Technikzeitalter Archive - Militär Wissen https://www.militaer-wissen.de/category/typenkompass/technikzeitalter/ Alles Rund um das Thema Militär, Armeen und Waffentechnik Thu, 11 Oct 2018 04:11:35 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.5.4 68829123 Schlachtschiff HMS Dreadnought https://www.militaer-wissen.de/schlachtschiff-hms-dreadnought/ Mon, 25 Jul 2016 10:34:59 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7587 Die HMS Dreadnought sollte bei ihrem Stapellauf alle anderen Kriegsschiffe in den Schatten stellen und stellte zugleich die Grundlage für einen neuen Typus von gewaltigen Schlachtschiffen der nächsten Jahrzehnte.     Stapellauf und Bauform: In nur 427 Tagen wurde die HMS Dreadnought auf der Marinewerft Portsmouth in England gebaut. Der Stapellauf erfolgte am 10. Februar 1906 und stellte alle bis dahin gebauten Schlachtschiffe Weiter lesen

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Die HMS Dreadnought sollte bei ihrem Stapellauf alle anderen Kriegsschiffe in den Schatten stellen und stellte zugleich die Grundlage für einen neuen Typus von gewaltigen Schlachtschiffen der nächsten Jahrzehnte.

 

 

Stapellauf und Bauform:

In nur 427 Tagen wurde die HMS Dreadnought auf der Marinewerft Portsmouth in England gebaut. Der Stapellauf erfolgte am 10. Februar 1906 und stellte alle bis dahin gebauten Schlachtschiffe in den Schatten. Ziel dieses Bau war es, die Vormachtstellung der Royal Navy zu bekräftigen und die Marine Führung besonders in Frankreich, Russland und Deutschland einzuschüchtern.

Als Antrieb dienten erstmals Dampfturbinen mit einer Leistung von 26.350 PS die das Schiff auf eine Höchstgeschwindigkeit von 22,4 Knoten brachte.

 

HMS Dreadnought

HMS Dreadnought

 

Auch wurde die Bewaffnung auf eine einheitliche schwere Artillerie ausgelegt mit einem Kaliber von 30,5cm.

Die größte Schwäche des Schiffstyps war allerdings die Anordnung des Hauptmastes mit dem Artillerieleitstand hinter dem ersten Schornstein, da der Schornsteinrauch feindliche Schiffe verdecken und somit das Zielen erschweren konnte.

 

An- und Draufsicht der HMS Dreadnought

An- und Draufsicht der HMS Dreadnought

 

 

 

Werdegang der HMS Dreadnought:

Die Indienststellung erfolgte am 3. Dezember 1906 als Flaggschiff der Home Fleet und der ersten Division bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges.

Während des Krieges wurde die Dreadnought in die Grand Fleet versetzt, bis es 1916 als Flaggschiff in einem Geschwader älterer Linienschiffe versetzt wurde.

Die einzige Kampfhandlung während des Krieges bestand in der Aufbringung des deutschen U-Bootes U-29. Dieses wurde am 18. März 1915 von der Dreadnought gerammt und damit versenkt.

 

HMS Dreadnought

HMS Dreadnought

 

 

 

Das Ende der HMS Dreadnought:

Nach dem Krieg wurde das Schiff im Februar 1919 der Reserveflotte zugeteilt. Anfang 1920 wurde es schließlich ausser Dienst gestellt und im Mai des gleichen Jahres an eine Verschrottungsfirma verkauft, die ab 1923 mit der Verschrottung begann.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Großlinienschiff
Land England
Stapellauf 10. Februar 1906
Verbleib 1923 verschrottet
Antrieb 18 Babcock Kessel, 4 Satz Parsons Turbinen mit 26.350 PS
Länge 160,6 Meter
Breite 25 Meter
Tiefgang max. 8 Meter
Verdrängung 21.845 Tonnen
Geschwindigkeit 22,4 Knoten
Panzerung 19 bis 279mm
Bewaffnung 10 x 30,5cm Geschütze

27 x 76,2mm Geschütze

5 Torpedorohre

Besatzung 695 bis 773 Mann

 

 

 

 

 

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U-Boot USS Holland (SS-1) https://www.militaer-wissen.de/u-boot-uss-holland-ss-1/ Mon, 25 Jul 2016 08:15:27 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7576 Die USS Holland war das erste U-Boot der US Navy nach dem Bürgerkrieg und verfügte mit ihrem gekoppeltem Antrieb aus Elektromotor und Dieselantrieb sowie über zwei Torpedoschächte über technische Merkmale, die nicht nur zur damaligen Zeit einen enormen Fortschritt bedeuteten, sondern vom Prinzip bis heute noch verwendet wird.     Stapellauf und Bauform: Die Grundlagen für den Bau der Holland bildeten Weiter lesen

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Die USS Holland war das erste U-Boot der US Navy nach dem Bürgerkrieg und verfügte mit ihrem gekoppeltem Antrieb aus Elektromotor und Dieselantrieb sowie über zwei Torpedoschächte über technische Merkmale, die nicht nur zur damaligen Zeit einen enormen Fortschritt bedeuteten, sondern vom Prinzip bis heute noch verwendet wird.

 

 

Stapellauf und Bauform:

Die Grundlagen für den Bau der Holland bildeten die U-Boote, die bereits ab 1879 von dem aus Irland emigrierten John Philip Holland konzipiert wurden. Bei der Ausschreibung der US Navy im Jahre 1888 reichte Holland ebenfalls Konzepte von neuen U-Booten ein. Die Marineführung entschied sich für dessen Konzepte, aufgrund der finanziellen Lage wurde der Auftrag zum Bau im Jahre 1895 erteilt.

Der erste Prototyp für die Navy war die 1897 gebaute Plunger. Diese hatte jedoch noch einige Mängel an dem neuen Antriebssystem, das erstmals aus einer Kombination von Elektromotor und Dieselmotor bestand, um während der Überwasserfahrt mit dem Dieselmotor die Batterien laden zu können.

 

Scientific American Bild der Holland um 1898

Scientific American Bild der Holland um 1898

 

Im selben Jahr wurde auch die USS Holland vom Stapel gelassen, deren Technik fortschrittlicher war und die nicht mehr so viele Mängel hatte. Mit diesem Boot gelang für John Philip Holland der endgültige Durchbruch, da es ihm gelang, die neue Antriebstechnik der gekoppelten Motoren, Haupt- und Hilfstanks sowie die Abschussvorrichtung für Torpedos in einem U-Boot zu vereinen.

