orden während und nach dem 2. Weltkrieg:

Die nationalsozialistische Regierung in Deutschland erließ am 6. September 1938 eine Anweisung zur vollständigen Auflösung des Ordens. Nach der Eingliederung Österreichs wurde diese Anweisung dort ebenso angewendet wie in den tschechischen Gebieten, die ebenfalls später eingegliedert wurden. In Italien blieb der Orden zwar bestehen, dort kam es jedoch zu Übergriffen faschistischer Gruppen auf Menschen und Liegenschaften.

Im Königreich Jugoslawien blieb der Orden von Verboten und der Auflösung verschont und diente während des Krieges mit seinen Liegenschaften als Lazarette. Nach dem Krieg kam es dort aufgrund des Namens und der Kriegsverbrechen Seitens der Deutschen zu Übergriffen und Enteignungen. Der Orden wurden anschließend aus Jugoslawien wie auch aus der Tschechoslowakei vertrieben. In Österreich wurde die Anweisung von 1938 aufgehoben und dem Orden die Besitztümer sowie das Vermögen zurückgegeben.

Im Nachkriegsdeutschland gründete der Orden in Darmstadt ein Konvent. 1953 folgte in Passau für die Ordensschwestern im ehemaligen Augustiner Chorherrenstift St. Nikola ein Mutterhaus, 1957 ein Haus als Sitz des Generalprokurators in Rom was auch als Pilgerhaus dient.

Der deutsche Orden ist heute mit rund 1.000 Mitgliedern mit dem offiziellen Titel „Orden der Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem“ ein geistlicher Orden dessen räumliche Bezirke sich in Deutschland in Weyarn, in Österreich in Wien, in Südtirol/Italien in Lana, in Slowenien in Laibach und in Tschechien und die Slowakei in Troppau befinden. Die Hauptaufgaben beschränken sich auf karitative Aufgaben wie Alten- und Behindertenhilfe sowie die Bildungsbereiche.

 

 

Das Ordenswappen:

Das Wappen des deutschen Ordens ähnelt dem der Tempelritter. War es bei diesen ein rotes Kreuz auf weißem Hintergrund, bediente sich der deutsche Orden einem schwarzen Kreuz auf weißem Hintergrund. Im späteren Verlauf des Ordens wandelte sich das frühere Balkenkreuz in ein Tatzenkreuz.
Das Kreuz wurde ebenso auf den Mäntel der Ordensritter auf der linken Schulter und auf den Schilden getragen.

In Preußen und im Kaiserreich wurde zudem das Wappen als militärisches Hoheitszeichen und für Auszeichnungen verwendet. Die Wehrmacht übernahm dieses Symbol, verwendete jedoch das Balkenkreuz, erst die Bundeswehr führte wieder das Tatzenkreuz als Hoheitszeichen ein.

 

 

 

 

 

Bildquellen:
– „Ritterorden-Outremer-bis-1291“ von Marco Zanoli Sidonius – Eigenes Werk; nach Grosser Historischer Weltatlas. Bayrischer Schulbuch-Verlag (Hg.). Bd. 2, Mittelalter. München 1970, S. 82.
– „Deutscher Orden in Europa 1300“ von Marco Zanoli (sidonius (talk) 20:42, 5 January 2009 (UTC)) – Own work, Karte nach: Grosser Historischer Weltatlas. Bayrischer Schulbuch-Verlag (Hg.). Bd. 2
– „Deutscher Orden 1260/1410/1466“ von S. Bollmann – Dieter Zimmerling: Der Deutsche Ritterorden. 2. Auflage 1991. Econ Verlag, Düsseldorf, Wien, New York 1989, ISBN 3-430-19959-XHermann Kindler

 

 

 

 

Passende Literatur zum Thema findet Ihr hier:

Der Deutsche Orden (Beck’sche Reihe)

 Der Deutsche Orden (Beck'sche Reihe) Taschenbuch – 30. März 2012


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Der Deutschorden: Von Akkon zum Staat der Ordensritter im Baltikum

 Der Deutschorden: Von Akkon zum Staat der Ordensritter im Baltikum Broschiert – 19. Dezember 2011

Der Deutschorden: Von Akkon zum Staat der Ordensritter im Baltikum Broschiert – 19. Dezember 2011

