Dienstgrade der deutschen Kriegsmarine bis 1945

Mannschaften

Uniformierung: Mannschaften trugen keine Schulterklappen (ausgenommen Marineartillerie, diese wie Heer und in hochrot vorgestoßen) und keine Kragenspiegel.

Die Rangabzeichen wurden am linken oberen Ärmel getragen. Darüber hinaus trugen Mannschaften das jeweilige Laufbahnabzeichen als goldenen Aufnäher über dem Dienstgradabzeichen. Es gab für alle Mannschaften und Unteroffiziere u.a. die Laufbahnen:
– Seemännischer Dienst
– Marinevermessungsdienst
– Marinesanitätsdienst
– Marinesignaldienst
– Marineverwaltungsdienst
– Steuermannslaufbahn
– Marineartillerie
– Matrose: kein Dienstgradabzeichen

Mannschaftsdienstgrade:
– Matrosengefreiter: ein goldener Winkel auf dunkler Unterlage
– Matrosenobergefreiter: zwei ineinandergeschobene goldene Winkel
– Matrosenhauptgefreiter: drei ineinandergeschobene goldene Winkel
– Matrosenstabsgefreiter: ein geflochtener goldener Winkel, darüber ein goldener vierzackiger Stern
– Matrosenoberstabsgefreiter: zwei ineinandergeschobene geflochtene goldene Winkel und ein goldener vierzackiger Stern darüber

Mannschaftsdienstgrade der Marine

Mannschaftsdienstgrade der Marine

Matrosengefreiter (1), Matrosenobergefreiter (2), Matrosenhauptgefreiter (3), Matrosengefreiter UA (abgeschlossen) (4), Matrosengefreiter UA (nicht abgeschlossen) (5), Matrosenstabsgefreiter (6), Matrosenoberstabsgefreiter (7)

 

Unteroffiziere ohne Portepee

– Maat: Dienstgradabzeichen: Auf dem Kragenspiegel ein goldener Querstreifen. Laufbahnabzeichen: Bootsmannsmaat (goldener Anker)
– Obermaat: Dienstgrad: Auf dem Kragenspiegel zwei goldene Querstreifen. Laufbahnabzeichen: Oberbootsmannsmaat
(goldener Anker, unter diesem ein goldener Winkel)
– Maat: Dienstgradabzeichen: Auf dem Kragenspiegel ein goldener Querstreifen. Laufbahnabzeichen: Steuermannsmaat
(goldener Doppelanker)
– Obermaat: Dienstgrad: Auf dem Kragenspiegel zwei goldene Querstreifen. Laufbahnabzeichen: Obersteuermannsmaat
(goldener Doppelanker, unter diesem ein goldener Winkel)

Unteroffiziere ohne Portepee der Marine

Unteroffiziere ohne Portepee der Marine

Bootsmannsmaat (7), Oberbootsmannsmaat (8), Steuermannsmaat (9), Obersteuermannsmaat (10)

 

Unteroffiziere mit Portepee

Unteroffiziere mit Portepee trugen ähnlich wie das Heer Schulterklappen mit Tresse und Sternen, wobei die Tresse goldfarben war. Außerdem trugen sie auf den Schulterklappen das jeweilige Laufbahnabzeichen. Unteroffiziere mit Portepee der Steuermannslaufbahn hießen Steuermann, Obersteuermann usw. In der seemännischen Laufbahn hießen die Feldwebeldienstgrade wie folgt:

– Bootsmann (auch: Steuermann): ein Stern und Laufbahnabzeichen
– Stabsbootsmann: zwei Sterne und Laufbahnabzeichen, Sterne nebeneinander
– Oberbootsmann: zwei Sterne und Laufbahnabzeichen, Sterne übereinander
– Stabsoberbootsmann: drei Sterne und Laufbahnabzeichen

 