 

USS Holland (SS-1)

USS Holland (SS-1)

 

Gebaut wurde die Holland auf der Crescent-Schiffswerft in Elizabeth, New Jersey, der Stapellauf erfolgte am 17. Mai 1897.

Das Antriebssystem war eine Kopplung aus einem 34kW starken Ottomotor, der die 66 Zellenbatterien mit 56kW während der Überwasserfahrt aufladen konnte. Mit diesem antrieb erreichte das Boot eine Geschwindigkeit über Wasser von 8 Knoten und unter Wasser von 5 Knoten.

John Philip Holland war sich der Tatsache bewusst, dass er weitere Aufträge von der US Navy nur bekommen würde, wenn das Gesamtkonzept der U-Boote einen entscheidenden militärischen Vorteil bieten würde. Somit erwarb er von der Firma E. W. Bliss einen Torpedo samt Abschussvorrichtung, die er an dem Boot testen lies. Als sich die Tests als positiv herausstellten, wurden weitere Torpedos geordert.

 

USS Holland im Trockendock

USS Holland im Trockendock

 

 

 

Werdegang der USS Holland:

Die erfolgreichen Tests der Holland und der militärische Wert veranlassten die USA, das Schiff am 11. April 1900 für eine Summe von 150.000 Dollar zu kaufen und in die US Navy zu integrieren. Es folgten weitere Aufträge für den Bau von U-Booten, die später in der Plunger-Klasse zusammengeführt wurden.

Den größten Teil der Dienstzeit wurden auf der USS Holland Kadetten der United States Naval Academy zu U-Boot Fahrern ausgebildet. Ab dem Sommer 1901 wurden auch Torpedo Abschüsse durchgeführt.

 

Querschnittskizze der USS Holland

Querschnittskizze der USS Holland

 

 

 

Das Ende der USS Holland:

Am 20. Juli 1905 lief das Boot in die Norfolk Navy Yard zur Reparatur ein. Da die Batterien jedoch in einem völlig desolaten Zustand waren, wurden diese ausgebaut, jedoch nicht durch neue ersetzt. Am 24. Juni 1907 wurden die Reparaturarbeiten abgebrochen, das Boot am 21. November 1910 ausser Dienst gestellt und der United States Naval Academy übergeben.

Diese verkaufte das Boot am 18. Juni 1913 an die Henry A. Hitner’s Sons Company, die es nach Petty Island schleppen ließen. Anfang 1916 wurde der Rest des Bootes nach in das Commercial Museum verlegt, wo es ausgestellt wurde. Weitere Ausstellungen folgten bis das Boot letztendlich 1932 verschrottet wurde.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Versuchs U-Boot
Land USA
Stapellauf 17. Mai 1897
Verbleib Am 18. Juni 1913 verkauft

1932 verschrottet

Antrieb Ottomotor mit 34kW

Elektromotor mit 56kW

Länge 16,4 Meter
Breite 3,1 Meter
Tiefgang 2,6 Meter
Verdrängung 65 Tonnen aufgetaucht
Geschwindigkeit 8 Knoten über Wasser

5 Knoten unter Wasser

Bewaffnung 1 x 18 Zoll Torpedorohr

8,4 Zoll Deckgeschütz

Besatzung 6 Mann

 

 

 

 

 

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U-Boot Gymnote (Q 1) https://www.militaer-wissen.de/u-boot-gymnote-q-1/ Sun, 24 Jul 2016 06:44:44 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7571 Das U-Boot Gymnote (zu deutsch: Zitteraal) war bereits das zweite U-Boot der französischen Marine und neben dem spanischen U-Boot Isaac Peral das erste mit Elektroantrieb.     Stapellauf und Bauform: Nach einer kurzen Phase der Begeisterung für die Entwicklung von U-Booten ab Mitte des 19. Jahrhunderts, schwand das Interesse der Marineführung der Großmächte nach einigen Fehlschlägen wieder an der neuen Waffe. Weiter lesen

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Das U-Boot Gymnote (zu deutsch: Zitteraal) war bereits das zweite U-Boot der französischen Marine und neben dem spanischen U-Boot Isaac Peral das erste mit Elektroantrieb.

 

 

Stapellauf und Bauform:

Nach einer kurzen Phase der Begeisterung für die Entwicklung von U-Booten ab Mitte des 19. Jahrhunderts, schwand das Interesse der Marineführung der Großmächte nach einigen Fehlschlägen wieder an der neuen Waffe. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden in Ländern wie Spanien, den USA und Frankreich wieder Forschungen und Entwicklungen gefördert.

Einen großen Anteil an dem wieder steigenden Interesse war die Entwicklung des Elektromotors von dem Franzosen Goubet im Jahre 1881. Damit konnten die Schiffe ohne Muskelkraft betrieben werden, was einen deutlichen Fortschritt bedeutete.

Somit kam die französische Marineführung der Forderung von dem französischen Schiffskonstrukteur Henri Dupuy de Lôme und Gustave Zédé nach, die den Entwurf der Gymnote vorgelegt hatten. 1886 wurde dann der Bauauftrag an die Werft in Toulon vergeben, die das Schiff am 24. September 1888 vom Stapel ließen.

Die Baustruktur der Gymnote war ein Einhüllenboot, womit die Druckkörperhülle des U-Boots mit dem Schiffsrumpf identisch ist. Die Gesamtlänge betrug 17,8 Meter mit einer Verdrängung von 31 Tonnen im aufgetauchten Zustand.

Insgesamt warn in dem Schiff 564 Bleiakkumulatoren verbaut, die den Hauptmotor mit einer Leistung von 55 PS antrieben. Damit erreichte die Gymnote aufgetauch eine Geschwindigkeit von bis zu 7,3 Knoten und eine Reichweite von 120 Kilometern.

Da das Schiff nicht wie spätere Modelle über einen Verbrennungsmotor verfügte um die verbauten Batterien selbstständig wieder aufzuladen, waren die Einsatzmöglichkeiten immer auf die Ladestation auf dem Land ausgerichtet.

Um die Probleme während der Tauchgänge zu lösen, die dazu geführt hatten, dass das erste U-Boot Plongeur öfters den Bug in den Meeresboden rammte, wurden bei der Gymnote zwei Paar Tiefenruder verbaut.

Die Bewaffnung des Bootes, wenn auch nur zu Testzwecken, bestand aus zwei 14-Zoll-Torpedos die an einer am Rumpf angebrachten Ablaufgestelle befestigt waren.

1898 erfolgte eine Modernisierung des Elektroantriebes, womit die PS auf 90 stiegen. Zudem wurde ein Turm auf den Rumpf gesetzt.

 

Gymnote

Gymnote

 

 

 

Werdegang der Gymnote:

Das U-Boote diente der französischen Marine ausschließlich zu Testzwecken. Hierfür absolvierte das Boot insgesamt rund 2.000 Tauchfahrten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse über diese neue Waffentechnik veranlasste die französische Marine bereits 1893 ein noch größeres U-Boot vom Stapel laufen zu lassen. Damit entwickelte sich Frankreich zu der führenden Nation im U-Boot Bau bis zum 1. Weltkrieg.

 

 

 

Das Ende der Gymnote:

Am 19. Juni 1907 sank die Gymnote, als das U-Boot in einem Dock in der Werft Toulon lag. Zwar wurde das Schiff wieder gehoben, aufgrund der bereits neuen, verbesserten U-Boote über die die französische Marine verfügte, wurde das Schiff 1908 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Versuchs U-Boot
Land Frankreich
Stapellauf 24. September 1888
Verbleib Am 19. Juni 1907 gesunken, 1908 nach Bergung aus Schiffsliste gestrichen
Antrieb Elektromotor, Verstellpropeller
Leistung 55 PS, nach Modernisierung 90 PS
Länge 17,8 Meter
Verdrängung 31 Tonnen aufgetaucht
Geschwindigkeit Bis 7,3 Knoten aufgetaucht

Bis 4,3 Knoten getaucht

Bewaffnung 2 x 14 Zoll Torpedos
Besatzung 5 Mann

 

 

 

 

 

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U-Boot Plongeur https://www.militaer-wissen.de/u-boot-plongeur/ Thu, 21 Jul 2016 03:30:26 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7565 Das U-Boot Plongeur (zu deutsch: Taucher) war das erste in Frankreich entwickelte U-Boot und zugleich das erste U-Boot, dass nicht durch Muskelkraft angetrieben wurde.     Stapellauf und Bauform: Die Entwicklung der Plongeur geht auf den französischen Kapitän Siméon Bourgeois zurück, der mit dem Bau und dem Einsatz von Unterseebooten die englische Vorherrschaft auf dem Meer zerstören wollte. Da, im Gegensatz zu anderen europäischen Weiter lesen

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Das U-Boot Plongeur (zu deutsch: Taucher) war das erste in Frankreich entwickelte U-Boot und zugleich das erste U-Boot, dass nicht durch Muskelkraft angetrieben wurde.

 

 

Stapellauf und Bauform:

Die Entwicklung der Plongeur geht auf den französischen Kapitän Siméon Bourgeois zurück, der mit dem Bau und dem Einsatz von Unterseebooten die englische Vorherrschaft auf dem Meer zerstören wollte. Da, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern, die Marineführung diese neue Waffentechnik begrüßte und unterstütze, begann der Bau des Bootes bereits 1859. Der Stapellauf der Plongeur erfolgte 1863.

 

Plongeur

Plongeur

 

Ebenso wie die CSS Hunley wurde bei der Plongeur Wert auf das Stromlinienförmige Aussehen geachtet, um den Widerstand unter Wasser so gering wie möglich zu halten.

Das besondere an diesem Boot war der Antrieb, der nicht wie bis dahin durch Muskelkraft bestand, sondern erstmals in Form von Druckluft. Hierfür waren insgesamt 23 Behälter in dem Boot verbaut in denen 153 Kubikmeter Druckluft lagerten, was der Grund für die enorme Größe darstellte. Die Leistung der Druckluftmaschine entsprach 80 PS.

Die Bewaffnung bestand bei der Plongeur aus einem Spierentorpedo, was nichts anderes als eine Lanze am Bug war, die mit einem Sprengkörper ausgestattet war. Die Angriffstaktik bestand in dem Rammen des feindlichen Schiffes, der Plazierung der Sprengladung und bei Zurücksetzen die Zündung.

 

 

 

Werdegang der Plongeur:

Ihre erste Fahrt erfolgte am 6. Oktober 1863, anschließende Tests wurden in dem Fluss Charente unter dem Kommando von Marie-Joseph-Camille Doré durchgeführt.

Im November sollten zunächst in Barques Tauchtests durchgeführt werden, aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde dies jedoch in La Rochelle nachgeholt. Am Am 14. Februar 1864 lief das Boot bei einer Testfahrt auf eine Mole, als Druckluftzufuhr nicht mehr kontrolliert werden konnte. Bei den Tauchfahrten, deren maximale Tauchtiefe bei neun Metern lag, zeigte sich die Schwachstelle des Schiffes, da der Tauchgang kaum zu kontrollieren war und der Bug regelmäßig in den Boden rammte. Erst mit dem zweiten französischen U-Boot, der Q 1 Gymnote, konnte dieses Problem behoben werden.

 

1863 die Plongeur im Schlepptau der La Vigie

1863 die Plongeur im Schlepptau der La Vigie

 

Während des deutsch-französischen Krieges drängte der Kommandant Doré die Marineführung zu einem Einsatz gegen die deutsche Marine. Da die Führung sich jedoch der Überlegenheit der Überwasserschiffe bewusst war, lehnten sie den riskanten Einsatz der neuen Waffe ab.

Die Ausserdienststellung des Schiffes erfolgte im Jahre 1872, nachdem sich keine Einsatzmöglichkeiten mehr ergaben. Nach dem Umbau zu einem Wassertankschiff wurde die Plongeur am 1. Januar 1873 bereits wieder in den Dienst gestellt. Für den Umbau wurde sie mit einer Dampfmaschine ausgestattet, die 120 PS lieferte.

