Artillerie und Geschütze Archive - Militär Wissen https://www.militaer-wissen.de/category/typenkompass/1-weltkrieg-typenkompass/artillerie-und-geschuetze/ Alles Rund um das Thema Militär, Armeen und Waffentechnik Sun, 31 Mar 2019 05:33:54 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.5.4 68829123 Obusier de 520 modèle 1916 https://www.militaer-wissen.de/obusier-de-520-modele-1916/ Sun, 31 Mar 2019 05:33:54 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=62189 Die Obusier de 520 modèle 1916 sollte das größte französische Eisenbahngeschütz im ersten Weltkrieg werden, der erste Prototyp explodierte jedoch, der zweite wurde nicht rechtzeitig fertig um noch eingesetzt zu werden. Im Laufe des anhaltenden Stellungskrieges an der Westfront und den immer stärker befestigten Stellungen und Bunker der deutschen Armee, zeigte sich, dass auch die nach und nach eintreffenden schweren Weiter lesen

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Die Obusier de 520 modèle 1916 sollte das größte französische Eisenbahngeschütz im ersten Weltkrieg werden, der erste Prototyp explodierte jedoch, der zweite wurde nicht rechtzeitig fertig um noch eingesetzt zu werden.

Im Laufe des anhaltenden Stellungskrieges an der Westfront und den immer stärker befestigten Stellungen und Bunker der deutschen Armee, zeigte sich, dass auch die nach und nach eintreffenden schweren Eisenbahngeschütze der französischen Armee nicht über eine ausreichende Durchschlagskraft verfügten. So wurden vom französischem Oberkommando immer größere Geschütze mit immer mehr Durchschlagskraft von der Wirtschaft gefordert.

Die Firma Schneider begann daraufhin Mitte 1916 mit der Entwicklung der Obusier de 520 modèle 1916. Dieses Eisenbahngeschütz sollte ein Kaliber von 520 mm erhalten und stellte damit das größte bis dahin gebaute Geschütz da. Die Waffe hätte Granaten mit einem Gewicht zwischen 1.370 und 1.654 Kilogramm abschießen sollen um damit auch die stärksten deutschen Bunker zerstören zu können.

Ein derart großes Eisenbahngeschütz erforderte jedoch einen deutlich geänderten Aufbau der Waggons. Wurden bislang lediglich zwei Waggons mit einem Stahlgerüst verbunden mussten nun insgesamt 4 mal 4-achsige Waggons genommen und verbunden werden um das Gewicht von 263 Tonnen überhaupt tragen und bewegen zu können.

 

 

Zeichnung der Obusier de 520 modèle 1916

 

 

Um den gewaltigen Rückstoß auffangen zu können verwendeten die Konstrukteure mehrere Rückstoßsysteme. Somit wurde eine Kombination aus Wiege-Rückstoß und Gleit-Rückstoß in Verbindung mit einer Verankerung der Waggons an den Gleisen genutzt. Nach einem Schuss diente das Rückstoßsystem des Geschütz dazu, den größten Teil des Rückstoßes aufzunehmen, gleichzeitig glitt das gesamte Geschütz rund einen Meter über die Gleise nach hinten. Um eine neue Granate in den Verschluss zu führen, musste anschließend der Lauf vollständig gesenkt werden und über ein hinter dem Geschütz aufgebautes Laufkatzensystem konnte eine neue Granaten eingeführt werden. Nach dem Laden musste das Geschütz dann wieder neu ausgerichtet werden.

 

 

Eine Granate der Obusier de 520 modèle 1916

 

 

Aufgrund der vielen Neuerungen und technischen Anpassungen verzögerte sich der Bau des ersten Prototypen immer mehr, bis dieser schließlich erst Ende 1917 fertiggestellt werden konnte.

Bis in den Juli 1917 dauerte die Erprobung und die Schießübungen bis es auf dem Testgelände in Quiberon zu einem Unfall kam und das Geschütz zerstört wurde. Dabei explodierte eine abgefeuerte Granate frühzeitig als sie sich noch im Lauf der Waffe befand.

Der zweite Prototyp wurde zwar noch während der Kriegshandlungen fertiggestellt, der Abschluss der Erprobungen erfolgte jedoch nachdem bereits das Deutsche Reich kapituliert hatte. Im Anschluss wurde das Eisenbahngeschütz von der französischen Armee in einem ihrer Depots eingelagert.

 

 

Obusier de 520 modèle 1916

 

 

Nach dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges war das Eisenbahngeschütz Teil der Pläne der französischen Mobilmachung. Es wurde jedoch zu spät damit begonnen das Eisenbahngeschütz wieder einsatzfähig zu machen, sodass die deutsche Wehrmacht nach dem Einmarsch in Frankreich dieses noch in der Fabrik der Firma Schneider erbeuten konnte bevor es überhaupt vollständig einsatzfähig war.

