Canon d’Infanterie de 37 modèle 1916 TRP

Die Canon d'Infanterie de 37 modèle 1916 TRP war ein französisches Infanterie Geschütz und sollte als Unterstützung für die Zerstörung von feindlichen Maschinengewehr Stellungen dienen.

Nachdem sich die Frontlinien an der Westfront verhärtet hatten und der Bewegungskrieg in einen Stellungskrieg übergegangen war, musste die Führung der französischen Armee nach neuen Möglichkeiten suchen, um die stark befestigten deutschen Stellungen zerstören zu können.

Hierfür wurde der Auftrag erteilt, ein Geschütz zu entwickelt, welches die Infanteristen bei Angriffen unterstützen und die feindlichen Maschinengewehr Stellungen zerstören sollte. Als Kaliber wurden 37 mm gewählt, da dieses nach dem Haager Übereinkommen von 1899 das kleinste Kaliber für Sprengmunition sein durfte.

Die Firma Atelier de Puteaux entwickelte daraufhin ein kleines Geschütz, welches auf einem Stativ montiert werden konnte. An diesem konnten auch zwei Räder angebracht werden damit das Geschütz gezogen werden konnte. Alternativ konnte das Geschütz auch in zwei Teile zerlegt werden und dann von 4 Soldaten getragen werden.

Als Verschluss diente eine verkleinerte Version, aus dem bereits in der französischen Armee verwendetem 75 mm Standard Geschütz. Einige der 37 mm Geschütze hatten zudem ein Schild um die Bedienmannschaft für feindlichem Beschuss zu schützen.

Für die Bedienung waren lediglich zwei Soldaten notwendig, einer zum Laden der andere zum Schießen. Für das Zielen diente ein abnehmbares APX Zielfernrohr für ein genaues Schießen. Die Feuerrate lag bei 35 Schuss pro Minute.

 

 

Canon d'Infanterie de 37 modèle 1916 TRP

 

Canon d'Infanterie de 37 modèle 1916 TRP während des Gefechtes

 

 

Neben der französischen Armee wurden die 37 mm Geschütze auch in großer Stückzahl an die US Army ausgeliefert, nachdem die USA in den Krieg gegen das Deutsche Reich eingetreten war.

Nach den ersten Einsätzen an der Westfront zeigte sich jedoch schnell, dass diese Geschütze für die Zerstörung der deutschen Stellungen völlig unzureichend waren und diese Aufgabe durch schwere Mörser deutlich besser durchgeführt werden konnte. Zwar blieb das Geschütz noch bis Kriegsende an der Front, wurde jedoch nur noch selten eingesetzt.

Die USA hingegen experimentierten mit diesen Waffen um sie als Bewaffnung für ihre Panzer M1917 nutzen zu können. Mit dem Waffenstillstand und der Kapitulation des Deutschen Reiches kamen diese jedoch nicht mehr zum Einsatz.

 

 

Amerikanische Soldaten werden an einem französischen 37 mm Geschütz ausgebildet

 

Amerikanische Soldaten an einem französischen 37 mm Geschütz im Gefecht 1918

 

Amerikanische Soldaten warten mit ihrem französischem 37 mm Geschütz in ihrer Stellung

 

 

Nach dem ersten Weltkrieg behielt sowohl die französische als auch die amerikanische Armee noch große Bestände der Geschütze. diese wurden erst nach und nach gegen neuere Waffen ausgetauscht oder dienten nur noch für die Ausbildung.

Im zweiten Weltkrieg setzte die US Army die 37 mm Geschütze teilweise noch im Kampf gegen die japanische Armee ein, während die meisten französischen Geschütze nach der Niederlage Frankreichs von der deutschen Wehrmacht erbeutet werden konnten.

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Canon d'Infanterie de 37 modèle 1916 TRP
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1916
Stückzahl: unbekannt
Kaliber: 37 mm
Rohrlänge: 0,74 Meter
Reichweite: Max. 2.400 Meter
Gewicht: 160,5 Kilogramm

 

 

 

 

 

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