 

Plongeur als Wassertanker

Plongeur als Wassertanker

 

 

 

Das Ende der Plongeur:

1898 erfolgte die letzte Modernisierung der Plongeur, als ihre Dampfmaschine gegen die des Torpedobootes Torpilleur No. 74 ausgetauscht wurde. Nachdem ihr Liegehafen in Rochefourt 1927 geschlossen wurde, wurde das Schiff nach Toulon verlegt, wo es am 25. Dezember 1935 endgültig ausser Dienst gestellt wurde. Am 26. Mai 1937 wurde es verkauft und verschrottet.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp U-Boot
Land Frankreich
Stapellauf 1863
Verbleib Am 26. Mai 1937 zur Verschrottung verkauft
Länge 43 Meter
Verdrängung 426 Tonnen
Bewaffnung Ein Spierentorpedo
Besatzung 12 Mann

 

 

 

 

 

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U-Boot CSS Hunley https://www.militaer-wissen.de/u-boot-css-hunley/ Thu, 21 Jul 2016 02:27:33 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7552 Neben Europa entwickelten auch die USA im 19. Jahrhundert die ersten Unterseeboote die für militärische Zwecke eingesetzt wurden. Eines der ersten und bekanntesten war die CSS Hunley der konföderierten Staaten, das als erstes U-Boot der Geschichte ein feindliches schiff zerstörte.     Stapellauf und Bauform: Die Erfahrungen im amerikanischen Bürgerkrieg und die totale Unterlegenheit der konföderierten Marine der Nordstaaten Marine Weiter lesen

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Neben Europa entwickelten auch die USA im 19. Jahrhundert die ersten Unterseeboote die für militärische Zwecke eingesetzt wurden. Eines der ersten und bekanntesten war die CSS Hunley der konföderierten Staaten, das als erstes U-Boot der Geschichte ein feindliches schiff zerstörte.

 

 

Stapellauf und Bauform:

Die Erfahrungen im amerikanischen Bürgerkrieg und die totale Unterlegenheit der konföderierten Marine der Nordstaaten Marine gegenüber, veranlasste die Marineführung der Südstaaten auf unkonventionelle Taktiken zurückgreifen.

Aus diesem Grund entwickelte der Marineingenieur Horace Lawson Hunley einige Konzepte für U-Boote, die gegen die Blockade der Kriegsschiffe der Nordstaaten eingesetzt werden sollten. Das bekannteste Boot von ihm ist die CSS Hunley. Dieses U-Boot lies Hunley mit Privatgeldern im Jahre 1863 von der Firma Park and Lyons in Mobile / Alabama bauen.

Ausgelegt war das Boot für eine Besatzung von neun Männern, wobei einer die Steuerung übernahm und die restliche Besatzung die Handkurbel für einen Flügelpropeller im Heck bedienten. Die Steuerung selbst wurde durch ein Tiefen- und ein Seitenruder vorgenommen. Über zwei Ballasttanks, einer im Bug und einer im Heck, die über Handpumpen gefüllt und geleert wurden, konnte man die Tauchtiefe einstellen. Die Handpumpen dienten im Notfall auch dem Abpumpen von eindringendem Wasser.

 

Schnittzeichnung der CSS Hunley

Schnittzeichnung der CSS Hunley

 

Aufriss der CSS Hunley

Aufriss der CSS Hunley

 

Die Außenhülle bestand aus Stahlplatten, die an der Konstruktion vernietet waren. Um einen geringeren Strömungswiederstand zu bewirken, wurden die Nieten während des Bau bündig geschliffen.

Zur Bewaffnung gehörte lediglich eine ca. fünf Meter lange Lanze am Bug des Schiffes an dessen Ende sich ein Sprengkörper befand. Diese Lanze sollte von dem U-Boot in das feindliche Schiff gerammt werden und beim Rückwärtsfahren der Sprengkörper gezündet.

Der Stapellauf erfolgte im Juli 1863.

 

CSS Hunley

CSS Hunley

 

 

 

Werdegang der CSS Hunley:

Nach dem Stapellauf erfolgten einige Testfahrten. Auf einer dieser Testfahrten starben einige der Besatzungsmitglieder. Hunley selbst wurde anschließend mit seinem Boot nach Charleston beordert, um die dortige Hafenblockade der Marine der Nordstaaten mit seinem U-Boot zu durchbrechen. Nachdem Hunley noch auf einige Testfahrten bestand, wurde das Boot von der Marine beschlagnahmt.

Am 29. August 1863 wurde der erste Angriffsversuch auf die Schiffe der Nordstaaten durchgeführt. Bei diesem machte der Kommandant jedoch einen Bedienungsfehler was zum Untergang des U-Bootes führte.

Nach der Bergung und der Entfernung der Leichen, wurde das Boot wieder Seetüchtig gemacht und Hunley selbst übernahm das Kommando. Doch auch mit ihm sank das Boot am 15. Oktober 1863, wobei Hunley und sieben Besatzungsmitglieder starben.

Wieder wurde das Boot geborgen und repariert, um in der Nacht vom 17. Februar 1864 den zweiten Angriffsversuch zu unternehmen. Als Ziel wurde die USS Housatonic ausgewählt. Der zweite Angriff glückte diesmal und die Explosion brachte das Schiff zum sinken. 5 Besatzungsmitglieder der Housatonic starben, der Rest konnte sich retten.

 

USS Housatonic

USS Housatonic

 

 

 

Das Ende der CSS Hunley:

Der Angriff der Hunley auf die USS Housatonic gelang beim zweiten Versuch, jedoch kehrte das U-Boot nicht in seinen Hafen zurück. Erst am 4. Mai 1995 gelang es einem Suchteam durch den Einsatz eines Magnetometers das Wrack in 10 Meter Tiefe zu finden. Der Grund für den Untergang und den Tod der Besatzung ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei der Explosion der Housatonic die Druckwelle das U-Boot ebenfalls schwer beschädigt hatte und die Besatzung getötet hat.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Kleinst-U-Boot
Land Konföderation
Stapellauf Juli 1863
Verbleib Am 17. Februar 1864 gesunken
Antrieb Handbetriebener Propeller
Steuerung Tiefen- und Seitenruder, 2 Ballasttanks
Länge 12 Meter
Breite 1,17 Meter
Verdrängung 6,8 Tonnen
Geschwindigkeit 4 Knoten
Bewaffnung 1 Spierentorpedo (Lanze mit Sprengkörper)
Besatzung 7 bis 9 Mann

 

 

Bergung des Wracks im Jahr 2000

Bergung des Wracks im Jahr 2000

 

Restaurierungsarbeiten an dem Wrack

Restaurierungsarbeiten an dem Wrack

 

 

 

 

 

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U-Boot Brandtaucher (Eiserner Seehund) https://www.militaer-wissen.de/u-boot-brandtaucher-eiserner-seehund/ Wed, 20 Jul 2016 22:23:15 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7545 Der Brandtaucher war das erste moderne U-Boot, dass von dem bekannten Ingeneuir Wilhelm Bauer in Deutschland entwickelt wurde. Damit begann die Entwicklung von Unterseebooten, die für reine militärische Operationen ausgelegt waren.     Stapellauf und Bauform: Wilhelm Bauer war ein gelernter Drechsler, der sich schon früh für das Militär interessierte und seine Forschungen in diese Richtung ableitete. So entwickelte er Weiter lesen

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Der Brandtaucher war das erste moderne U-Boot, dass von dem bekannten Ingeneuir Wilhelm Bauer in Deutschland entwickelt wurde. Damit begann die Entwicklung von Unterseebooten, die für reine militärische Operationen ausgelegt waren.

