Gotha G.II

Die Gotha G.II war die Weiterentwicklung der G.I, die unter einem neuen Konstrukteur wieder zu den üblichen Merkmalen der damaligen Flugzeuge zurück fand. Trotz einiger Neuerungen konnte auch dieser Bomber nur wenig überzeugen und wurde auch nur in geringer Stückzahl eingesetzt.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Anfang 1916 wurde der Konstrukteur Hans Burkhard von den Halberstädter Flugzeugwerken angeworben und mit der Entwicklung eines Nachfolgemodells der Gotha G.I beauftragt. Dieser setzte bei der G.II nun wieder die untere Tragfläche an den Rumpf und die obere Tragfläche wurde mit Stielen wieder über den Rumpf gesetzt. Mit dieser Konstruktion konnten dementsprechend auch wieder die Motoren in einen größeren Abstand gesetzt werden und das Fahrwerk angepasst werden.

Den Anforderungen der Heeresleitung nach einem Bomber für Angriffe auf England zu entsprechend, wurde das Flugzeug für eine Bombenlast mit bis zu 450 Kg Bomben ausgerüstet und zwei Mercedes D IV Motoren mit je 220 PS eingebaut.

Nach dem ersten Flug des Prototypen im März 1916 mussten noch einige Modifikationen vorgenommen werden, während vorerst nur 10 Flugzeuge gebaut werden sollten. Im Sommer 1916 folgte die zweite Vorführung der überarbeiteten Variante. Diese konnte die Heeresleitung auch nicht völlig überzeugen, sodass im Anschluss nur noch vier weitere Bomber bestellt wurden.

 

Gotha G.II

 

Gotha G.II

 

Gotha G.II

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Die zunächst für die Bombardierung britischer Städte gedachten Gotha G.II Bomber wurden zu ihrer Einführung auf den Balkan verlegt und sollten dort eingesetzt werden.

Ab Oktober 1916 wurden drei bis vier Bomber an der Front eingesetzt. Da die eingebauten Motoren allerdings zu Brüchen neigten, wurden diese Bomber lediglich bis in den April 1917 benutzt und anschließend von der Front abgezogen.

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Gotha G.II
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 12,4 Meter
Spannweite: 23,7 Meter
Höhe: 4,3 Meter
Gewicht: 2182 kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei Achtzylinder Reihenmotoren Mercedes D IV mit je 220 PS
Höchstgeschwindigkeit: 148 km/h
Reichweite: 700 Kilometer
Bewaffnung: 2 x 7,92 mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehre und bis zu 450 kg Bomben

 

 

 

 

 

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