Henry Grâce à Dieu

Mit der Henry Grâce à Dieu wurde zwar noch ein Schiffstyp der Karacke gebaut, doch durch die Entwicklung der Stückpforte war es den Ingenieuren nun möglich, Geschützbatterien auch tiefer im Rumpf zu installieren, was zum einen dazu führte, dass die unteren Geschütze größer wurden da sie die Stabilität des Schiffes kaum beeinträchtigten, zum anderen läutete die Henry Grâce à Dieu durch ihre Größe und Bewaffnung den Weg zu den Linienschiffen die aus diesem Schiff hervor gingen.

 

Stapellauf und Bauform:

Der Bau des Schiffes erfolgte durch den direkten Befehl des englischen Königs Heinrich VIII. Der Stapellauf erfolgte im Jahre 1514 und wurde mit einem großen Fest bedacht, da das Schiff zu seiner Zeit das größte Kriegsschiff war.

Der Schiffstyp lies noch als Karacke, wobei die Henry Grâce à Dieu alleine durch ihre Größe und Bewaffnung den Vorreiter der späteren Linienschiffe darstellte.

Ausgestattet war das Schiff mit 4 Masten, die im Gegensatz zu der üblichen Weise nicht in einem Stück errichtet wurden sondern aus mehreren Teilstücken bestanden. Auch unterlief das Schiff mehrere Umbauten, in denen die Segelart mehrfach geändert wurde.

Weiter besaß das Schiff ein Vorder- sowie ein großes Heckkastell, die sich nach oben hin verjüngten um Enterungen zu verhindern. Zudem wurden 2 Lagen Planken verbaut, um die Gewichte der großen Geschütze aushalten zu können.

 

Geschichte:

Der englische König lies die Henry Grâce à Dieu bauen, um seine Flotte bei einem sich ankündigen Krieg gegen Frankreich zu unterstützen. Beim Stapellauf jedoch herrschte Frieden zwischen den Ländern und so ankerte das Schiff lediglich in Häfen und wurde mehreren Umbaumaßnahmen, die hauptsächlich der Gewichtsreduzierung dienten, unterzogen.

Erst als die Franzosen 1545 den Hafen Portsmouth Angriffen erfolgte der erste Einsatz.

Am 23. August 1553 entzündete sich im Hafen ein Feuer, welches neben Hafengebäuden auch die Henry Grâce à Dieu zerstörte.

 

Schiffsdaten:

Stapellauf 1514
Land England
Verbleib Am 23. August 1553 im Hafen verbrannt
Anzahl der Masten 4
Besegelung Untersegel, Marssegel, Bramsegel, Rahsegel, Lateinersegel
Länge 40 Meter
Breite 7 Meter
Tiefgang Max. 6,1 Meter
Verdrängung 1000 Tonnen
Bewaffnung 130 Eisenkolubrinen
21 Bronuekanonen
(nach der letzten Umbauphase)
Besatzung 400 Seeleute, 600 Soldaten

 

 

Henry Grâce à Dieu

Henry Grâce à Dieu

 

Die Henry Grâce à Dieu auf einem historisierenden Gemälde von Lüder Arenhold von 1891

Die Henry Grâce à Dieu auf einem historisierenden Gemälde von Lüder Arenhold von 1891

 

 

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben