Max Immelmann

Max Immelmann gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Jagdpiloten des ersten Weltkrieges, dessen bekanntes Flugmanöver, die Immelmann Rolle noch heute bekannt ist und einen Grundstein der Taktiken eines Luftkampfes sind.

 

 

Herkunft und Jugendjahre:

Geboren wurde Max Immelmann am 21. September 1890 als Sohn des des Kaufmanns Franz August und Gertrude Sidonie Immelmann in Dresden.

Aufgewachsen im Dresdner Vorort Weißer Hirsch besuchte Max das Königliche Gymnasium in der Holzhofgasse der Dresdner Neustadt, ab 1902 das Herzogliche Gymnasium Martino-Katharineum in Braunschweig nach dem Umzug der Familie.

1904 zog die Familie wieder zurück nach Dresden.

 

 

Militärische Laufbahn:

Ab April 1905 begann Max Immelmann seinen militärischen Dienst in dem königlich-sächsischen Kadettenkorps als Kadett. Bereits als Kind erkannte Max seine Vorliebe für Technik und Maschinen, sodass er sich nach dem Abschluss seines Abiturs am 4. April 1911 zu dem Eisenbahn-Regiment Nr. 2 in Berlin-Schöneberg versetzen lies, in der Hoffnung dort seiner technischen Begeisterung nach kommen zu können.

Da sich dort jedoch die Tätigkeiten nur auf die Anwendung technischer Bestimmungen beschränkte, verzichtete Max auf eine Offizierslaufbahn, lies sich im April 1912 in die Reserve versetzen und an der Technischen Hochschule in Dresden mit seinem Maschinenbaustudium. In dieser Zeit wurde er auch Mitglied des Luftflottenvereins, was sein Interesse an dem Fliegen bestärkte.

 

Max Immelmann

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges erfolgte auch der Einzug in den Militärdienst für Max Immelmann. Zunächst wurde er seinem alten Regiment zugeteilt und führte Aufsichtsführungen sowie das Üben des Feldbahn Betriebs durch. Eine Bitte um Versetzung zu der Infanterie wurde abgelehnt, dafür konnte Max am 12. November 1914 sich zu der Fliegertruppe versetzen lassen, wo er seine Ausbildung bereits einen Tag später auf dem Flugplatz Johannisthal und in Adlershof stattfand.

Am 31. Januar 1915 flog Immelmann zum ersten mal alleine, am 9. und 11. Februar folgte die Pilotenprüfung und Feldpilotenprüfung, die er bestand. Anschließend wurde er in den Armeeflugpark 3 an die Westfront versetzt, wo er überwiegend Botenflüge durchführte.

Die nächste Versetzung erfolgte am 12. April 1915 zu der Feldflieger Abteilung 10 in Vrizy um dort als Artillerieflieger die ersten Fronterfahrungen zu sammeln. Bereits 2 Wochen später kam die Versetzung zur Feldflieger Abteilung 62 wo Immelmann zunächst als Aufklärer flog. Als der Jagdeinsitzer Fokker E.I, in der Abteilung eingeführt wurde, konnte Immelmann dieses Flugzeug am 30. Juli zum ersten mal Fliegen. Es hatte bereits ein Maschinengewehr, welches mit dem Unterbrechergetriebe das Schießen durch den Propellerkreis ermöglichte und somit als richtiges Jagdflugzeug eingesetzt werden konnte. Am 1. August flogen einige britische Royal Aircraft Factory B.E.2 Bomber über den Flugplatz. Dabei gelang es Immelmann eine der feindlichen Maschinen zur Landung zu zwingen. Für seinen ersten Luftsieg wurde ihm das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen.

In den kommenden Wochen erzielte Immelmann weitere Abschüsse bis er am 12. Januar 1916 seinen achten Abschuss hatte und damit den Pour le Mérite Orden erhielt.

Bis Mitte Juni 1916 hatte Immelmann 15 feindliche Flugzeuge abgeschossen und entwickelte in dieser Zeit eines der bekanntesten Flugmanöver der Geschichte. Die nach Ihm benannte Immelmann Rolle sollte es einem Piloten ermöglichen, sich bei einer Verfolgung hinter das feindliche Flugzeuge zu setzen und dieses bekämpfen zu können. Das Manöver wurde auch noch im zweiten Weltkrieg benutzt. Erst mit dem Aufkommen moderner Raketen und dem Kampf auf die Entfernung, verlor das Manöver seine Bedeutung.

 

Das Immelmann Manöver (Immelmann Rolle)

 

 

 

Verbleib:

In dem Gebiet in dem sich die Flug Abteilung von Max Immelmann aufhielt ging am 18. Juni 1916 mehrfach Fliegeralarm von anrückenden britischen Bombern ein. Immelmann selbst startete gegen 21:30 Uhr mit seiner Maschine um die sich bereits in der Luft befindlichen deutschen Piloten zu unterstützen.

Im Laufe des Gefechtes heftete sich Immelmann an einen zu Boden stürzenden britischen Bomber Typ F.E.2B-Doppeldecker, bis er von dem deutschen Piloten Mulzer abgelöst wurde.

Immelmann ging daraufhin mit seinem Flugzeug in den Steigflug über, wobei dieses in zwei Teile zerbrach und zu Boden stürzte. Immelmann starb bei dem Aufschlag.

Die genauen Absturzursachen und warum das Flugzeug auseinander brach sind bis heute nicht bekannt.

Der Leichnam von Max Immelmann wurde zunächst im Garten des Lazaretts von Douai aufgebahrt,am 25. Juni 1916 nach Dresden überführt und dort unter großer Anteilnahme beigesetzt.

 

Immelmanns Absturzstelle am 19. Juni 1916

 

 

 

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