Schwert

Das Schwert war eine Ein- oder Zweischneidige Hieb und Stichwaffe, die je nach Ausführung gerade oder gebogen war.

Bereits in der Bronzezeit waren Dolche, im Grunde die kleine handliche Variante des Schwertes, verbreitet. Nach und nach entwickelte sich die Herstellungstechnik weiter und so konnte die Schneide größer geschmiedet werden, das Schwert entstand. Diese Waffe löste dann auch den Dolch für militärische Zwecke ab und waren in den meisten antiken und mittelalterlichen Kulturen zu finden.

Eine Hochkonjunktur für Schwerter gab es allerdings erst mit der Erfindung des Stahls. Dieses Material war deutlich härter als Bronze und die Eignung für den Gebrauch steigerten sich entsprechend. Den ersten massenhaften Gebrauch von Schwertern ist den römischen Legionen zuzuschreiben. Zwar verwendeten andere Streitkräfte diese Waffe vorher auch schon, die Hauptbewaffnung stellte lange jedoch die Lanze durch ihre günstigere Herstellung da. Der Legionär verwendete den damaligen Typ des Gladius. Dies war ein Kurzschwert mit einer Klingenlänge von ca. 55 cm. Ersetzt wurde das Gladius in der spätrömischen Zeit durch das, wahrscheinlich von keltischen Reitern eingebrachte, Schwert des Typs Spatha. Dieses hatte eine Klingenlänge von 60 cm bis zu 1 Meter und durch seine Größe konnte es zudem nicht nur als Stich sondern auch als Hiebwaffe genutzt werden.

 

Römischer Legionär mit einem Gladiusschwert

Römischer Legionär mit einem Gladiusschwert

 

Im Laufe des Mittelalters waren Schwerter des Typs Spatha mit am häufigsten verbreitet. Ein weiterer Typus war das Sax, dass ein einschneidiges, kürzeres Hiebschwert war und besonders bei den germanischen Stämme weit verbreitet war. Zu dieser Zeit entstanden auch regelrechte mythischen Legenden rund um Schwerter. So gab es in England die Sage um das legendäre Schwert Excalibur, im deutschsprachigen Raum die Sage um Siegfrieds Schwert Balmung aus der Nibelungensage.

Mit Aufkommen immer dickerer Körperpanzerungen mussten auch die Schwerter den neuen Gegebenheiten angepasst werden. So wurden diese immer größer bis sogenannten Anderthalbhänder oder Bastardschwerter mit einer Klingenlänge von über 1 Meter entstanden. Doch auch die Schwerter mussten sich der Einführung der Fernwaffen beugen und so verlierte diese Waffe ihren Nutzen zum Ende des Mittelalters.

 

Mittelalterliches Bastardschwert

Mittelalterliches Bastardschwert

 

Heute dienen Schwerter nur noch bei Paraden als Prunk oder Zierwaffen.

 

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