Minenkreuzer SMS Brummer

Der Minenkreuzer SMS Brummer gehörte mit dem Schwesterschiff Bremse zu den Minendampfer C, einem Schiffstyp der die Seeminen offensiv im Seekrieg einsetzen sollte.

 

Stapellauf und Bauform:

Die Entwicklung der SMS Brummer basiert auf dem Konzept, Seeminen als offensive Waffe im Seekrieg einzusetzen um damit feindliche Schiffe in Häfen festzusetzen oder den Rückzug eigener Schiffe zu decken. Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges befanden sich in der Stettiner Vulcan-Werft 4 leistungsstarke Turbinensätze für den russischen Schlachtkreuzer Neubau Navarin, die nicht mehr ausgeliefert wurden. In den Überlegungen der Marineführung über die Verwendung dieser Turbinen, kam man zu dem Ergebnis diese für sogenannte Minenkreuzer einzusetzen, deren Baukonzept auf Schnelligkeit basierte.

So wurden mit diesen Turbinen die beiden Minenkreuzer der Brummer-Klasse aufgesetzt.

Im Gegensatz zu anderen Kreuzern wurde aus Gewichts- und Platzgründen die Bewaffnung auf 4 15-cm-Geschütze reduziert. Auch die Stärke der Panzerung wurde halbiert, da zum einen großer Wert auf Geschwindigkeit sowie auf Platz für die Seeminen gelegt wurde. Zudem wurde versucht die Minenkreuzer von der Optik und den Aufbauten her den britischen Leichten Kreuzern der Arethusa-Klasse anzupassen, damit die deutschen Schiffe nicht so schnell als solche erkannt werden konnten.

Der Stapellauf der Brummer erfolgte am 11. Dezember 1915, die Indienststellung am 2. April 1916.

 

Seitenzeichnung der Brummer-Klasse

 

 

 

Einsatz im Krieg:

Die SMS Brummer wurde nach Indienststellung der IV. Aufklärungsgruppe zugeteilt und operierte in der Nordsee. Zusammen mit dem Schwesterschiff SMS Bremse wurden alliierten Konvois zwischen Bergen und den Shetlandinseln durch das Verlegen von Minenfeldern angegriffen. Aufgrund der überlegenden britischen Seestreitkräfte blieben größere Unternehmungen jedoch aus. Im Juni 1918 verlegten die beiden Minenkreuzer die letzten Minen in der deutschen Bucht.

Mit den aufkommenden Unruhen und Revolten ab November 1918 wurden die Minenkreuzer in die Ostsee verlegt. Dort lagen sie in Swinemünde vor Anker und wurden mit der Kapitulation des deutschen Reiches außer Dienst gestellt.

 

SMS Brummer

 

 

Verbleib:

Nachdem die Brummer außer Dienst gestellt wurde, musste das Schiff wieder reaktiviert werden, da es nach den Bestimmungen der Kapitulation an Großbritannien mit dem größten Teil der deutschen Hochseeflotte interniert werden sollte.

Das Schiff wurde somit nach Scapa Flow verlegt wo es sich auf Befehl von Konteradmiral Ludwig von Reuter am 21. Juni 1919 selbst versenkte.

Das Wrack wurde anschließend nicht gehoben und liegt immer noch auf dem Meeresgrund.

 

 

Kommandanten:

April 1916 – März 1917 Fregattenkapitän/Kapitän zur See Wilhelm Schulz
März 1917 – November 1917 Fregattenkapitän Max Leonhardi
November 1917 – Dezember 1917 Fregattenkapitän Hans Quaet Faslem
Dezember 1917 – August 1918 Fregattenkapitän Edmund Schulz
August 1918 – November 1918 Korvettenkapitän Theodor von Gorrisen
Internierungskommandant Kapitänleutnant Walter Prahl

 

 

 

 

 

Schiffsdaten:

Name:  

SMS Brummer

Land:  

Deutsches Reich

Schiffstyp:  

Minenkreuzer

Klasse:  

Brummer-Klasse

Bauwerft:  

AG Vulcan, Stettin

Baukosten:  

unbekannt

Stapellauf:  

11. Dezember 1915

Indienststellung:  

2. April 1916

Verbleib:  

Am 21. Juni 1919 in Scapa Flow selbst versenkt

Länge:  

140,4 Meter

Breite:  

13,2 Meter

Tiefgang:  

Max. 5,88 Meter

Verdrängung:  

Max. 5.856 Tonnen

Besatzung:  

309 Mann

Antrieb:  

6 Marinekessel
2 Satz Dampfturbinen

Leistung:  

33.000 PSw

Höchstgeschwindigkeit:  

28 kn

Bewaffnung:  

4 Schnellfeuergeschütz – 15 cm L/45
600 Schuss, 176 hm2 Flak 8,8 cm L/45400 Minen

 

Panzerung:

 

Gürtel: 40 mm
Deck: 15 mm
Geschützschilde: 50 mm
Kommandoturm: 20–100 mm

 

 

 

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