Kleiner Kreuzer SMS Emden

Der kleine Kreuzer SMS Emden gehörte zu der Königsberg-Klasse, einer der letzten in dem deutschen Kaiserreich gebauten Kreuzer Klasse. Im Krieg diente es als Flaggschiff der Torpedoboote und während der Internierung in Scapa Flow die der Internierungsflotte. Von der Emden aus gab Konteradmiral Ludwig von Reuter den Befehl zur Selbstversenkung.

 

Stapellauf und Bauform:

Die Königsberg-Klasse, zu der die Emden gehörte, war die vorletzte Konstruktion von kleinen Kreuzern, die im deutschen Kaiserreich entwickelt wurden. 1913 begannen die Konstrukteure mit der Entwicklung der Kreuzer, die im Gegensatz zu den Vorgängern größer, schneller und über eine stärkere Feuerkraft verfügen sollten.

Der Stapellauf der Emden erfolgte am 1. Februar 1916, die Indienststellung am 12. März 1917.

 

SMS Emden

 

 

 

Einsatz im Krieg:

Bereits vor der Indienststellung war die SMS Emden als Führungskreuzer der Torpedoboote vorgesehen und dementsprechend wurde das Schiff auch überwiegend im Vorposten- und Sicherungsdienst eingesetzt.

Während der Operation Albion begleitete die Emden das Großlinienschiff SMS Bayern von September bis November 1917. Am 11. Dezember 1917 folgte ein Vorstoß zur Doggerbank in der Nordsee, anschließend wurden 1918 weitere Operationen in der Nordsee durchgeführt unter anderem bei Norwegen, im Skagerrak und im Englischen Kanal, wo es zwar zu kleineren Gefechten kam, die Emden jedoch keine Beschädigungen davontrug.

Mit dem Beginn der Räumung der Stützpunkte in Flandern, Belgien erfolgte die letzte Unternehmung der Emden im Krieg mit der Begleitsicherung der abfahrenden Torpedoboote und U-Boote.

 

 

Verbleib:

Durch die Kapitulationsbestimmungen gehörte die Emden zu den Schiffen der deutschen Marine die nach Scapa Flow internieren mussten. Das Schiff wurde wie die meisten anderen am 19. November 1918 nach Großbritannien überführt.

Da es bereits bei der Überfahrt auf dem Flaggschiff SMS Friedrich der Große zu Unruhen der Rumpfbesatzung gegenüber dem Befehlshaber der internierten Schiffe, Konteradmiral Ludwig von Reuter gab, wechselte dieser am 25. März 1919 zur Emden über und richtete dort sein Hauptquartier ein.

Als am 21. Juni 1919 abzusehen war, dass die Schiffe nicht mehr an das deutsche Reich zurück gegeben werden, erließ von Reuter den Befehl zur Selbstversenkung. Die Emden wurde als letztes Schiff versenkt, konnte jedoch von den Briten noch auf Grund gesetzt werden. Das Schiff wurde kurz darauf wieder fahrtüchtig gemacht und nach Rosyth überführt wo es ankerte.

Am 11. März 1920 wurde die Emden an die Franzosen übergeben, die das Schiff ab 1922 für Sprengversuche nutzen.

1926 wurde die Emden schließlich in Frankreich verschrottet.

 

SMS Emden in Scapa Flow 24. November 1918

 

 

 

Kommandanten:

Dezember 1916 – August 1917 Fregattenkapitän Max Hagedorn
August 1917 – August 1918 Fregattenkapitän Frhr. Ernst von Gagern
August 1918 – November 1918 Fregattenkapitän Maximilian Becker
November 1918 – Februar 1919 Kapitänleutnant Karl Eltze
Februar 1919 – 21.6.1919 Kapitänleutnant Gustav Ehlers

 

 

Schiffsdaten:

Name:  

SMS Emden

Land:  

Deutsches Reich

Schiffstyp:  

Kleiner Kreuzer

Klasse:  

Königsberg-Klasse

Bauwerft:  

A.G. Weser Bremen

Baukosten:  

unbekannt

Stapellauf:  

1. Februar 1916

Indienststellung:  

12. März 1917

Verbleib:  

1926 in Frankreich verschrottet

Länge:  

151,4 Meter

Breite:  

14,3 Meter

Tiefgang:  

Max. 6,3 Meter

Verdrängung:  

Max. 7.125 Tonnen

Besatzung:  

475 Mann

Antrieb:  

10 kohlegefeuerte Dampfkessel
2 ölgefeuerte Doppelender-Kessel
2 Satz Dampfturbinen

Leistung:  

31.000 PSw

Höchstgeschwindigkeit:  

27,5 kn (49 km/h)

Bewaffnung:  

8 × Schnellfeuergeschütz 15,0 cm L/45 (1.040 Schuss)

2 × Flak 8,8 cm L/45

4 × Torpedorohr ⌀ 50 cm (8 Schuss)

200 Seeminen

 

Panzerung:  

Gürtel: 60 mm
Deck: 20–40 mm
Böschungen: 40 mm
Minenraum: 20-30 mm
Kommandoturm: 20–100 mm
Schilde: 50 mm

 

 

 

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