 

 

Stapellauf und Bauform:

Wilhelm Bauer war ein gelernter Drechsler, der sich schon früh für das Militär interessierte und seine Forschungen in diese Richtung ableitete. So entwickelte er unter anderem den Hebezug für Kanonen. Bereits 1848 entstanden unter ihm die ersten Konstruktionszeichnungen für ein U-Boot für den Küstenschutz.

Durch das Heranziehen privater Investoren konnte er diese Pläne 1850 bei der Maschinenfabrik und Eisengießerei Schweffel & Howaldt in Kiel in Auftrag geben. Der Begriff Brandtaucher leitete sich aus dem Zweck heraus, dass das Schiff unter Wasser an Schiffe, Hafenanlagen und Brücken heran fahren sollte und diese dann in Brand stecken sollte. Durch seine ungewöhnliche Bauform erhielt es zudem den Beinamen Eiserner Seehund.

 

Brandtaucher

Brandtaucher

 

Der Schiffskörper bestand aus einer 6mm dicken Aussenhülle, die vorgesehene Trimmung durch Ballast und Trimmtanks wurde durch ein verschiebbares Gewicht aus 500 kg Gusseisen ausgeführt und das Ballastwasser wurde in den Rumpf geleitet.

Die Bewaffnung bestand lediglich aus einem Greifarm, der aus dem inneren heraus bewegt werden konnte. An diesem befand sich ein Explosionskörper, der an Gegenständen angebracht und zur Explosion gebracht werden sollte.

Der Stapellauf erfolgte bereits im gleichen Jahr.

 

Skizze des Brandtauchers

Skizze des Brandtauchers

 

 

 

Das Ende des Brandtaucher:

Die ersten Testfahrten des Brandtauchers liefen erfolgreich. Bei der Testfahrt am 1. Februar 1851 jedoch sank das U-Boot in der Kieler Förde, da vermutlich zuviel Ballastwasser aufgenommen wurde. Die Mannschaft konnte sich allerdings, nachdem sie 6,5 Stunden auf den Druckausgleich gewartet hatte, sich selbst befreien und an die Oberfläche schwimmen.

Erst mit dem Bau des Torpedohafens wurde das gesunkene U-Boot 1887 wieder entdeckt.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp U-Boot
Land Deutschland
Stapellauf 1850
Verbleib Am 1. Februar 1851 gesunken
Antrieb Propeller über Laufrad
Steuerung Über Seiten- und Tiefenruder, Ballsttanks
Länge 8,07 Meter
Breite 2,02 Meter
Verdrängung 30,5 Tonnen
Tauchtiefe 9,5 Meter
Geschwindigkeit 3 Knoten
Bewaffnung Ein Greifarm mit Explosionskörper

 

 

 

 

 

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Panzerschiff SMS Kaiser Friedrich III. https://www.militaer-wissen.de/panzerschiff-sms-kaiser-friedrich-iii/ Wed, 20 Jul 2016 21:48:03 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7533 Die SMS Kaiser Friedrich III. war eines der fünf Panzerschiffe der Kaiser-Friedrich-III. Klasse, die zusammen mit der Brandenburg Klasse die deutsche Marine auf den neusten Stand der Technik bringen sollte und die als veraltet geltenden Holzschiffe ablösen sollte.   Stapellauf und Bauform: Die Grundkonstruktion der Kaiser Klasse glich der, der Brandenburg Klasse. Wesentliche Änderungen gab es allerdings in den Aufbauten, die deutlich Weiter lesen

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Die SMS Kaiser Friedrich III. war eines der fünf Panzerschiffe der Kaiser-Friedrich-IIIKlasse, die zusammen mit der Brandenburg Klasse die deutsche Marine auf den neusten Stand der Technik bringen sollte und die als veraltet geltenden Holzschiffe ablösen sollte.

 

Stapellauf und Bauform:

Die Grundkonstruktion der Kaiser Klasse glich der, der Brandenburg Klasse. Wesentliche Änderungen gab es allerdings in den Aufbauten, die deutlich größer waren und sich an den französischen Panzerschiffen orientierten.

Ab dem Jahre 1895 wurde mit dem Bau der fünf Schiffe auf der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven begonnen. Der Stapellauf der SMS Kaiser Friedrich III. erfolgte am 1. Juli 1896.

 

SMS Kaiser Friedrich III.

SMS Kaiser Friedrich III.

 

Der Antrieb der Schiffsklasse bestand erstmals aus drei stehende 3-Zylinder Dreifachexpansions-Dampfmaschinen die von vier Thornycroft-Dampfkessel und
8 Zylinderkessel angetrieben wurden und 13.053 PS lieferten. Dieser drei Wellenantrieb wurde in den nachfolgenden Kriegsschiffen ebenfalls verwendet, bis auf die großen Kreuzer.

Die Panzerung der Seiten bestand aus einem verbesserten Kc-Stahl mit einer dicke von 300mm. Weitere Panzerungen waren das Deck mit 60mm, die Türme mit 50–250mm und die Kasematten mit 150mm.

Die schwere Bewaffnung bestand aus zwei Doppeltürmen mit Schnellladekanonen und einem Kaliber von 24cm. Der Kaliber war zwar geringer als der Brandenburg Klasse, jedoch hatten diese Geschütze eine höhere Reichweite und Schießleistung. Die mittlere Artillerie bestand aus 18 15cm Geschützen und die leichte Artillerie aus 12 8,8cm Geschützen.