Es wurde unter der Bezeichnung 52 cm lange Haubitze (E) 871 (f) in den Dienst der Wehrmacht gestellt und nach dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion ebenfalls an die Ostfront gebracht. Dort wurde es ab dem 21. November 1941 zum Beschuss von Leningrad nach dessen Einkesselung eingesetzt. Wie bereits bei dem ersten Prototypen explodierte auch am 5. Januar 1942 bei dem zweiten Geschütz eine Granate noch während diese sich im Lauf befand und zerstörte damit ebenfalls die gesamte Waffe. Die Überreste wurden 1943 von der sowjetische Armee gefunden, diese hatten jedoch keine Verwendung mehr für das zerstörte Eisenbahngeschütz.

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Obusier de 520 modèle 1916
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1917 und 1918
Stückzahl: 2 Stück
Kaliber: 520 mm
Rohrlänge: 11,9 Meter
Reichweite: Max. 17.000 Meter
Gewicht: 263 Tonnen

 

 

 

 

 

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Obusier de 400 Modèle 1915/1916 https://www.militaer-wissen.de/obusier-de-400-modele-1915-1916/ Sat, 30 Mar 2019 06:53:25 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61924 Die Obusier de 400 Modèle 1915/1916 war eine französische Haubitze, die während des ersten Weltkrieges zu dem größten Eisenbahngeschütz der französischen Armee umgebaut und sowohl im ersten als auch noch im zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Wegen der Erfolge und der großen Durchschlagskraft der deutschen Geschütze bei der Beschießung der Festungen Lüttich, Namur, Antwerpen und Maubeuge forderte das französische Oberkommando ebenfalls Weiter lesen

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Die Obusier de 400 Modèle 1915/1916 war eine französische Haubitze, die während des ersten Weltkrieges zu dem größten Eisenbahngeschütz der französischen Armee umgebaut und sowohl im ersten als auch noch im zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Wegen der Erfolge und der großen Durchschlagskraft der deutschen Geschütze bei der Beschießung der Festungen Lüttich, Namur, Antwerpen und Maubeuge forderte das französische Oberkommando ebenfalls schwere Geschütze. diese sollten die immer stärker befestigten deutschen Stellungen beschädigen oder zerstören können, die bereits eingesetzten leichten Feldgeschütze würden für diese Aufgabe nicht ausreichen.

Zwar wurden bereits einige schwere Küstengeschütze oder ausgemusterte Marinegeschütze zu Eisenbahngeschützen umgebaut und eingesetzt, da deren Durchschlagskraft wurde als zu gering erachtet, um die deutschen Betonwerke und Bunker zerstören zu können. Daher wurden noch größere Geschütze mit einem noch größerem Kaliber gefordert.

Die Firma St. Chamond begann daraufhin Mitte 1915 mit dem Umbau von 400 mm Marinegeschützen zu Eisenbahngeschützen. Hierfür wurden zwei Eisenbahnwaggons mit einem Stahlrahmen verbunden. Da der Schwerpunkt der Geschütze sehr kopflastig war hatte der hintere Waggons lediglich 4 Achsen, der vordere hingegen 6 Achsen. Um die Konstruktion auch um engere Kurven fahren zu können, wurden sowohl auf dem vorderen als auch auf dem hinteren Waggon Drehplattformen aufgesetzt, womit die gesamte Konstruktion flexibler auszurichten war.

Bei den eingesetzten Geschützen handelte es sich um bereits ausgemusterte Marinegeschütze, von welchen Kriegsschiffen diese genommen wurden ist nicht bekannt. Sie verfügten über einen Welin Verschluss und benutzten separate Ladungen und Geschosse. Zum Laden musste das Rohr gesenkt werden damit eine Ladeplattform am hinteren Teil des Geschützes hochgefahren werden konnte. Um den Rückstoß aufzufangen wurde ein hydropneumatisches Rückstoßsystem benutzt. Damit glitt das Geschütz nach einem Schuss einige Meter nach hinten, rutsche anschließend wieder nach vorne in seine ursprüngliche Position.

Um das Eisenbahngeschütz in Schussposition zu bringen mussten zunächst die Gleise an der entsprechenden Stelle verlegt werden. Danach musste unter die Gleise ein tiefes Loch gegraben werden, in dass das Geschütz einfahren konnte wenn es in einem hohen Winkel schoss.

 

 

Zeichnung der Obusier de 400 Modèle 1915/1916

 

Zeichnung der Obusier de 400 Modèle 1915/1916

 

 

Ab Ende Oktober 1915 konnten die ersten der insgesamt 8 Obusier de 400 Modèle 1915/1916 in der Variante 1915 ausgeliefert werden. 1916 folgten nach einigen Modifikationen 4 weitere Eisenbahngeschütze in der Variante 1916, so dass insgesamt 12 der Geschütze gebaut wurden. Mit ihrem 400 mm Kaliber gehörte die Obusier de 400 Modèle 1915/1916 zu dem größten von der französischen Armee eingesetzten Eisenbahngeschützes des gesamten Krieges.

 

 

Die ersten Obusier de 400 Modèle 1915/1916 wurden Ende Oktober 1915 an die Front gebracht

 

Eine Obusier de 400 Modèle 1915/1916 in ihrer Stellung an der Westfront

 

 

Den ersten Einsatz des Krieges hatten die Geschütze ab dem 30. Juni 1916 während der Schlacht an der Somme. Dort dienten diese als Unterstützung für die anstehende Offensive und beschossen die deutschen Befestigungen der Dörfer Herbécourt, Estrées und Belloy-en-Santerre, die anschließend nur noch Ruinen waren.

