Uniform

Als Uniform bezeichnet man die einheitliche Bekleidung Angehöriger von Streitkräften um deren Zugehörigkeit zu einer Armee, deren Funktion sowie Rang abzulesen. Des Weiteren werden Uniformen nach der Verwendung in Alltagsuniform, Dienstuniform und Einsatzuniform unterschieden.

 

Uniformen in der Antike:

Die Soldaten in der Antike kämpften üblicherweise in ihren Volkskleidungen.
Die erste einheitliche Ausstattung von Soldaten fand in der Aufstellung der römischen Legionen statt. Durch die Massenanfertigung von Textilien und Rüstungen konnten die Uniformen kostengünstig und somit massenhaft hergestellt werden.

 

Uniformen im Mittelalter:

Nach dem Untergang des weströmischen Reiches und dem Beginn des frühen Mittelalters entfielen wieder die einheitlichen Uniformen der jeweiligen Streitkräfte. Zu dieser Zeit unterhielten die wenigsten Herrscher stehende Heere, im Kriegsfall zogen sie Bauern und Handwerker ein, die mit ihren jeweiligen Berufsbekleidungen in den Kampf zogen. Deutlich besser und zumindest in etwa einheitlich gekleidet waren die Ritter, die Kettenhemden oder Panzerungen trugen. Zur Kennzeichnung war es jedoch üblich, Fahnenträger mit dem Wappen des jeweiligen Herrschers an der Seite zu haben um die Zugehörigkeit zu kennzeichnen.

Im Laufe des Mittelalters gingen jedoch vereinzelte Herrscher und / oder Organisationen über, wieder einheitliche Bekleidung einzuführen wie z.B. der Deutschorden.

 

 

Uniformen in der frühen Neuzeit:

Nach dem Mittelalter prägten Söldnerheere die Kriege, die wie eine Art Firma geführt wurden. So wurden diese in der Regel von der Textilwirtschaft ausgerüstet die neben dem eigentlichen Söldnerheer ebenfalls im Besitz des Unternehmers lag, was seine Gewinne teils beträchtlich steigerte.

 

 

Uniformen im Revolutionszeitalter:

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts gingen die europäischen Staaten wieder dazu über, stehende Heere zu unterhalten. Mit dem Aufkommen der heimischen Textilwirtschaft konnten Kleidungsstücke wieder in Massen und kostengünstig produziert werden und die Streitkräfte mit ihnen ausgerüstet werden. Die Ausführungen richteten sich nach der zivilen Mode und waren oftmals farbenprächtig ausgestattet und bieteten somit keine Tarnmöglichkeiten.

 

 

Uniformen während der Weltkriege:

Mit dem Aufkommen neuer Fernwaffen und der damit eingehenden neuen Taktik der Kriegsführung änderte sich auch das Erscheinungsbild der Uniformen und man Begann ab dem 19. Jahrhundert Tarnfarben in die Streitkräfte einzuführen um die Soldaten besser gegen Feindbeschuss verbergen zu können. Mit Beginn des ersten Weltkrieges waren alle teilnehmenden Streitkräfte bereits mit solchen Uniformen ausgerüstet. So setzte sich in dem deutschen Heer die grau-grüne Uniform durch, womit die Soldaten auf den Schlachtfeldern deutlich besser getarnt waren.

 

Im zweiten Weltkrieg waren die Uniformen farbtechnisch mit denen des ersten Weltkrieges fast identisch. Im Laufe des Krieges wurden jedoch auch die ersten Uniformen mit Tarnmustern eingeführt und z.B. von deutschen Fallschirmjägern und später von Einheiten der Waffen-SS getragen.

 

 

Uniformen in der Moderne:

Nach dem zweiten Weltkrieg setzte sich weltweit das Tarnmuster durch und wurde in fast allen modernen Streitkräften eingeführt. Besonders bekannt sind hierbei das Muster „Woodland“ der US Streitkräfte oder das „Flecktarn“ der deutschen Bundeswehr. Die Tarnmuster unterscheiden sich bei den Uniformen auch nach dem jeweiligen Einsatzort, so sind die Farbe in Wüstengebieten hell und in Waldgebieten grünlich.