 

 

 

Werdegang der SMS Kaiser Friedrich III.:

Die Kaiser Friedrich befand sich in der Zeit vom 7. Oktober 1898 bis zum Februar 1899 in der Erprobungsphase, anschließend wurde es als Flaggschiff dem I. Geschwader zugeteilt. Bis Ende 1899 vollzog das Schiff überwiegend repräsentative Aufgaben in Begleitung der Kaiserjacht Hohenzollern.

Am 2. April 1901 setzte das Geschwader von Danzig nach Kiel über, als die Kaiser Friedrich schwere Grundberührung hatte und in Folge dessen, über die Hälfte des Schiffsboden aufgerissen wurde. Während der Abdichtungsarbeiten an den Lecks, brach zudem durch Selbstentzündung von Teeröl Feuer an den Kesseln aus. Der betroffene Kesselraum sowie die Munitionsräume wurden geflutet, letzteres um eine Explosion und damit den Verlust des Schiffes zu vermeiden. Am darauffolgenden Tag konnte das Schiff soweit wieder fahrtüchtig gemacht werden, dass es mit fünf Knoten von selbst in Kiel einlaufen konnte. Das Schiff wurde aufgrund der großen Reparationsmaßnahmen ausser Dienst gestellt und befand sich bis Ende 1901 im Dock.

Nach seiner erneuten Indienststellung 1902 erfolgten ab 1908 umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen, die bis 1910 dauerten. Anschließend tat das Schiff seinen Dienst als Beischiff der Reserve-Formation der Ostsee.

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges, wurde die SMS Kaiser Friedrich III. wie die Schiffe der Brandenburg Klasse dem V. Geschwader. zugeteilt und waren mit Sicherungsaufgaben in der Ostsee betraut.

Im März 1915 wurde das Geschwader aufgelöst und die darin enthaltenen Schiffe ausser Dienst gestellt.

 

SMS Kaiser Friedrich III.

SMS Kaiser Friedrich III.

 

 

 

Das Ende der SMS Kaiser Friedrich III.:

Die Außerdienststellung des Schiffes erfolgte am 20. November 1915. Umgehend wurden die 24cm Geschütze als Eisenbahnbatterien umfunktioniert und an die Westfront gebracht. Der Rest des Schiffes wurde als Quartier für Gefangene genutzt.

Nach dem Krieg wurde das Schiff 1920 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und man begann mit der Verschrottung.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Panzerschiff
Land Deutschland
Stapellauf 1. Juli 1896
Verbleib 1920 verschrottet
Panzerung Gürtel: 100–300mm auf 250mm Teak

Deck: 65mm

Türme: 50–250mm

Leitstand vorn: 30–250mm

Leitstand achtern: 30–150mm

Kasematten: 150mm

Antrieb 4 Thornycroft-Dampfkessel
8 Zylinderkessel
3 stehende 3-Zyl.-Verbundmaschinen mit 13.053 PS
Länge 125,3 Meter
Breite 20,4 Meter
Tiefgang max. 8,25 Meter
Verdrängung 11.785 Tonnen
Geschwindigkeit max. 17,3 Knoten
Bewaffnung 4 x Schnellfeuergeschütz 24,0cm

18 x Schnellfeuergeschütz 15,0cm

12 x Schnellfeuergeschütz 8,8cm

12 x Maschinenkanone 3,7cm

6 × Torpedorohr ⌀ 45 cm (1 im Bug, 2 seitlich, unter Wasser, 1 Heck über Wasser)

Besatzung 622 - 651 Mann

 

 

 

 

 

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7533
Panzerschiff SMS Wörth https://www.militaer-wissen.de/sms-woerth/ Wed, 20 Jul 2016 01:31:54 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7522 Nachdem in England mit dem Serienbau von Einheitslinienschiffen begonnen wurde, entwickelte auch die deutsche Marine Schiffstypen, die den neuen Ansprüchen gerecht wurden und die die veralteten Panzerschiffe ersetzen sollten. Damit begann der Bau der Brandenburg Klasse, die aus insgesamt 4 Schiffen bestand.   Stapellauf und Bauform: Im Jahre 1884 legte Generalleutnant Leo von Caprivi als Chef der Admiralität dem Reichstag ein Konzept Weiter lesen

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Nachdem in England mit dem Serienbau von Einheitslinienschiffen begonnen wurde, entwickelte auch die deutsche Marine Schiffstypen, die den neuen Ansprüchen gerecht wurden und die die veralteten Panzerschiffe ersetzen sollten. Damit begann der Bau der Brandenburg Klasse, die aus insgesamt 4 Schiffen bestand.

 

Stapellauf und Bauform:

Im Jahre 1884 legte Generalleutnant Leo von Caprivi als Chef der Admiralität dem Reichstag ein Konzept zur weiteren Entwicklung der deutschen Marine vor. Darin enthalten war auch der Schwerpunkt auf die Entwicklung und den Bau von Panzerschiffen die den Kern der Marine bilden sollten.

Hierfür wurden die Schiffe der Brandenburg Klassen entwickelt und ab 1890 mit dem Bau begonnen. Erstmalig wurden die 4 Schiffe der Klasse mit Funk ausgestattet, zudem wurde eine Nickelstahlpanzerung mit einer Dicke von 40cm verbaut.

 

SMS Wörth

SMS Wörth

 

Angetrieben wurden die Schiffe von 12 Zylinderkessel mit 2 stehenden 3-Zyl.-Verbundmaschinen die eine Leistung von 9.686PS lieferten.

Die schwere Artillerie wurde nun auch auf der Mittschiffslinie verbaut, um ein Breitseitenfeuer mit allen Geschützen zu beiden Seiten durchführen zu können. Anders als in der nachfolgenden Kaiser Friedrich Klasse wurden in der Brandenburg Klassen sechs 28-cm-Geschützen in drei Doppeltürmen verbaut.

Der Stapellauf der SMS Wörth erfolgte am 6. August 1892.

 

 

 

Werdegang der SMS Wörth:

Die Indienststellung der Wörth erfolgte am 31. Oktober 1893. Als im Jahr 1900 in China der Boxeraufstand ausbrach, wurde die Wörth mit der II. Division dorthin gesendet um diesen niederzuschlagen. An Kampfhandlungen nahm das Schiff in dem Gebiet jedoch nicht teil. Im August 1901 kehrte die Division nach Wilhelmshaven zurück.

