Junkers D.I

Die Junkers D.I war eines der wenigen ganzmetall Flugzeuge, die zum Ende des Krieges von der Junkers-Fokker A.G. gebaut wurden. Erst im Oktober 1918 an die Front verlegt, kamen diese Flugzeuge zu spät um noch in den Luftkrieg eingreifen zu können.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Basierend auf den Erfahrungen der Junkers J 7 wurde Anfang 1918 mit der Entwicklung eines Nachfolge Modells gearbeitet. Zuvor wurden auf Druck der deutschen Regierung die beiden Firmen Fokker Aeroplanbau und Junkers & Co. zu der Junkers-Fokker Werke AG zusammengelegt, sodass sowohl Junker als auch Fokker selbst an der Entwicklung beteiligt waren.

Das besondere an der D.I war das Duraluminium Wellblech, womit das Flugzeug fast vollständig ummantelt war. Die Erfahrungen mit diesem Material zeigten, dass diese Flugzeuge deutlich besser gegen Beschuss und Witterungseinflüsse geschützt waren und somit den sonst üblichen Konstruktionen aus Holz überlegen waren. Allerdings führte diese Entwicklung auch dazu, dass sowohl viele Piloten als auch hochrangige Militärs skeptisch gegenüber diesen Flugzeugen auftraten und diese als nicht zukunftsträchtig hielten.

Im April 1918 erfolgte der Erstflug des Prototypen, im Mai wurde dieser zu dem Flug Wettbewerb in Berlin Adlershof angemeldet. Zu dieser Zeit noch mit dem 185 PS starken BMW IIIa Motor ausgerüstet, konnte das Flugzeug nur wenige Anwesende überzeugen. Erfolgreiche Flieger wie Bruno Loerzer oder Hermann Göring hielten das Flugzeug eher für die Bekämpfung von Ballons geeignet denn als Jagdflugzeug. Zu den wenigen Fürsprechern zählte der Marineoffizier Gotthard Sachsenberg.

Trotz der Vorbehalte wurden zunächst 20 Flugzeuge bestellt, bis zum Oktober 1918 wurden insgesamt 28 Maschinen an die Front gebracht.

 

 

Junkers D.I

 

Junkers D.I

 

Junkers D.I

 

 

Junkers D.I

 

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Im Oktober 1918 gelangten die 28 gebauten Junkers D.I die Westfront bei Flandern. Über ihre Einsätze ist nichts bekannt.

Wenige Wochen später musste das Deutsche Reich den Bestimmungen des Waffenstillstandes zustimmen. Einige der verbliebenen Flugzeuge wurden noch bis 1919 im Baltikum beim Kampf gegen die Kommunisten eingesetzt.

Das einzige noch erhaltende Exemplar einer Junkers D.I steht heute im Musée de l'Air et de l'Espace. Dieses Flugzeug fiel den französischen Truppen in die Hände als die deutsche Armee sich aus Belgien zurückziehen musste und das Flugzeug auf dem Flugplatz zurück lies.

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Junkers D.I
Land: Deutsches Reich
Typ: Jagdflugzeug
Länge: 7,25 Meter
Spannweite: 9,08 Meter
Höhe: 2,25 Meter
Gewicht: 654kg leer
Besatzung: Max. 1
Motor: wassergekühlter 6-Zylinder Reihenmotor Benz Bz IIIaü 185 PS
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
Reichweite: 300 Kilometer
Bewaffnung: 2 synchronisierte Maschinengewehre 7,92 mm LMG 08/15

 

 

 

 

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