 

 

Der Kombattantenstatus bei Uniformen:

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde nach dem humanitären Völkerrecht festgelegt, dass Träger von Uniformen dem Kombattantenstatus rechtlich unterstellt sind und somit in Kriegshandlungen den Regeln der Genfer Konventionen unterliegen. Dies erlaubt Kriegsparteien Angehörige des Kombattantenstatus, im Normalfall Angehörige der feindlichen Streitmacht, zu bekämpfen und zu töten. Aber auch die rechtlichen Grundlagen im Falle der Kriegsgefangenschaft und der Versorgung von Verletzten sollen so geregelt werden.

 

Ausstattung einer Uniform:

Eine Uniform besteht aus einem kompletten Satz der
– Kopfbedeckung
– Oberbekleidung
– Beinbekleidung
– Schuhwerk
– Zubehör wie Orden, Dienstgradabzeichen, Ärmelwappen und Länderfahnen

 

 

Interessant zu wissen:
In Deutschland ist nach § 3 Versammlungsgesetz (VersammlG) das Tragen von Uniformen als Ausdruck einer politischen Gesinnung verboten und nicht nur auf Versammlungen beschränkt. Zudem kann das Tragen einer Uniform oder Uniformteilen der Bundeswehr und / oder einer Behörde die Zivil-Uniformen trägt, wie z.B. die Polizei, als Amtsanmaßung geltend gemacht werden und ist damit strafbar.

 

 

Passende Literatur zum Thema findet Ihr hier:

Deutsche Heeresuniformen und Ausrüstung: 1933-1945

 Deutsche Heeresuniformen und Ausrüstung: 1933-1945 Gebundene Ausgabe – 29. August 2011


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Ein Klassiker in unserem Programm – jetzt im neuen Format und zum sensationell günstigen Preis. An der Qualität des bekannten Werkes hat sich nichts geändert: Die Verbindung von historischen Fotos mit Originalstücken, dokumentiert in modernen Farbaufnahmen, mit der Darstellung in korrekter Tragweise, bietet dem Leser ein Fülle an Vergleichsmöglichkeiten. Zahlreiche Aufnahmen illustrieren einen Großteil der Uniform- und Ausrüstungsstücke, die beim deutschen Heer zwischen 1933 und 1945 verwendet wurden – vom feldgrauen Rock bis zum Klappspaten, von den Ordensschnallen bis zu den Bergschuhen der Gebirgsjäger.

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Die Waffen-SS – Uniformen und Abzeichen: Feldgraue Bekleidung, Tarnbekleidung, Winterbekleidung, Tropenbekleidung, Sonderbekleidung, Abzeichen

 Die Waffen-SS - Uniformen und Abzeichen: Feldgraue Bekleidung, Tarnbekleidung, Winterbekleidung, Tropenbekleidung, Sonderbekleidung, Abzeichen Gebundene Ausgabe – 1. Juli 2013


Die Waffen-SS – Uniformen und Abzeichen: Feldgraue Bekleidung, Tarnbekleidung, Winterbekleidung, Tropenbekleidung, Sonderbekleidung, Abzeichen Gebundene Ausgabe – 1. Juli 2013

Für die bewaffneten Verbände der SS wurde eine eigene Uniformierung eingeführt, die in verschiedenen Details von derjenigen der Wehrmacht abwich. Zunächst waren es nur unbedeutende Unterschiede, die spätere Waffen-SS war jedoch führend bei der Ausstattung ihrer Soldaten mit Tarnbekleidung. Zahlreiche verschiedene Muster wurden erprobt und fanden auch Eingang in spätere Felduniformen. So modifizierte die Schweizer Armee das sog. Leibermuster und die heutige Tarnung der Bundeswehrbekleidung erinnert an das sog. Erbsentarnmuster der Waffen-SS. In diesem Buch werden die umfangreiche feldgraue und Tarnbekleidung sowie alle Sonderbekleidungsstücke in Wort und Bild beschrieben.