 

SMS Wörth

SMS Wörth

 

In der Zeit von 1902 und 1905 wurden an allen vier Schiffen der Brandenburg Klasse Wartungs, Reparations und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Anschließend wurde die Wörth dem II. Geschwader eingeteilt und bildete dann die neu aufgestellte Reserve-Formation der Nordsee. Nach 1911 wurden die Schiffe nicht mehr aktiv in der kaiserlichen Marine genutzt, da diese schon als veraltet galten.

 

SMS Wörth

SMS Wörth

 

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden die Schiffe reaktiviert und dem neu gebildeten V. Geschwader zugeordnet. Die Hauptaufgabe beschränkte sich jedoch nur auf Vorpostendienste. Nachdem sich ab Februar 1915 bereits Personalmangel in der kaiserlichen Marine abzeichnete, wurde das V. Geschwader wieder aus dem Dienst abgezogen.

Die SMS Wörth wurde nach dem Rückruf vom Überwachungsdienst nur noch als Wohnschiff in Danzig genutzt.

 

SMS Wörth

SMS Wörth

 

 

 

Das Ende der SMS Wörth:

Nach dem 1. Weltkrieg wurde die SMS Wörth am 10. März 1919 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen und an eine niederländische Firma verkauft. diese ließ das Schiff 1920 verschrotten.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Panzerschiff
Land Deutschland
Stapellauf 6. August 1892
Verbleib 1920 verschrottet
Panzerung Gürtelpanzer: 305 – 406mm

Deck: 60mm

Türme: 127mm

Leitstand: horizontal: 30mm
vertikal: 300mm

Barbetten: 300mm

Antrieb 12 querstehende Zylinder-Dampfkessel mit Kohlefeuerung
2 stehende 3-Zylinder-Dreifachexpansions-
Dampfmaschinen mit 9.686PS
Länge 113,9 Meter
Breite 19,5 Meter
Tiefgang 7,4 Meter
Verdrängung 10.670 Tonnen
Geschwindigkeit 16,3 Knoten
Bewaffnung 6 x Mantelringkanonen
in drei Zwillingstürmen 28cm

8 x Geschütze 10,5 cm

8 x Geschütze 8,8 cm

12 x Revolverkanonen 3,7 cm

6 x Torpedorohre Ø 45 cm

Besatzung 568-591 Mann

 

 

Schwesterschiff SMS Kurfürst Friedrich Wilhelm

Schwesterschiff SMS Kurfürst Friedrich Wilhelm

 

Schwesterschiff SMS Brandenburg

Schwesterschiff SMS Brandenburg

 

Schwesterschiff SMS Weißenburg

Schwesterschiff SMS Weißenburg

 

 

 

 

 

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Turmschiff HMS Hood https://www.militaer-wissen.de/turmschiff-hms-hood/ Wed, 20 Jul 2016 00:31:30 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7515 Die HMS Hood gehörte zur Royal Sovereign-Klasse der britischen Royal Navy und stellte mit ihrem Bau eines der ersten Kriegsschiffe da, die als Einheitslinienschiff konzipiert wurde. Damit begann der Bau von Serienkriegsschiffen, was nicht nur die Kosten senkte, sondern auch die Produktion erhöhte.   Stapellauf und Bauform: Gebaut wurde die Hood auf der Chatham Dockyard Werft in Chatham. Der Stapellauf erfolgte am 30. Juli Weiter lesen

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Die HMS Hood gehörte zur Royal Sovereign-Klasse der britischen Royal Navy und stellte mit ihrem Bau eines der ersten Kriegsschiffe da, die als Einheitslinienschiff konzipiert wurde. Damit begann der Bau von Serienkriegsschiffen, was nicht nur die Kosten senkte, sondern auch die Produktion erhöhte.

 

Stapellauf und Bauform:

Gebaut wurde die Hood auf der Chatham Dockyard Werft in Chatham. Der Stapellauf erfolgte am 30. Juli 1891. Neben der Hood wurden von der Royal Sovereign-Klasse noch die HMS Royal Sovereign, HMS Empress of India, HMS Ramillies, HMS Repulse, HMS Resolution, HMS Revenge und HMS Royal Oak gebaut.

 

HMS Hood

HMS Hood

 

Auffällig war bei diesem Schiffstypus die geringe Deckhöhe. Damit sollte die Angriffsfläche verringert werden und auch die Fläche, die gepanzert werden muss, was wiederum Material und Geld sparen sollte. Die Schwäche dieser Schiffe lag mit dieser Bauweise jedoch an der eingeschränkten Hochseetauglichkeit, da bei stärkerem Seegang das Deck schnell überspült wurde.

Die Bewaffnung bestand aus

  • 4 × Geschütz 34,3 cm
  • 10 × Schnellfeuergeschütz 15,2 cm
  • 10 × Schnellfeuergeschütz 5,7 cm
  • 12 × 3-Pfünder-Geschütze
  • 6 × Torpedorohr ⌀ 45,0 cm (4 über Wasser, 2 unter Wasser)

Die 4 Hauptgeschütze waren in gepanzerten Türmen untergebracht, um Beschädigungen durch feindliche Treffen so gering wie möglich zu halten.

 

 

 

Werdegang der HMS Hood:

Nach ihrer Indienststellung am 1. Juni 1893 wurde die Hood zum Patrouillen und Überwachungsdienst ins Mittelmeer geschickt.

 

HMS Hood

HMS Hood

 

Am 8. April 1904 wurde zwischen Frankreich und England Entente cordiale vereinbart, was die Interessenverteilung in den afrikanischen Kolonien regelte. Im Zuge dessen, wurde auch die Überwachung des Mittelmeeres an Frankreich abgetreten, während die englische Royal Navy die Überwachung des Ärmelkanals übernahm. Daraufhin wurden fast alle englischen Schiffe, darunter auch die HMS Hood, abgezogen und der Home Fleet unterstellt.

 

HMS Hood

HMS Hood

 

Bis 1910 diente sie in der Reserveflotte in Devonport, anschließend war sie drei Jahre lang das Flaggschiff des Befehlshabers der Irischen Küste.