 

 

Ein Obusier de 400 Modèle 1915/1916 Geschütz während der Schlacht an der Somme

 

Ein Obusier de 400 Modèle 1915/1916 Geschütz während der Schlacht an der Somme

 

 

 

Der zweite Einsatz der Eisenbahngeschütz war bei der Rückeroberung der Festungen bei Verdun. Hierfür wurden die beiden Geschütze des 3. Fußartillerie-Regiments 13 Kilometer südwestlich von Baleycourt aufgestellt um die beginnende Offensive am 21. Oktober 1916 unterstützen zu können. In den nächsten 2 Tagen wurden alleine von den eingesetzten 370 und 400 mm Geschützen rund 373 abgegeben. Besonders die besetzten Forts Douaumont und Vaux wurden beschossen. Bei dem Fort Vaux schlugen alleine am 23. Oktober 1916 rund 50 Granaten ein und zerstörten die Krankenstation, mehrere Flure, Kasematten und schließlich ein Munitionsdepot, nach dessem Brand die deutschen Soldaten das Fort aufgeben mussten.

 

 

Eine Obusier de 400 Modèle 1915/1916 wird geladen

 

Eine Obusier de 400 Modèle 1915/1916 wird an die Front gebracht

 

 

Der letzte große Einsatz der Eisenbahngeschütze erfolgte im April 1917 bei der Unterstützung der Offensive bei Reims. Dort hatten die deutschen Truppen stark ausgebaute Befestigungen bei Brimont, Witry-lès-Reims und Berru sowie Bunker und Tunnel unter dem Berg Cornillet und Mont-sans-nom. Durch Luftaufklärung und Verhöre von gefangenen deutschen Soldaten hatte das französische Oberkommando einen Überblick über die Eingange und Lüftungsschächte der deutschen Bunker. Mitte Mai 1917 wurde mit dem Beschuss der Bunker begonnen, dabei wurden zunächst die Eingänge beschossen um den Soldaten die Flucht zu versperren. Danach wurden die Lüftungsschächte beschossen, damit die eingeschlossenen Soldaten ersticken. Eine Granate konnte die 30 Meter dicke Kalksteinschicht über einem der Bunker durchdringen und explodierte im Inneren des deutschen Bunkers. Dabei kamen rund 400 Soldaten ums Leben.

 

 

Eine Obusier de 400 Modèle 1915/1916 im April 1917

 

Vergleich einer Granate einer Obusier de 400 Modèle 1915/1916 und eines französischen Soldaten

 

 

Neben der französischen Armee erhielt auch das 52. Artillerie-Regiment des Coast Artillery Corps der amerikanischen Truppen 2 der Eisenbahngeschütze. Auf Grundlage dieser Geschütze baute die USA die Eisenbahnhaubitze M1918. Auch nach dem ersten Weltkrieg dienten die französischen Eisenbahngeschütz als Grundlage weiterer amerikanischer Eisenbahngeschütze und Küstenartillerie.

 

 

Amerikanische Soldaten laden eine Obusier de 400 Modèle 1915/1916

 

Amerikanische Soldaten feuern eine Obusier de 400 Modèle 1915/1916 ab

 

 

Nach dem ersten Weltkrieg verblieben die noch vorhandenen 10 französischen Eisenbahngeschütze in Depots als Reserve. Als der zweite Weltkrieg ausbrach wurden 8 der Geschütze als Verstärkung der Maginot-Linie im Elsass und in Lothringen eingesetzt. Nach der Kapitulation Frankreichs 1940 erbeutete die deutsche Wehrmacht die Geschütze und stellte sie unter der Bezeichnung 40 cm Haubitze (E) 752 (f) in ihren Dienst. Diese wurden mit Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion an die Ostfront gebracht und 6 der Geschütze wurden bei der Belagerung von Leningrad eingesetzt, die anderen 2 Geschütze dienten für Ersatzteile.

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Obusier de 400 Modèle 1915/1916
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1915
1916
Stückzahl: 12 Stück
Kaliber: 400 mm
Rohrlänge: 10,65 Meter
Reichweite: Max. 16.000 Meter
Gewicht: 137 Tonnen

 

 

 

 

 

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Obusier de 370 modèle 1915 https://www.militaer-wissen.de/obusier-de-370-modele-1915/ Thu, 28 Mar 2019 19:47:20 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61615 Die Obusier de 370 modèle 1915 war ein ehemaliges Marinegeschütz, welches von der französischen Armee während des ersten Weltkrieges zu einem Eisenbahngeschütz umgebaut und sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Nach dem erfolgreichen Umbau der Obusier de 400 Modèle 1915/1916 Geschütze zu Eisenbahngeschützen, entschied sich das französische Oberkommando, auch wegen dem hohen Bedarf an schwerer Artillerie, Weiter lesen

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Die Obusier de 370 modèle 1915 war ein ehemaliges Marinegeschütz, welches von der französischen Armee während des ersten Weltkrieges zu einem Eisenbahngeschütz umgebaut und sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Nach dem erfolgreichen Umbau der Obusier de 400 Modèle 1915/1916 Geschütze zu Eisenbahngeschützen, entschied sich das französische Oberkommando, auch wegen dem hohen Bedarf an schwerer Artillerie, weiter ausgemusterte Marinegeschütze zu verwenden und diese umzubauen.