1190 wurde durch Bürger aus Bremen und Lübeck vor Akkon ein Feldspital zur Pflege kranker Pilger und Kreuzfahrer gegründet. Seine Betreiber nannten sich selbst „Deutsche Brüder der Kirche St. Mariens zu Jerusalem“. 1198 wurde die Gemeinschaft der Deutschen Brüder zum „Deutschritterorden“ oder „Deutschorden“. Im Heiligen Land waren die Deutschordensritter zwar bald der drittgrößte Ritterorden, jedoch dominierten dort bereits die Templer und Johanniter und ein bedeutender Gebietserwerb war nicht mehr möglich. Zu Beginn des 13. Jh. hatte der Orden über ganz Europa verteilt zahlreiche Besitzungen, sein eigentliches Betätigungsfeld wurde das „heidnische“ Baltikum. Mit Hilfe deutscher Siedler und Kreuzfahrer aus ganz Europa wurde dort die ursprüngliche Bevölkerung unterworfen und ein machtvolles Staatsgebilde geschaffen, das um 1400 an der Ostsee entlang von der Oder bis zum Peipussee reichte. Umstrittene Gebietsansprüche führten zunehmend zu Auseinandersetzungen zwischen dem Orden und der polnischen Krone und gipfelten in der verlorenen Schlacht bei Tannenberg 1410, die den Niedergang der Ordensmacht einleitete. Der Band schildert die wesentlichen Stationen der Geschichte des Deutschordens und stellt die verschiedenen Ordensangehörigen vor, ihre Ausrüstung und Bewaffnung sowie die Hilfskräfte, die in den Kämpfen zum Einsatz kamen. Der zeitliche Schwerpunkt der Darstellung liegt zwischen Gründung des Ordens und der ersten Hälfte des 15. Jh.

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Der Deutsche Orden: Zwölf Kapitel aus seiner Geschichte

 Der Deutsche Orden: Zwölf Kapitel aus seiner Geschichte Gebundene Ausgabe – 8. November 2012


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Der Deutsche Orden – Auf den Spuren der Ritter

 Der Deutsche Orden - Auf den Spuren der Ritter

Der Deutsche Orden – Auf den Spuren der Ritter

Vor 800 Jahren begannen Ritter des Deutschen Ordens damit, das Land zwischen Weichsel und Memel zu erobern und Deutsche aus dem Westen dort anzusiedeln. Sie schufen das Land Preußen, das im Spätmittelalter als das modernste Gemeinwesen ganz Europas galt. Der Hauptfilm (ca. 90 Minuten) begibt sich auf die Spuren der Ostlandritter. Ihre gewaltigen Burgen, die heute in Polen stehen, werden ebenso vorgestellt wie ihre Stadtgründungen und die Methoden ihrer Landkultivierung. Über Jahrhunderte waren die Polen mit den Rittern verfeindet. Im Film wird deutlich, dass sich das Verhältnis entspannt hat. Polnische Historiker erkennen an, dass das heutige Polen dem Deutschen Orden vieles verdankt. Der zweite Film (ca. 55 Minuten) liefert ergänzende Informationen: die Geschichte des Deutschen Kreuzritterordens seit seiner Gründung im Heiligen Land, sein Wirken außerhalb Preußens, und vor allem die Tätigkeit des Deutschen Ordens heute.

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Die Burgen des Deutschen Ritterordens (Burgen & Schlösser)

 Die Burgen des Deutschen Ritterordens (Burgen & Schlösser) Gebundene Ausgabe – 1. Juni 2010


Die Burgen des Deutschen Ritterordens (Burgen & Schlösser) Gebundene Ausgabe – 1. Juni 2010

Am Anfang standen die Kreuzzüge – im Rahmen dieser ganz Europa erfassenden Kreuzzugsbewegung erfolgte die Gründung von Ritterorden, die dem Mönchtum verpflichtet waren. Der Deutsche Ritterorden war neben den Templern und den Johannitern (Malteser) der dritte dreier großer Orden und entstand 1190 als deutsche Hospitalgenossenschaft. Die Ordensbrüder lebten unter strengen Vorschriften, den Gelübden von Armut, Keuschheit und Gehorsam verpflichtet. Doch unterschied sie von einem normalen Mönchsorden die Pflicht zum Kampf. Als der polnische Herzog Konrad von Masowien die sogenannten Deutschherren um Hilfe gegen die heidnischen Prussen bat, ließen sich diese vorher durch Kaiser Friedrich II. alle künftigen Eroberungen vermachen. So verbanden sie Christianisierung mit Kolonialisierung. 1309 wechselte der Hochmeister von Venedig an die Nogat. Er und seine Nachfolger schafften ein für damalige Verhältnisse hochmodernes und effektives Staatswesen und machten die Marienburg (Malbork) als ihre Zentrale zur größten Baustelle des Abendlandes. Die Wehr- und Repräsentationsburgen, die der Orden der Nachwelt hinterließ, sind die markantesten Zeugen jener Zeit. Dieser Bildband berichtet fundiert über die noch heute eindrucksvollen Bauten, aber auch über die mächtigen Ruinen. Zu den absoluten Höhepunkten einer Burgenreise gehören dabei neben der Marienburg u. a. Heilsberg (Lidzbark Warmi ski), Rößel (Reszel), Allenstein (Olsztyn) und die Ordensburg und -dom in Marienwerder (Kwidzy ). Einzelne Kapitel des Buches berichten u. a. über verschwundene Burgen, berühmte Hochmeister, die besondere Architektur, das Leben auf einer Deutschordensburg und die spezielle Geschichte der Marienburg.

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