Offizieranwärter im Unteroffizierrang

– Seekadett: eine runde goldene Tresse, darunter der für Offiziere der Marine typische fünfzackige goldene sog. Seestern
– Fähnrich zur See: Schulterstück wie Offiziere, dieses aber kleiner ausgeführt und ohne Sterne
– Oberfähnrich zur See bzw. Marineunterarzt bei den Sanitätern: wie Fähnrich, aber mit zwei vierzackigen Sternen.
Außerdem trugen Oberfähnriche die Schirmmütze der Offiziere

Offizieranwärter im Unteroffizierrang der Marine

Offizieranwärter im Unteroffizierrang der Marine

Bootsmann (1), Stabsbootsmann (2), Oberbootsmann (3), Stabsoberbootsmann (4), Fähnrich zur See (5), Oberfähnrich zur See (6)

 

Offiziere

Die Schulterstücke der Kriegsmarine entsprachen bei allen Offizieren denen im Heer, wobei die Unterlage blau war. Kragenspiegel entfielen. Die Offiziere des seemännischen Dienstes trugen den schon erwähnten Seestern über den Streifen am Anzug. Darüber hinaus gab es für Offiziere die Laufbahnen:
– Technischer Dienst: ein goldenes Zahnrad
– Sanitätsdienst: ein goldener Äskulapstab
– Marinewaffendienst: gekreuzte goldene Rohre
– Sperrwaffendienst: eine goldene Raise
– Marinenachrichtendienst: ein goldener Blitz
– Marineartillerie

Offiziersdienstgrade:
– Leutnant zur See: kein Stern. Ärmel: ein mittelbreiter Streifen
– Oberleutnant zur See: ein goldener Stern. Ärmel: Zwei mittelbreite Streifen
– Kapitänleutnant: zwei Sterne. Ärmel: Zwei mittelbreite Streifen, dazwischen ein schmaler Streifen
– Korvettenkapitän: kein Stern. Ärmel: drei mittelbreite Streifen
– Fregattenkapitän: ein goldener Stern. Ärmel: zunächst vier mittelbreite Streifen, für ab 1. August 1940 Beförderte drei mittelbreite Streifen; ab 1. April / 1. Juli 1944 ein mittelbreiter Streifen, ein schmaler Streifen und zwei mittelbreite Streifen.
– Kapitän zur See: zwei goldene Sterne. Ärmel: vier mittelbreite Streifen

Offiziere der Marine

Offiziere der Marine

Kapitän zur See (8), Fregattenkapitän ab Herbst 1944 (9), Fregattenkapitän (1944) (10), Fregattenkapitän (11), Korvettenkapitän (12), Kapitänleutnant (13), Oberleutnant zur See (14), Leutnant zur See (15)

 

Flaggoffiziere (Admirale)

Admirale trugen die gleichen Schulterstücke wie die Heeresgenerale, aber mit blauer Unterlage. Kragenspiegel entfielen auch hier.
– Kommodore
– Konteradmiral
– Vizeadmiral
– Admiral
– Generaladmiral
– Generaladmiral Oberbefehlshaber
– Großadmiral

Admirale der Marine

Admirale der Marine

Kommodore (7), Konteradmiral (6), Vizeadmiral (5), Admiral (4), Generaladmiral (3), Generaladmiral als Oberbefehlshaber (2), Großadmiral (1)

 


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Buch der deutschen Kriegsmarine 1935-1945

 Buch der deutschen Kriegsmarine 1935-1945 [Gebundene Ausgabe]

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[Gebundene Ausgabe]

Während des Zweiten Weltkriegs lieferte sich die deutsche Kriegsmarine einen unerbittlichen und verlustreichen Kampf mit den Alliierten im Atlantik. Sowohl die Einsätze der umherstreifenden »Wolfsrudel«, der U-Boote, als auch die der Überwasser- Kriegsschiffe gehören zweifellos zu den wichtigsten Ereignissen der Seekriegsgeschichte. Mallman-Showell widmet sich in diesem Buch sowohl den Aufgaben und der Organisation als auch der Ausbildungsfähigkeit der deutschen Flotte während der Kriegsjahre. Abgerundet mit zahlreichen Fotos, Karten und Diagrammen ist dieses Werk ein Muss für jeden zeitgeschichtlich Interessierten.