Zu dieser Zeit waren einige Schlachtschiffe der Charles Martel Klasse und Küstenschiffe der Bouvines Klasse bereits außer Dienst gestellt, hatten jedoch noch ihre vollständige Bewaffnung an Bord. Für den Aus und Umbau wurden die beiden Firmen Schneider und Batignolles ausgewählt, da Schneider bereits Erfahrungen mit solchen Umbauten hatte.

 

 

Das französische Schlachtschiff Charles Martel

 

Das französische Küstenschutzschiff Bouvines

 

 

Mitte 1915 wurde mit den Umbauten begonnen. Hierfür wurden zwei 4-achsige Eisenbahnwaggons mit Stahlträgern verbunden auf denen das Geschütz montiert wurde. Für den Rückstoß diente ein hydropneumatisches Rückstoßsystem, womit das Geschütz nach dem Abfeuern nach hinten rutschte um anschließend wieder nach vorne in seine ursprüngliche Position zu schwenken. Um den Waggon in seiner Position auf den Gleisen zu behalten dienten 5 Stahlkreuze mit integrierten Spaten die zwischen den Eisenbahnschwellen heruntergelassen wurden. Auch neben den Gleisen wurden Stahlträger montiert. Der Aufbau dauerte ungefähr 3 Stunden.

 

 

Zeichnung der Obusier de 370 modèle 1915

 

Zeichnung der Obusier de 370 modèle 1915

 

 

Bereits Ende 1915 wurden die ersten der insgesamt 8 Eisenbahngeschütze an die französische Armee ausgeliefert und an der Westfront eingesetzt.

Während der Frühjahrsoffensive 1918 gelang es der deutschen Armee, 4 der Eisenbahngeschütze zu erbeuten. Eines wurde während des späteren Rückzuges zerstört, 3 wurden in das Deutsche Reich gebracht und mussten nach der Kapitulation des Deutschen Reiches an Frankreich zurück gegeben werden.

 

 

Die Obusier de 370 modèle 1915 im Juni 1918

 

Die Obusier de 370 modèle 1915 im Juni 1918

 

Obusier de 370 modèle 1915

 

Obusier de 370 modèle 1915

 

Von deutschen Truppen erbeutete Obusier de 370 modèle 1915 Eisenbahngeschütze

 

 

Nach dem ersten Weltkrieg und der Rückgabe der erbeuteten Eisenbahngeschütze von Deutschland behielt die französische Armee bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges insgesamt 4 der Geschütze. Ob diese gegen die deutsche Wehrmacht eingesetzt wurden ist nicht bekannt. Nach der Kapitulation Frankreichs 1940 konnten diese jedoch von Deutschland erbeutet werden und unter der Bezeichnung 37 cm H (E) 710 (f) in den eigenen Dienst gestellt werden.

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Obusier de 370 modèle 1915
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1890
1915 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 8 Stück
Kaliber: 370 mm
Rohrlänge: 9,25 Meter
Reichweite: Max. 16.500 Meter
Gewicht: 127 bis 134 Tonnen

 

 

 

 

 

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Canon de 32 modèle 1870/93 https://www.militaer-wissen.de/canon-de-32-modele-1870-93/ Wed, 27 Mar 2019 22:37:23 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61563 Die Canon de 32 modèle 1870/93 war ein ehemaliges Geschütz zur Küstenverteidigung, dass während des ersten Weltkrieges zu einem Eisenbahngeschütz umgebaut und an der Westfront eingesetzt wurde. Bereits vor dem Deutsch-Französischem Krieg von 1870 bis 1871 wurden zum Schutz der französischen Küsten schwere Geschütze eingesetzt. Hierzu zählten auch die Canon de 32C modèle 1870/84 M Küstenverteidigungskanonen. Wie zu dieser Zeit Weiter lesen

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Die Canon de 32 modèle 1870/93 war ein ehemaliges Geschütz zur Küstenverteidigung, dass während des ersten Weltkrieges zu einem Eisenbahngeschütz umgebaut und an der Westfront eingesetzt wurde.

Bereits vor dem Deutsch-Französischem Krieg von 1870 bis 1871 wurden zum Schutz der französischen Küsten schwere Geschütze eingesetzt. Hierzu zählten auch die Canon de 32C modèle 1870/84 M Küstenverteidigungskanonen. Wie zu dieser Zeit üblich hatten die Geschütze einen geriffelten Lauf und mehrere Lagen Eisenverstärkungsreifen. Durch den unterbrochenen Verschluss wurden separate Ladungen und Geschosse abgefeuert. Nach dem verlorenen Krieg behielt die französische Armee weiterhin diese Geschütze.

Nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges und 1915 dem Beginn des Stellungskrieges an der Westfront, zeichnete sich ab, dass die eingesetzten leichten französischen Feldgeschütze nicht mehr ausreichten um die immer stärker befestigten deutschen Stellungen zu beschädigen oder zu zerstören. Daher entschied sich das Oberkommando die schweren Geschütze aus den Festungen an die Front zu bringen. Auch die Küstengeschütze fielen unter diese Anordnung, wobei viele zu Eisenbahngeschützen umfunktioniert wurden, da diese mobiler waren und die Geschütze oftmals zu schwer für einen ständigen Transport waren.

