Albatros G.I und Nachfolge Flugzeuge

Die Albatros G.I war ein von den Albatros Flugzeugwerken 1916 entwickelter Prototyp eines Bombers, der mit 4 Motoren ausgestattet war. Wegen unzureichender Leistung wurden sowohl die G.I als auch die G.II nicht weiter gebaut, erst von der G.III gab es eine größere Stückzahl.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Bereits kurz nach dem Beginn des ersten Weltkrieges zeigte sich, dass die von den Deutschen eingesetzten Zeppeline nicht mehr die Aufgabe der taktischen Bombardierungen übernehmen konnten. Diese waren schlicht zu langsam, schwerfällig und leichte Ziele für die feindliche Flugabwehr und Flugzeuge. Auch häufige Unfälle führten zu einer hohen Verlustzahl an Zeppelinen, was dazu führte, das die deutsche Heeresleitung Ende 1914 an die Flugzeug Hersteller den Auftrag heraus gab, einen mittelschweren Bomber zu entwickeln, der eine Bombenlast von 250 bis 300 Kg tragen konnte und schneller als Zeppeline war.

Die Firma Albatros Flugzeugwerke begann ab 1916 unter der Leitung vom Ingenieur Grohmann mit der Entwicklung eines mittelschweren Bombers. Da die Motoren zu dieser Zeit fast ausschließlich 150 PS stark waren, wurden insgesamt vier Stück verbaut um das hohe Gewicht in Bewegung zu bringen. Da die Leistungen dieses Bomber völlig unzureichend waren, wurden bis auf diesen einen Prototypen keine weiteren Flugzeuge gebaut.

 

Ebenfalls unter der Leitung von Ingenieur Grohmann wurde bereits kurz nach der G.I an einem Nachfolgeflugzeug gearbeitet. Diese Albatros G.II hatte zwar äußerlich starke Ähnlichkeit mit der G.I, war jedoch um einiges kleiner und es wurden nur noch zwei Motoren vom Typ Benz Bz III mit je 150 PS verbaut, die nicht mehr als Zug sondern als Druckmotoren verbaut wurden. Insgesamt wurden von diesem Flugzeug sechs Stück gebaut, die jedoch ausschließlich zur Erprobung genutzt wurden und nicht an die Front geliefert wurden.

 

Erst mit der Albatros G.III und den nun deutlich stärkeren Benz Bz IV mit je 220 PS konnte von der Firma ein einsatzfähiger Bomber entwickelt und produziert werden. Auch bei diesem Modell wurden die Motoren als Druckmotoren verbaut.

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Weder die Albatros G.I noch die G.II wurden an der Front eingesetzt.

Erst einige der wenigen gebauten Albatros G.III Bomber wurden eingesetzt, wobei diese lediglich in Mazedonien geflogen sind. In der zweiten Hälfte von 1917 wurden diese allerdings auch wieder von der Front abgezogen und nicht mehr eingesetzt.

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Albatros G.I
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 12 Meter
Spannweite: 27,3 Meter
Höhe: 4,2 Meter
Gewicht: 3452kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: vier wassergekühlte Sechszylinder Reihenmotoren Benz Bz III mit je 150 PS
Höchstgeschwindigkeit: unbekannt
Reichweite: unbekannt
Bewaffnung: 1 x 7,92 mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehr und bis zu 300 kg Bomben

 

Albatros G.I

 

 

 

Bezeichnung: Albatros G.II
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 11,91 Meter
Spannweite: 17,02 Meter
Höhe: 4,2 Meter
Gewicht: ca. 2000kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei wassergekühlte Sechszylinder Reihenmotoren Benz Bz III mit je 150 PS
Höchstgeschwindigkeit: unbekannt
Reichweite: 600 Kilometer
Bewaffnung: 2 x 7,92 mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehre und bis zu 300 kg Bomben

 

Albatros G.II

 

Albatros G.II

 

 

 

Bezeichnung: Albatros G.III
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 11,89 Meter
Spannweite: 18 Meter
Höhe: 4,2 Meter
Gewicht: 2064kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei wassergekühlte Sechszylinder Reihenmotoren Benz Bz IV mit je 220 PS
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Reichweite: 600 Kilometer
Bewaffnung: 2 x 7,92 mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehre und bis zu 300 kg Bomben

 

Albatros G.III

 

Albatros G.III

 

Albatros G.III

 

 

 

 

 

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