Siemens-Schuckert D.I

Die Siemens-Schuckert D.I war ein fast identischer Nachbau einer erbeuteten französischen Nieuport 11, die lediglich geringfügige Veränderungen aufwies. Trotz dieser Kopie galt das Flugzeug bei der Einführung 1917 schon als veraltet und wurde nur noch wenig an der Westfront eingesetzt.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Anfang 1916 wurde die Unterlegenheit der deutschen Eindecker von Fokker gegenüber den alliierten Flugzeugen immer deutlicher. Als den Deutschen eine moderne französische Nieuport 11 in die Hände fiel, wurde dieses an die deutschen Flugzeug Hersteller weiter gegeben mit dem Auftrag, ein besseres oder zumindest ebenbürtiges Flugzeug herzustellen.

Auch die Siemens-Schuckert Werke erhielten Zugang zu dem französischen Flugzeug, doch im Gegensatz zu den anderen Herstellern kopierten diese die Technik einfach. Lediglich einzelne Änderungen gab es bei der Ausrüstung mit dem Motor, da im deutschen Flugzeug der 110 PS starke Siemens-Halske Sh.I Umlaufmotor verbaut wurde und damit die Motorhaube und die Propellerabdeckung angepasst werden mussten.

Nachdem der Auftrag über 150 Flugzeuge von der deutschen Heeresleitung ausgegeben wurde, kam es bereits kurz nach dem Beginn der Produktion zu Lieferschwierigkeiten mit dem Motor. Aus diesem Grund wurden von den ursprünglich geplanten 150 Flugzeugen nur 95 gebaut.

 

Siemens-Schuckert D.I

 

Siemens-Schuckert D.I

 

Siemens-Schuckert D.I

 

Siemens-Schuckert D.I der Jagdstaffel 5

 

Siemens-Schuckert D.I der Jagdstaffel 7

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Anfang 1917 kamen die ersten Siemens-Schuckert D.I Flugzeuge an die Westfront. Zu diesem Zeitpunkt hatten sowohl die Alliierten bereits neue Flugzeuge und auch den deutschen Albatros Flugzeugen war die Siemens-Schuckert D.I unterlegen. Einen weiteren Mangel stellte die Bewaffnung da, da das Flugzeug lediglich mit einem Maschinengewehr ausgerüstet war und nicht wie die meisten anderen bereits mit zwei.

So kam es, dass diese Flugzeuge nur kurze Zeit an der Front eingesetzt wurden und anschließend zur Ausbildung von Piloten genutzt wurde.

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Siemens-Schuckert D.I
Land: Deutsches Reich
Typ: Jagdflugzeug
Länge: 6 Meter
Spannweite: 8,18 Meter
Höhe: 2,59 Meter
Gewicht: 444kg leer
Besatzung: Max. 1
Motor: luftgekühlter Umlaufmotor Siemens-Halske Sh.I 110 PS
Höchstgeschwindigkeit: 172 km/h
Reichweite: 350 Kilometer
Bewaffnung: 1 x synchronisiertes Maschinengewehr 7,92 mm LMG 08/15

 

 

 

 

 

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