Auch die verbliebenen 6 Canon de 32C modèle 1870/84 M Küstenverteidigungskanonen wurden von der Firma Schneider ausgewählt zu Eisenbahngeschützen umgebaut zu werden. 1915 wurden damit begonnen zwei 5-achsige Eisenbahnwaggons mit einem Stahlgerüst zu verbinden worauf das Geschütz montiert wurde. Da es selbst über keine Drehscheibe verfügte musste die gesamte Konstruktion zum Zielen auf bereits voreingestellte Gleise gestellt werden. Anschließend wurden neben und auf die Gleise Holzbalken gelegt um die Stützen abstellen zu können.

Für den Rückstoß nutzten die Geschütze ein gleitendes Rückstoßsystem, wobei die Waffe nach dem Abfeuern einige Meter zurück rutschte um anschließend wieder in seine ursprüngliche Position zu fahren. Insgesamt erwiesen sich diese Eisenbahngeschütze nach den ersten Tests als stabil, effektiv und verhältnismäßig kostengünstig. Spätere Eisenbahngeschütze der Firma Schneider hatten jedoch ein verbessertes Rückstoßsystem und Zieleinrichtungen.

 

 

Eine Canon de 32 modèle 1870/93 beim Abfeuern

 

 

Bereits Ende 1915 wurden die ersten der insgesamt 6 Eisenbahngeschütze unter der Bezeichnung Canon de 32 modèle 1870/93 an die französische Armee ausgeliefert und umgehend an der Westfront eingesetzt. Dort verblieben die Geschütze auch bis zum Kriegsende.

 

 

Canon de 32 modèle 1870/93

 

Eine Canon de 32 modèle 1870/93 im September 1917 in Belgien

 

Mehrere Canon de 32 modèle 1870/93 beim Beschuss deutscher Stellungen an der Westfront

 

Canon de 32 modèle 1870/93

 

 

Nach dem ersten Weltkrieg wurden die 6 Eisenbahngeschütze in Depots gebracht und dort als Reserve geführt. Als der zweite Weltkrieg begann wurden diese Geschütze wieder reaktiviert, ob sie gegen die deutsche Wehrmacht eingesetzt wurden ist nicht bekannt.

Nach der Kapitulation Frankreichs 1940 wurden die Geschütze von der Wehrmacht erbeutet und als 32 (K) 65 (f) oder 32 cm (E) 657 (f) in den Dienst gestellt. Ein Geschütz konnte 1945 in einer Fabrik der Firma Krupp von dem RAF Bomber Command entdeckt werden.

 

 

RAF Bomber Command untersuchen eine gefundene Canon de 32 modèle 1870/93 in einer Krupp Fabrik in Essen nach der Kapitulation Deutschlands

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Canon de 32 modèle 1870/93
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1870
1915 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 6 Stück
Kaliber: 320 mm
Rohrlänge: 10,4 Meter
Reichweite: Max. 24.800 Meter
Gewicht: 162 Tonnen

 

 

 

 

 

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Canon de 305 modèle 93/96 TAZ https://www.militaer-wissen.de/canon-de-305-modele-93-96-taz/ Wed, 27 Mar 2019 19:47:23 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61510 Die Canon de 305 modèle 93/96 TAZ war ursprünglich die Hauptbewaffnung französischer Schlachtschiffe, einige wurden während des ersten Weltkrieges jedoch zu Eisenbahngeschützen umgebaut und sollten an der Westfront eingesetzt werden. 1893 wurde die Canon de 305 mm Modèle 1893/96 entwickelt um als Hauptbewaffnung für die kommenden französischen Schlachtschiffe der Charlemagne, République und Liberté Klasse zu dienen. Die Geschütze waren wie Weiter lesen

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Die Canon de 305 modèle 93/96 TAZ war ursprünglich die Hauptbewaffnung französischer Schlachtschiffe, einige wurden während des ersten Weltkrieges jedoch zu Eisenbahngeschützen umgebaut und sollten an der Westfront eingesetzt werden.

1893 wurde die Canon de 305 mm Modèle 1893/96 entwickelt um als Hauptbewaffnung für die kommenden französischen Schlachtschiffe der Charlemagne, République und Liberté Klasse zu dienen. Die Geschütze waren wie üblich zu der Zeit mit einem gerilltem Lauf ausgerüstet und mit mehreren Lagen Stahl ummantelt. Der unterbrochene Welin Verschluss konnte getrennte Ladungen und Geschosse abfeuern.

