Kleiner Kreuzer SMS Leipzig

Der kleine Kreuzer SMS Leibzig gehörte zu der Bremen-Klasse, die kurz nach der Jahrhundertwende gebaut wurden und mit 7 Schiffen als Flottenverstärkung dienen sollten.

 

Stapellauf und Bauform:

Die Bremen-Klasse ging aus der Gazelle-Klasse hervor, hatte jedoch eine deutlich leistungsstärkere Antriebsanlage woraufhin auch die Anzahl der Schornsteine von 2 auf 3 erhöht werden musste. Zudem wurden 10 3,7-cm Maschinenkanonen installiert um die Feuerkraft ebenfalls zu verstärken.

Der Stapellauf erfolgte am 21. März 1905, die Indienststellung am 20. April 1906.

 

SMS Leipzig

 

SMS Leipzig

 

 

 

Werdegang der SMS Leipzig:

Nach der Indienststellung und den Erprobungsfahrten wurde begonnen, dass Schiff für seinen Dienst im Ostasiengeschwader einsatzbereit zu machen um dort den großen Kreuzer SMS Hansa zu ersetzen. Von Wilhelmshaven aus lief das Schiff am 8. September 1906 Richtung Asien, wo es am 6. Januar 1907 in Hongkong eintraf.

Bis Anfang 1914 bestand die Hauptaufgabe des kleinen Kreuzer in der Bereisung der Hafenstädte im asiatischen Raum und dem Vertreten der kaiserlichen Interessen. Im Mai 1914 sollte das Schiff schließlich an die Westküste Mexikos fahren um dort die SMS Nürnberg abzulösen. Am 7. Juli 1914 traf das Schiff in Mazatlán ein.

 

SMS Leipzig im Frühjahr 1914 in Dili

 

 

 

Einsatz im Krieg:

Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges war für die SMS Leipzig laut Mobilmachungsplan der Einsatz in dem kaiserlichen Ostasiengeschwaders geplant um die kaiserlichen Kolonie zu beschützen. An der Westküste von Niederkalifornien gelegen, erhielt das Schiff am 2. August 1914 die Mitteilung über den Kriegszustand zwischen dem deutschen Kaiserreich und Großbritannien. Bis zum 17. August suchte das Schiff die Küste nach britischen Schiffen ab, als jedoch keine gefunden wurden, lies der Kapitän in San Francisco die Vorräte auffüllen. Anschließend kehrte die Leipzig an die Westküste Mexikos zurück, wo es sich am 14. Oktober 1914 vor der Osterinsel mit dem kaiserlichen Kreuzergeschwader wieder verbannt.

Am 1. November 1914 traf das Geschwader in den chilenischen Gewässern auf britische Schiffe. In dem Gefecht bei Coronel konnte die Leipzig den leichten britischen Kreuzer HMS Glasgow mehrfach treffen ohne ihn jedoch zu versenken.

Nach der Versorgung im chilenischen Hafen Valparaíso, entschloss sich der Geschwaderchef Vizeadmiral Maximilian von Spee entgegen den Befürchtungen der anderen Kapitäne, zu einem Angriff auf den britischen Seestützpunkt Port Stanley auf den Falklandinseln. Am 8. Dezember 1914 erfolgte der Angriff der deutschen Schiffe. Was Maximilian von Spee jedoch nicht wusste, war das vorherige Eintreffen von 2 Schlachtkreuzern, 3 Panzerkreuzern und 2 Leichten Kreuzern der Briten am Vortag. Während dieses Gefechtes wurde, bis auf die SMS Dresden und Lazarettschiff Seydlitz, das gesamte deutsche Geschwader versenkt.

 

 

Verbleib:

Im Laufe des Gefechtes bei den Falklandinseln wurde die SMS Leipzig von den britischen Kreuzern HMS Cornwall und Glasgow soweit durch schwere Treffer beschädigt, dass das Schiff um 21.23 Uhr versank. Von der Besatzung konnten lediglich 18 Mann gerettet werden.

 

 

Kommandanten:

April 1906 bis August 1906 Fregattenkapitän Franz Hipper
August 1906 bis August 1907 Korvettenkapitän Jaroslaw von Rothkirch und Panthen
3. August 1907 bis 23. November 1908 Korvettenkapitän / Fregattenkapitän Richard Engel
November 1908 bis Februar 1910 Korvettenkapitän / Fregattenkapitän Karl Heuser
Februar 1910 bis Mai 1911 Fregattenkapitän / Kapitän zur See Hermann Schröder
Mai 1911 bis März 1913 Fregattenkapitän / Kapitän zur See Friedrich Behncke
März 1913 bis 8. Dezember 1914 Fregattenkapitän Johannes Haun

 

 

Schiffsdaten:

Name:  

SMS Leipzig

Land:  

Deutsches Reich

Schiffstyp:  

Kleiner Kreuzer

Klasse:  

Bremen-Klasse

Bauwerft:  

AG Weser, Bremen

Baukosten:  

5.043.000 Mark

Stapellauf:  

21. März 1905

Indienststellung:  

20. April 1906

Verbleib:  

Am 8. Dezember 1914 versenkt

Länge:  

111,1 Meter

Breite:  

13,3 Meter

Tiefgang:  

Max. 5,6 Meter

Verdrängung:  

Max. 3.816 Tonnen

Besatzung:  

288 bis 301 Mann

Antrieb:  

10 Marinekessel
2 3-Zyl.-Verbundmaschinen

Leistung:  

11.116 PS (8.176 kW)

Höchstgeschwindigkeit:  

22,1 kn (41 km/h)

Bewaffnung:  

10 × Schnellfeuergeschütz 10,5 cm L/40 (1.500 Schuss)

10 × Sk 5,3 cm L/55

2 × Torpedorohr ⌀ 45,0 cm (5 Schuss)

 

Panzerung:  

Deck: 20–80 mm
Sülle: 100 mm
Kommandoturm: 20–100 mm
Schilde: 50 mm

 

 

 

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