 

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In diesem Farbbildband werden bis in das Detail die Uniformteile und Ausrüstungsgegenstände der deutschen Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges gezeigt. Angefangen bei den Abzeichen und Schulterstücken werden Kopfbedeckungen, Jacken und Hosen, Mäntel und Schuhwerk gezeigt und zeitlich eingeordnet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Abbildungen von persönlichen Gegenständen der Marinesoldaten. Neben vielen zeitgenössischen Fotos werden Uniformteile aus privaten Sammlungen und Museen gezeigt. Das Buch ist ein unverzichtbares Nachschlagewerk für jeden Interessierten.Die Autoren wollen sich mit diesem Werk auf all die namenlosen Matrosen konzentrieren, die auf den Minenlegern, Schnellbooten, Minensuchern, Kreuzern, U-Booten usw. dienten. Aus diesem Grund haben sie bislang weitgehend unbekannte zeitgenössische Aufnahmen ausgewählt, die aus privaten Archiven stammen. Die abgebildeten Uniform- und Ausrüstungsstücke sind durchweg zeitgenössische Originale und stammen ebenfalls aus privaten Sammlungen. Erstmals wir hier auch ein Blick auf die „Kantinenware“ geworfen, die unter den Angehörigen der Kriegsmarine sehr beliebt war, womit sie die Tradition ihrer Altvorderen fortsetzten. Dieses Buch ist ein Muss für Leser, die sich für die Geschichte der Kriegsmarine interessieren und ganz besonders für die Militariasammler unter ihnen. Enzo und Laurent Berrafato sind Spezialisten für die Geschichte des Zweiten Weltkrieges und haben in verschiedenen Fachmagazinen bereits zahlreiche Artikel veröffentlicht, die sich vor allem mit der Uniformierung und der Gliederung der deutschen Kriegsmarine befassten.

 

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Nachdem die Wehrmacht im Mai und Juni 1940 Frankreich überrollt hatte, erhielt die deutsche Kriegsmarine ihren langersehnten Zugang zum Atlantik. In Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice und Bordeaux baute sie die bestehenden Häfen zu Stützpunkten aus. 45 000 Arbeiter der Organisation Todt ließen dort gewaltige Bunkeranlagen entstehen, in denen bis zu 20 U-Boote gleichzeitig gewartet und repariert werden konnten. Die Bunker waren so massiv – allein der in Brest war rund 330 Meter breit, 190 Meter lang und besaß bis zu sechs Meter dicke Betondecken -, dass sie die alliierten Bombardierungen nahezu unbeschadet überstanden, während die Städte um sie herum in Trümmer fielen. Der Marinehistoriker Lars Hellwinkel schildert die Geschichte dieser Stützpunkte von ihrer Entstehung 1940 bis zu ihrem Untergang 1944/45 und ihrer Nachnutzung. Er legt dabei erstmals den Schwerpunkt auf das ambivalente Verhältnis der französischen Bevölkerung zu den Deutschen, das sowohl eine Kollaboration der ortsansässigen Werften und der französischen Marine als auch den Widerstand gegen die Besatzungsmacht einschloss. (Anm.: Der Band ist mit 153 Abbildungen versehen!)

 

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 Deutsche Kriegsschiffe: U-Boote 1935-1945 (Typenkompass) [Taschenbuch]

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  1. […] Soldat? Am Sonnabend sah ich einen, wie Du bist! Gelbe Spiegel, auf der Schulter einen goldnen Anker. Schneidig sah er aus, nur unten herum nicht. Er hatte die Hose so verwürgt in den […]

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