 

 

Das französische Schlachtschiff Charlemagne

 

Das französische Schlachtschiff Patrie welches der République Klasse angehörte

 

Das französische Schlachtschiff Liberté

 

 

Nachdem der erste Weltkrieg ausgebrochen war und ab 1915 an der Westfront der Stellungskrieg begann, zeigte sich, dass die eingesetzten französischen leichten Feldgeschütze nicht mehr ausreichten um die immer stärker befestigten deutschen Stellungen zu beschädigen oder zu zerstören. Das Oberkommando ordnete daher an, die schweren Artilleriegeschütze aus den französischen Festungen abzuziehen und an die Westfront zu bringen. Da die Stückzahl der schweren Geschütze eher gering war und die Wirtschaft mit der Produktion den Bedarf nicht decken konnte, wurden neben der Küstenartillerie auch ausgemusterte Kriegsschiffe demilitarisiert und deren Geschütze entweder zu Feldgeschützen oder zu Eisenbahngeschütze umfunktioniert.

Diese Anordnung betraf auch insgesamt 8 ausgemusterte Canon de 305 mm Modèle 1893/96 Geschütze. Diese wurden von der Firma St. Chamond genommen um daraus Eisenbahngeschütze zu bauen.

Um das hohe Gewicht der Geschütze tragen zu können, wurden zwei 6 achsige Eisenbahnwaggons genommen und mit einem Stahlrahmen verbunden. Auf den Waggons wurde eine Drehscheibe montiert, damit das Geschütz auch durch engere Kurven fahren konnte.

Um die Geschütze Einsatzbereit machen zu können, mussten vor dem Abfeuern neben und unter den Gleisen Holzbalken verlegt werden, auf denen Stützen stehen konnten wenn sich der Aufbau absenkte. Um den Rückstoß zu absorbieren wurden zudem Bodenanker angebracht, die das Geschütz in dessen Position halten sollten.

 

 

Zeichnung der Canon de 305 modèle 93/96 TAZ

 

 

Ursprünglich war vorgesehen, dass sich das Geschütz um 360 Grad drehen konnte. Nach den ersten Tests zeigte sich jedoch schnell, dass das Geschütz einfach zu schwer war und es sich nur wenig Drehen konnte damit es keine Probleme mit dem Gleichgewicht gab. Auch war die Ausrichtung zum Schießen stark eingeschränkt und der Schusswinkel musste niedrig gehalten werden, damit der gesamte Waggon nach einem Schuss nicht umkippte.

Ab 1916 begann die Auslieferung der 8 umgebauten Eisenbahngeschütze. Aufgrund der schweren Mängel wurden diese jedoch schnell von der deutlich besseren Canon de 240 modèle 93/96 TAZ ersetzt.

 

 

Canon de 305 modèle 93/96 TAZ

 

Kanadische Offiziere begutachten eine französische Canon de 305 modèle 93/96 TAZ

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Canon de 305 modèle 93/96 TAZ
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1893
1916 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 8 Stück
Kaliber: 305 mm
Rohrlänge: 12,2 Meter
Reichweite: Max. 27.500 Meter als Schiffsgeschütz
Gewicht: 175 Tonnen

 

 

 

 

 

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Canon de 274 modèle 87/93 Glissement https://www.militaer-wissen.de/canon-de-274-modele-87-93-glissement/ Tue, 26 Mar 2019 19:52:27 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61464 Die Canon de 274 modèle 87/93 Glissement war ursprünglich ein Geschütz für französische Schlachtschiffe, wurde während des ersten Weltkrieges jedoch zu einem Eisenbahngeschütz umgebaut und an der Westfront eingesetzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Frankreich mit dem Bau mehrerer Pre Dreadnought Schlachtschiffe begonnen, die als sekundäre Bewaffnung die Canon de 274 modèle 1887/1893 Geschütze erhielten. Diese Geschütze waren noch Weiter lesen

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Die Canon de 274 modèle 87/93 Glissement war ursprünglich ein Geschütz für französische Schlachtschiffe, wurde während des ersten Weltkrieges jedoch zu einem Eisenbahngeschütz umgebaut und an der Westfront eingesetzt.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Frankreich mit dem Bau mehrerer Pre Dreadnought Schlachtschiffe begonnen, die als sekundäre Bewaffnung die Canon de 274 modèle 1887/1893 Geschütze erhielten. Diese Geschütze waren noch nicht vollständig aus Stahl gefertigt sondern verfügten über mehrere Lagen von Stahlverstärkungsreifen. Zudem hatten sie einen unterbrochenen Schraubenverschluss und feuerten separate Ladungen und Geschosse ab.

 

 

Das französische Schlachtschiff Bouvet ausgerüstet mit einer Canon de 274 modèle 87/93

 

Das französische Schlachtschiff Masséna ausgerüstet mit einer Canon de 274 modèle 87/93

 

 

Nachdem der erste Weltkrieg begonnen hatte und sich ab 1915 an der Westfront der Stellungskrieg abzeichnete, zeigte sich, dass die eingesetzten französischen leichten Feldgeschütze nicht ausreichten um die immer stärker befestigten deutschen Stellungen zu beschädigen oder zu zerstören. Somit beschloss das Oberkommando die schweren Geschütze aus den Festungen abzuziehen und an die Front zu bringen. Hiervon waren auch die Geschütze der Küstenverteidigung und ausrangierter Kriegsschiffe betroffen.

Nach den erfolgreichen Tests der ehemaligen Schiffsgeschütze Canon de 274 modèle 93/96 Berceau nach dem Umbau zu Eisenbahngeschützen 1915, wurden auch die Canon de 274 modèle 87/93 ausgewählt als Eisenbahngeschütze umfunktioniert zu werden. Allerdings entschied sich die Firma Schneider die vollständige Panzerung aus Zeit und Kostengründen weg zu lassen.

