Immer mehr Rekruten aus Verzweiflung in die U.S. Armee

Für viele Amerikaner ist die U.S. Armee der letzte Ausweg um in den USA entweder überhaupt noch einen Job zu bekommen oder keinen annehmen zu müssen, der ausserhalb der Armutsgrenze liegt.
So sind derzeit mehr als die Hälfte der Rekruten bereits über 20 Jahre alt, teilweise sogar schon über 25 Jahre. Vor den Kriegen im Irak und in Afghanistan lag die Quote noch bei 1/3.

Nach einer Umfrage gab jeder dritte Rekrut an, der Armee beizutreten da dies der einzige Weg ist noch einen Job zu bekommen. Diese Entwicklung bezieht sich nicht nur auf den Altersdurchschnitt sondern auch immer mehr Rekruten die oftmals lediglich die Grundschule besucht haben, treten bei.

Der Verfasser der Studie, Bernard Rostker, betonte, dass die Armee gerade älteren Rekruten eine zweite Chance bieten würde. Auch die Anteilnahme an aktiven Kampfeinsätzen in Kriegsgebieten schreckt nicht ab. Lediglich das Marine Corps bezieht hauptsächlich noch überwiegend junge Anwärter.

Nach den Einsparungsplänen unter denen der Verteidigungsminister Chuck Hagel derzeit jedoch steht, dürften sich die Chancen für einen Einstieg in die Armee in der nächsten Zeit jedoch verschlechtern. So soll die Sollstärke der Armee von derzeit 520.000 Soldaten auf 440.000 bis 450.000 reduziert werden, was der niedrigste Wert seit dem 2. Weltkrieg sei. Sollten die Budgeteinschnitte vom Jahr 2013 durchgesetzt werden, verkleinert sich die Armee sogar auf knappe 420.000 Soldaten.

Ein Vorteil der älteren Soldaten sieht die Armee indes an ihrer höheren Zuverlässigkeit und ihrer Einsatzbereitschaft. Zudem haben Studien gezeigt, dass ältere Soldaten besser und schneller für Führungsaufgaben eingesetzt werden können.

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