Panzerkreuzer HMS Antrim

Der Panzerkreuzer HMS Antrim gehörte mit fünf weiteren Schiffen der Devonshire-Klasse an und wurde überwiegend im Küstenschutz von der Royal Navy eingesetzt.

 

Stapellauf und Bauform:

Die Schiffe der Devonshire-Klasse gingen aus den Erfahrungen mit der Monmouth-Klasse hervor. Da diese Klasse jedoch zu schwach bewaffnet war, sollten die Schiffe der Devonshire-Klasse größere Geschütze tragen und auch die Mittelartillerie verstärkt werden. Zudem wurde auch der Seitenpanzer verstärkt und etwas weiter nach unten gerückt.

Bis auf einen zusätzlichen Schornstein, nun vier und nicht mehr drei unterschieden sich die Schiffe der Devonshire-Klasse äußerlich kaum von denen der Monmouth-Klasse.

Um einige neue Antriebssysteme zu testen wurden auch in allen sechs Schiffen unterschiedlich Anlagen mit einer Mischung von zylindrischen Kesseln und Wasserrohrkesseln verbaut. Dies führte jedoch dazu, dass zum einen der Kohleverbrauch deutlich über dem Wert anderer Schiffe lag, zum anderen waren die Ergebnisse nicht zufriedenstellend. Andere Schiffe die zeitgleich gebaut wurden zeigten später deutlich bessere Werte in der Geschwindigkeit und in dem Verschleißt der Antriebsanlage.

Der Stapellauf der HMS Antrim erfolgte am 8. Oktober 1903, die Indienststellung am 23. Juni 1905.

 

 

HMS Antrim

 

HMS Antrim

 

Seitenturm der HMS Antrim

 

 

 

 

Werdegang der HMS Antrim:

Nach der Indienststellung wurde das Schiff zunächst dem 1. Kreuzergeschwader, im März 1907 dann dem 2. Kreuzergeschwader zugeteilt.

Vom 8. September 1908 bis Laufe des Jahres 1909 war die Antrim an der Rundreise der britischen Stationen in Afrika und Südamerika beteiligt. Dabei wurden unter anderem Kap Verde, Port Elizabeth, Kapstadt und zum Schluss Rio de Janeiro angelaufen. Nach der Reise wurde es dem 3. Kreuzergeschwader der Home Fleet in Gibraltar zugeteilt.

 

 

 

Einsatz im Krieg:

Mit Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde die HMS Antrim zur Sicherung der britischen Ostküste eingesetzt.

Im Dezember 1914 war das Schiff an der Suche nach den deutschen Kriegsschiffen beteiligt, die britische Küstenstädte beschossen. Die Suche wurde jedoch ergebnislos abgebrochen.

Nach dem Untergang der HMS  Hampshire im Juni 1916 wurde die Antrim in das Weiße Meer geschickt um dort die Sicherung zu übernehmen. Ende des Jahres erfolgte die Verlegung in den Pazifik zur Sicherung North America and West Indies Station. Diese Aufgabe bestand bis Kriegsende.

 

 

Verbleib:

Nach dem Krieg wurde die HMS Antrim wieder zurück nach Großbritannien beordert und dort in Nore der Reserve zugeteilt.

Nachdem das Schiff für Versuche mit Technik für Funkübertragung und die Unterseebootsjagd ausgerüstet wurde, wurde es im März 1920 wieder in den aktiven Dienst gestellt und diente zwei Jahre lang zur Erprobung neuer Technologien und später zur Ausbildung von Soldaten.

Nachdem es schließlich außer Dienst gestellt wurde, wurde es am 19. Dezember 1922 an die Firma Hughes Bolckow verkauft, die das Schiff ab dem März 1923 in Blyth verschrotteten.

 

 

 

Schiffsdaten:

Name:  

HMS Antrim

Land:  

Großbritannien

Schiffstyp:  

Panzerkreuzer

Klasse:  

Devonshire-Klasse

Bauwerft:  

John Brown, Clydebank

Baukosten:  

rund 850.000 Pfund Sterling

Stapellauf:  

8. Oktober 1903

Indienststellung:  

23. Juni 1905

Verbleib:  

Am 19. Dezember 1922 verkauft und ab März 1923 in Blyth verschrottet

Länge:  

144,42 Meter

Breite:  

20,89 Meter

Tiefgang:  

Max. 7,32 Meter

Verdrängung:  

Max. 10.850 Tonnen

Besatzung:  

655 Mann

Antrieb: 17 Yarrow-Wasserrohr- und 6 zylindrische-Dampfkessel

2 vierzylindrige Dreifach-Expansionsmaschinen

Leistung:  

21.000 PSi

Höchstgeschwindigkeit:  

22 kn

 

Bewaffnung:

 

4 × 191 mm-Mk.I-Geschütze

6 × 152 mm-Mk.VII-Geschütze

6 × 102 mm-Mk.V-Geschütze

2 × 12-pdr-76 mm-Schnellfeuer-Geschütze

18 × 47-mm-3 Pfünder-Geschütze

2 × 45,7-cm-Torpedorohre unter Wasser

Panzerung:  

Gürtelpanzer 51–152 mm

Kasematten 152 mm

Deck 51 mm

Kommandoturm 305 mm

Barbetten 127 bis 152 mm

 

 

 

 

 

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