 

 

Zeichnung der Canon de 274 modèle 87/93 Glissement

 

 

Um das Geschütz aufnehmen zu können wurde zwischen zwei Eisenbahnwaggons ein Stahlgerüst montiert auf dem dann das Geschütz gesetzt wurde. Die 5 achsigen Waggons verfügten über Drehscheiben damit das Geschütz auch durch engere Kurven fahren konnte und somit der Radius verkleinert wurde. Da die Waggons über keinen eigenen Antrieb verfügten mussten diese von einer Lok an den gewünschten Platz gezogen werden. Nachdem das Geschütz an die entsprechende Stelle gezogen wurde, senkten sich 6 Stahlträger in der Mitte auf die Gleise und hoben den Stahlrahmen hoch um sowohl die Gleise als auch die Drehscheiben der beiden Waggons beim Abfeuern zu entlasten. Nach dem Abfeuern glitt das gesamte Geschütz einige Meter zurück und wurde durch die im Boden eingelassenen Anker gestoppt um durch eine Lok wieder in seine Position gezogen zu werden. Dieses als Glissement-System bekannte Verfahren war zwar zeitaufwendiger als der Einbau eines Rückstoßsystems, war jedoch deutlich günstiger und verbrauchte nicht so viele Rohstoffe, an denen es während des Krieges grundsätzlich mangelte.

1917 wurden die ersten 4 Geschütze von der Firma Schneider an die französische Armee ausgeliefert und an der Westfront eingesetzt. Durch den starken Verbrauch musste der Lauf der Waffen mehrere Male aufgebohrt werden, sodass bis zum Kriegsende das Kaliber bis zu 288 mm betragen konnte. Von den eingesetzten Geschützen gingen bis zum Waffenstillstand 3 verloren.

 

 

Französische Soldaten bereiten eine Canon de 274 modèle 87/93 Glissement für den Schuss vor

 

 

Nach dem ersten Weltkrieg wurden in den Jahren 1919 und 1920 insgesamt 16 weitere Eisenbahngeschütze umgebaut und an die französische Armee ausgeliefert. Diese ließen diese in Depots einlagern für den Fall eines neuen Krieges.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges wurden diese Geschütze wieder reaktiviert. In wie fern diese gegen die deutsche Wehrmacht eingesetzt wurden ist nicht bekannt. Nach der Kapitulation Frankreichs 1940 konnte die Wehrmacht 6 der Eisenbahngeschütze erbeuten und stellte diese unter der Bezeichnung 27,4 cm K (E) 591 (f), 27,4 cm K ( E) 592 (f) und 28,5 cm K (E) 605 (f) in den eigenen Dienst.

 

 

Eine von amerikanischen Truppen am 10. April 1945 erbeutete Canon de 274 modèle 87/93 Glissement in Thüringen

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Canon de 274 modèle 87/93 Glissement
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1887
1917 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 20 Stück
Kaliber: 274 mm
Im Laufe des Krieges bis auf 288 mm aufgebohrt
Rohrlänge: 12,3 Meter
Reichweite: Max. 26.400 Meter
Gewicht: 155 Tonnen

 

 

 

 

 

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Canon de 274 modèle 93/96 Berceau https://www.militaer-wissen.de/canon-de-274-modele-93-96-berceau/ Sun, 24 Mar 2019 10:00:44 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61422 Die Canon de 274 modèle 93/96 Berceau entstand aus der Verwendung der Schiffsgeschütze von zwei französischen Kriegsschiffen, dessen Waffen ausgebaut und als Eisenbahngeschütze eingesetzt wurden. Ursprünglich waren die 4 Canon de 274 modèle 93/96 Berceau die Hauptbewaffnung der französischen Küstenschutz Schiffe der Terrible-Klasse namens Caïman und Indomptable. Als die Schiffe nicht mehr von der französischen Marine aufgrund ihres Alters eingesetzt Weiter lesen

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Die Canon de 274 modèle 93/96 Berceau entstand aus der Verwendung der Schiffsgeschütze von zwei französischen Kriegsschiffen, dessen Waffen ausgebaut und als Eisenbahngeschütze eingesetzt wurden.

Ursprünglich waren die 4 Canon de 274 modèle 93/96 Berceau die Hauptbewaffnung der französischen Küstenschutz Schiffe der Terrible-Klasse namens Caïman und Indomptable. Als die Schiffe nicht mehr von der französischen Marine aufgrund ihres Alters eingesetzt wurden, wurde die Bewaffnung ausgebaut, darunter auch die Hauptbewaffnung der beiden Schiffe. Die nun freigewordenen 4 Geschütze sollten nach Aufforderung des Oberkommandos in Eisenbahngeschütze umgewandelt werden und an der Westfront eingesetzt werden.