 

Geschützturm der HMS Hood

Geschützturm der HMS Hood

 

 

 

Das Ende der HMS Hood:

Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde die Hood in den Hafen von Portland gebracht und dort versenkt. Mit der Versenkung sollte der südliche Schiffskanal gegen deutsche Uboote gesperrt werden, bzw. die Einfahrt in den Hafen erschwert.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Turmschiff der Royal Sovereign Klasse
Land England
Stapellauf 30. Juli 1891
Verbleib am 4. November 1914 im Hafen von Portland versenkt
Panzerung 76 bis 457mm
Antrieb 8 Zylinderkessel, 2 3-Zyl.-Dampfmaschine mit 11.000 PS
Länge 125,1 Meter
Breite 22,8 Meter
Tiefgang max. 8,4 Meter
Verdrängung max. 15.580 Tonnen
Geschwindigkeit 17,5 Knoten
Bewaffnung 4 × Geschütz 34,3 cm

10 × Schnellfeuergeschütz 15,2 cm

10 × Schnellfeuergeschütz 5,7 cm

12 × 3-Pfünder-Geschütze

6 × Torpedorohr ⌀ 45,0 cm (4 über Wasser, 2 unter Wasser)

Besatzung 712 Mann

 

 

 

 

 

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Panzerkorvette SMS Sachsen https://www.militaer-wissen.de/panzerkorvette-sms-sachsen/ Tue, 19 Jul 2016 22:21:23 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=7504 Die SMS Sachsen war eines von 4 Panzerschiffen, dass erstmals in Deutschland gebaut wurde und die bis dahin überwiegend genutzten hölzernen Kriegsschiffe ablösen sollte.   Stapellauf und Bauform: Bereits seit 1861 lagen Planungen zum Bau neuer Panzerschiffe vor. Da die deutschen Werften zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die nötigen Kapazitäten und Möglichkeiten verfügten, wurde das erste in Deutschland eingesetzte Weiter lesen

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Die SMS Sachsen war eines von 4 Panzerschiffen, dass erstmals in Deutschland gebaut wurde und die bis dahin überwiegend genutzten hölzernen Kriegsschiffe ablösen sollte.

 

Stapellauf und Bauform:

Bereits seit 1861 lagen Planungen zum Bau neuer Panzerschiffe vor. Da die deutschen Werften zu diesem Zeitpunkt noch nicht über die nötigen Kapazitäten und Möglichkeiten verfügten, wurde das erste in Deutschland eingesetzte Panzerschiff, die SMS Arminius, noch in England bestellt.

 

SMS Sachsen

SMS Sachsen

 

Die 4 neu geplanten Panzerschiffe waren überwiegend für den Schutz der Ostsee eingeplant. Der Bau wurde durch die A.G. Vulcan Werft in Stettin sowie die kaiserliche Werft in Kiel durchgeführt. Die ersten beiden Schiffe, Panzerschiff A in Kiel und Panzerschiff B in Stettin, wurden zeitgleich auf Kiel gelegt, da der Bau der Sachsen jedoch früher fertig war, wurde die Schiffsklasse nach diesem Schiff benannt.

 

SMS Sachsen

SMS Sachsen

 

Detail der Panzerung des Panzerschiffs SMS Sachsen

Detail der Panzerung des Panzerschiffs SMS Sachsen

 

In der ersten Phase waren die Schiffe noch mit zwei liegend eingebauten Einfachexpansionsmaschinen mit acht Kofferkesseln in zwei getrennten Maschinenräumen ausgerüstet, sodass insgesamt 4 Schornsteine benötigt wurden. Da die Schiffe auf See jedoch gravierende Mängel in der Steuerung aufwiesen, wurden diese bereits nach kurzer Dienstzeit mehrfach umgebaut, sodass später die Schiffe nur noch mit einem Schornstein ausgerüstet waren. Die Schiffe der Sachsen Klasse waren zudem die ersten in der kaiserlichen Marine, die ohne Hilfsbeseglung ausgestattet waren.

 

SMS Sachsen

SMS Sachsen

 

Die Panzerung war aus Schmiedeeisen gefertigt und war um die Zitadelle 203–254mm dick, mit 51–64mm dicke Panzerplatten wurden dagegen das Deck gepanzert.

Zu Beginn waren die Schiffe mit sechs 26cm Ringkanonen mit der Kaliberlänge 22 ausgestattet. Dabei lagen 4 Kanonen in der Mitte des Schiffe und zwei am Bug. Nach Umbaumaßnahmen im Jahre 1886 kamen noch 5 Torpedorohre (2 × 45 cm in den Seiten, 2 × 35 cm im Bug und 1 × 35 cm im Heck) hinzu.

 

SMS Sachsen

SMS Sachsen

 

Der Stapellauf der Sachsen erfolgte am 21. Juli 1877. 1884 waren alle 4 Panzerschiffe der Sachsen Klasse einsatzbereit.

 

 

 

Das Ende der SMS Sachsen:

Die Panzerschiffe der Sachsen Klasse nahmen während ihrer Dienstzeit an keinen Gefechten Teil. Trotz mehrerer Umbaumaßnahmen waren die Schiffe bereits im 1900 veraltet und waren den neueren Kriegsschiffen unterlegen.

Am 4. September 1901 kollidierte die SMS Sachsen vor Rügen mit dem Aviso Wacht. 1902 wurde sie in die Bereitschaft und 1906 in die zweite Bereitschaft versetzt. Von 1910 bis 1918 diente das Schiff als Zielhulk der Flotte vor der Küste von Schwansen. Die SMS Sachsen wurde 1919 verkauft und in Wilhelmshaven abgewrackt.

 

 

 

Schiffsdaten:

Schiffstyp Panzerschiff
Land Deutschland
Stapellauf 21. Juli 1877
Verbleib 19. Februar 1910 ausgemustert

5. Mai 1919 verkauft und Verschrottet

Panzerung 203–254mm an der Zitadelle

51–64mm auf dem Deck

Antrieb 8 Kofferkessel in 2+2 Kesselräumen
2 liegende 3-Zyl.-Dampfmaschinen mit 5.000 PS
2 vierflügelige Schrauben
Länge 98,2 Meter
Breite 18,3 Meter
Tiefgang 6,53 Meter
Verdrängung max. 7.935 Tonnen
Geschwindigkeit 13,5 Knoten
Bewaffnung 6 x 26cm Ringkanone Kaliber 22

ab 1886: 5 Torpedorohre

Besatzung 317 bis 436 Mann

 

 

Das Schwesterschiff SMS Baden

Das Schwesterschiff SMS Baden

 

 

 

 

 

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