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1000 Uniformen

 1000 Uniformen Gebundene Ausgabe – 1. Februar 2008


1000 Uniformen Gebundene Ausgabe – 1. Februar 2008

Uniformen sind ein wichtiger Teil unserer Geschichte. Mit zahlreichen Abbildungen und detaillierten Beschreibungen von Uniformen, Abzeichen und anderen interessanten Einzelstücken dokumentiert dieses Buch die spannende Entwicklung der Militäruniformen von den Anfängen bis heute. Von den farbigen Kriegstrachten des Altertums über die bunten Uniformröcke historischer Truppen bis zum modernen Kampfanzug der Gegenwart werden die wichtigsten Militäruniformen der Welt vorgestellt. Zu den über 100 Ländern, deren Uniformen in diesem Buch vertreten sind, zählen neben zahlreichen historischen Ländern wie etwa Mecklenburg-Schwerin, Alt-Württemberg oder die Konföderierten Staaten von Amerika auch außereuropäische Staaten wie beispielsweise Japan oder Mexiko.Detaillierte Angaben zu jeder dargestellten Uniform, wie Land, Truppenteil, Waffengattung, Rangbezeichnung und Datierung, machen dieses Buch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk der Uniformkunde. Inhalt: Die faszinierende Welt der Uniformen, Von der Kriegstracht zur Uniform -1400 v. Chr. bis 1710, Mit Zopf und Perücke – Die Uniformen des 18. Jahrhunderts, Von den Kriegen Napoleons bis in die Zeit des Biedermeiers -1800 bis 1840, Mit Pickelhelm und Waffenrock, in Khaki und Feldgrau – 1843 bis 1913, Von der Felduniform zum Kampfanzug – 1914 bis 1945, Die Internationalisierung der Uniform -1946 bis heute, Wichtige uniformkundliche Begriffe, Literaturverzeichnis, Verzeichnis der Bildquellen, Verzeichnis der abgebildeten Uniformen nach Ländern, Danksagung

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Tarnuniformen der Wehrmacht und Nachkriegsvarianten

 Tarnuniformen der Wehrmacht und Nachkriegsvarianten Broschiert – 1. Januar 1996


Tarnuniformen der Wehrmacht und Nachkriegsvarianten Broschiert – 1. Januar 1996

Die Deutsche Wehrmacht führte während des Zweiten Weltkriegs nur teilweise Tarnuniformen ein. Die Tarnmuster, die Uniform- und Ausrüstungsstücke, sowie die Weiterentwicklung in Ost und West aus der Nachkriegszeit werden dargestellt.

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Deutsche Auszeichnungen: Kampf- und Tätigkeitsabzeichen des Heeres und der Kriegsmarine1937-1945 (Typenkompass)

 Deutsche Auszeichnungen: Kampf- und Tätigkeitsabzeichen des Heeres und der Kriegsmarine1937-1945 (Typenkompass) Taschenbuch – 14. Februar 2014


Deutsche Auszeichnungen: Kampf- und Tätigkeitsabzeichen des Heeres und der Kriegsmarine1937-1945 (Typenkompass) Taschenbuch – 14. Februar 2014

Jeder der drei Teilstreitkräfte der Wehrmacht besaß eine eigene Reihe von Kampfabzeichen, mit welchen die Kommandanten erfolgreiche Einsätze von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften würdigen konnten. Die Tätigkeitsabzeichen hingegen dienten dem Nachweis erworbener militärischer Fachausbildung. Volker A. Behr setzt in diesem zweiten Band zum Thema »Deutsche Auszeichnungen« die Dokumentation über die Orden und Ehrenzeichen der Wehrmacht fort. Diesmal widmet er sich ausführlich den Kampf- und Tätigkeitsabzeichen von Heer und Kriegsmarine in den Jahren zwischen 1937 und 1945.

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