Großlinienschiff SMS Oldenburg

Das Großlinienschiff SMS Oldenburg gehörte der Helgoland Schiffsklasse an und war das erste Kriegsschiff in der kaiserliche Marine, dessen Hauptbewaffnung erstmals 30,5-cm betrug. Sie gehörte zu den modernsten Kriegsschiffen der Marine, wurde aber wie der größte Teil der Flotte überwiegend defensive eingesetzt.

 

Stapellauf und Bauform:

Zwischen 1907 und 1908 wurden Entwürfe vorgelegt, ältere Panzerschiffe gegen moderne Großlinienschiffe auszutauschen, die von der Kalibergröße denen der britischen Schiffe zumindest ebenbürtig erschienen. Dazu zählte die Helgoland-Klasse mit der insgesamt 4 Schiffe geplant waren. Im Gegensatz zu den britischen Schiffen wurde bei der Helgoland-Klasse großer Wert auf die Panzerung gelegt, die denen der anderen Schiffe stärker ausgeprägt war.

Zu der Zeit der Schiffsplanung war den Konstrukteuren zwar bereits das Prinzip der überfeuernde Aufstellung von Geschütztürmen bekannt, bei der Helgoland-Klasse wurde jedoch die Hauptartillerie auf 6 Doppeltürme aufgeteilt, wobei jeweils 1 Turm auf der Mittschiffslinie und jeweils 2 Türme an Backbord und Steuerbord standen.

Der Stapellauf der SMS Oldenburg erfolgte am 30. Juni 1910, die Indienststellung am 1. Mai 1912.

 

 

SMS Oldenburg

 

Kaiser Wilhelm II. besucht die SMS Oldenburg

 

Kaiser Wilhelm II. besucht die SMS Oldenburg

 

 

 

 

Einsatz im Krieg:

Nach der Indienststellung und den üblichen Probefahrten erfolgte die Verlegung zur deutschen Hochseeflotte.

Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges nahm die SMS Oldenburg an einigen Operationen in der Nord- und Ostsee teil. Auch an der Skagerrakschlacht vom 31. Mai und 1. Juni 1916 beteiligte sich das Schiff, verließ das Gefecht jedoch ohne größere Beschädigungen.

 

 

 

Verbleib:

Nach den Bestimmungen des Vertrag von Versailles musste Deutschland die SMS Oldenburg an Japan als Reparationsleistung übergeben. 1920 sollte die Übergabe erfolgen, da die Japaner jedoch keine Verwendung für das deutsche Schiff hatten, verblieb es in Deutschland.

1921 wurde die Oldenburg schließlich in das niederländische Dordrecht gebracht und dort verschrottet.

 

 

 

Schiffsdaten:

Name:  

SMS Oldenburg

Land:  

Deutsches Reich

Schiffstyp:  

Großlinienschiff

Klasse:  

Helgoland-Klasse

Bauwerft:  

Schichau-Werke, Danzig

Baukosten:  

45.801.000 Mark

Stapellauf:  

30. Juni 1910

Indienststellung:  

1. Mai 1912

Verbleib:  

1921 in Dordrecht verschrottet

Länge:  

167,2 Meter

Breite:  

28,5 Meter

Tiefgang:  

Max. 8,94 Meter

Verdrängung:  

Max. 24.700 Tonnen

Besatzung:  

1.113 Mann

Antrieb:  

15 Marinekessel
3 4-Zyl.-Verbundmaschinen

Leistung:  

34.394 PS (25.297 kW)

Höchstgeschwindigkeit:  

21,3 kn (39 km/h)

Bewaffnung:  

12 × Schnellfeuergeschütz 30,5 cm L/50 (1.020 Schuss)

14 × Schnellfeuergeschütz 15 cm L/45 (2.100 Schuss)

14 × Schnellfeuergeschütz 8,8 cm L/45 (davon 2 Flak, 2.800 Schuss)

6 × Torpedorohr ⌀ 50 cm
(4 Seiten, 1 Bug, 1 Heck unter Wasser, 16 Schuss)

 

Panzerung:  

Wasserlinie: 120–300 mm
Deck: 55–80 mm
Torpedoschott: 30 mm
Türme: 100–300 mm
Kasematten: 170 mm
vorderer Leitstand: 100–400 mm
achterer Leitstand: 50–200 mm

 

 

 

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