Dornier D.I

Die Dornier D.I galt bei seiner Entwicklung als eines der fortschrittlichsten Flugzeuge seiner Zeit. Fast vollständig mit Blech verkleidet und einer freitragenden oberen Tragfläche kam das Flugzeug jedoch zu spät um noch im Krieg eingesetzt zu werden.

 

Entwicklung und Konstruktion:

1917 begann der Flugzeugkonstrukteur Claude Dornier als Leiter der Zeppelin Werk Lindau GmbH (erst 1922 gründete er die Dornier-Werke GmbH) mit der Entwicklung eines einsitzigen Jagdfliegers für das deutsche Heer.

Besonders zwei Merkmale unterschieden die Donier D.I von anderen Flugzeugen. Zum einen war die obere Tragfläche ohne Spanndrähte mit vier Streben am Rumpf befestigt und damit einer der wenigen freitragenden Doppeldecker seiner Zeit. Zum anderen war das Flugzeug zum größten Teil mit Duralumin verkleidet, was es besonders gegen feindlichen Beschuss schützen sollte.

Der Erstflug fand am 4. Juni 1918, konnte jedoch viele deutsche Offiziere und Piloten nicht überzeugen, da diese von der sehr fortschrittlichen Konstruktion abgeschreckt wurden. Ein tödlicher Absturz von Hauptmann Wilhelm Reinhard im Juli 1918 sowie die enttäuschenden Leistungen während des dritten D-Typ Wettbewerb sorgten dafür, dass dieses Flugzeug nicht mehr in Serie gebaut wurde.

 

Dornier D.I

 

Dornier D.I

 

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage zum Ende des Krieges und den nicht überzeugenden Leistungen des Flugzeuges wurde dieses nicht mehr in Serie gebaut. Auch die wenigen Prototypen kamen nicht mehr zu einem Einsatz an der Front.

Nach dem Krieg wurden jedoch zwei Flugzeuge von den USA beschlagnahmt und dort von dem Army Air Corps und der US Navy getestet um Erfahrungen für eigene Flugzeuge zu sammeln. Das einzige in Deutschland verbliebene Exemplar wurde im zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff auf das Dornier Firmenmuseum zerstört.

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Dornier D.I
Land: Deutsches Reich
Typ: Jagdflugzeug
Länge: 6,4 Meter
Spannweite: 7,8 Meter
Höhe: unbekannt
Gewicht: 725kg leer
Besatzung: Max. 1
Motor: wassergekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor BMW IIIa mit 185 PS
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Reichweite: unbekannt
Bewaffnung: 2 synchronisierte Maschinengewehre 7,92 mm LMG 08/15

 

 

 

 

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