1915 begann die Firma Schneider mit der Entwicklung einer passenden Plattform. Hierfür wurden 2 vierachsige Eisenbahnwaggons verstärkt und mit Drehplatten ausgestattet. Darauf wurde ein Stahlrahmen gesetzt auf dem die Geschütze montiert wurden. Um sowohl die mitgeführte Munition als auch die Bedienmannschaft vor feindlichem Beschuss zu schützen wurden die Geschütze fast vollständig mit Stahl ummantelt. Da sorgte zwar für eine ausreichende Panzerung, jedoch schränkte dies sowohl den Schusswinkel als auch die Reichweite ein.

Um die Geschütze zu laden wurde der Lauf abgesenkt und die Soldaten konnte über eine erhöhte Plattform im Inneren der Ummantelung den Ladevorgang durchführen. Zum Zielen wurden die Eisenbahngeschütze auf bereits positionierte Gleise gefahren oder durch das Drehgestell kleinere Anpassungen durchgeführt.

Die Eisenbahngeschütze konnten nach den ersten Tests das Oberkommando überzeugen und dienten für weitere Umbauten als Grundkonstruktion, wobei die Firma Schneider bei anderen Eisenbahngeschützen die vollständige Panzerung aus Zeit und Kostengründen nicht mehr durchführte.

Ende 1915 wurden die 4 umgebauten Eisenbahngeschütze an die französische Armee ausgeliefert und bis zum Kriegsende an der Westfront dort eingesetzt.

 

 

Canon de 274 modèle 93/96 Berceau

 

Eine Canon de 274 modèle 93/96 Berceau auf dem Weg zur Front

 

Zwei Canon de 274 modèle 93/96 Berceau auf dem Weg zur Front

 

Eine Canon de 274 modèle 93/96 Berceau wird für den Transport zur Front vorbereitet

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Canon de 274 modèle 93/96 Berceau
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1893
1915 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 4 Stück
Kaliber: 274 mm
Im Laufe des Krieges bis auf 288 mm aufgebohrt
Rohrlänge: 11,5 Meter
Reichweite: Max. 22.000 Meter
Gewicht: unbekannt

 

 

 

 

 

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Canon de 240 modèle 93/96 TAZ https://www.militaer-wissen.de/canon-de-240-modele-93-96-taz/ Sun, 24 Mar 2019 06:37:48 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61389 Die Canon de 240 modèle 93/96 TAZ wurde vor dem ersten Weltkrieg in den französischen Kolonien für den Küstenschutz eingesetzt, musste jedoch während des Krieges nach Frankreich zurück geholt um an der Westfront eingesetzt zu werden. Vor dem ersten Weltkrieg waren die Canon de 240 modèle 93/96 Geschütze in den französischen Koloniestädten Dakar (Senegal) und Saigon (Vietnam) zur Verteidigung der Weiter lesen

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Die Canon de 240 modèle 93/96 TAZ wurde vor dem ersten Weltkrieg in den französischen Kolonien für den Küstenschutz eingesetzt, musste jedoch während des Krieges nach Frankreich zurück geholt um an der Westfront eingesetzt zu werden.

Vor dem ersten Weltkrieg waren die Canon de 240 modèle 93/96 Geschütze in den französischen Koloniestädten Dakar (Senegal) und Saigon (Vietnam) zur Verteidigung der Hafenanlagen eingesetzt.

Als ab 1915 an der Westfront der Stellungskrieg begann und die deutschen Befestigungen immer stärker gegen den Beschuss der leichten französischen Feldgeschütze gesichert wurden, musste das Oberkommando alle verfügbaren schweren Geschütze aus den Festungen und dem Küstenschutz abziehen und an die Front bringen. Zu dieser Maßnahme zählten auch die 8 Canon de 240 modèle 93/96 Geschütze, die aus den Kolonien abgezogen und per Schiff nach Frankreich gebracht wurden.

Seit 1916 arbeitete die Firma St. Chamond bereits an dem Aufbau von Eisenbahngeschützen. Diese verwendeten die Canon de 305 Modell 93/96 TAZ, da diese jedoch von den Maßen her sehr groß war und der Umbau entsprechend lange dauerte, sollten die kleineren 240 mm Geschütze aus den Kolonien einige der schwereren Waffen ersetzen.

Um die großen und schweren Küstengeschütze aufnehmen zu können, wurden zwei Eisenbahnwaggons mit je 6 Achsen mit einem Stahlrahmen verbunden. Auf diesem wurde die Plattform für die Geschütze gesetzt. Die Plattform der Bedienmannschaft lag etwas erhöht hinter dem Geschütz. Um die Waffe zu laden, musste zunächst der Lauf gesenkt werden, damit die Soldaten an den Verschluss kamen. Die Geschütze selbst verfügten über ein hydropneumatisches Rückstoßsystem, die Eisenbahnwaggons hatten zusätzlich Bodenanker um den Rückstoß abzufangen.

Durch Probleme während des Umbau und den späteren Problemen beim Gewicht und dem Rückstoß beim Schießen, wurden diese Eisenbahngeschütze erst 1918 zum Ende des Krieges ausgeliefert und galten als sehr unzuverlässig.

 

 

Canon de 240 modèle 93/96 TAZ

 

Zeichnung der Canon de 240 modèle 93/96 TAZ

 

Canon de 240 modèle 93/96 TAZ

 

 

Nach dem ersten Weltkrieg wurden die Eisenbahngeschütze als Reserve in Depots der französischen Armee untergebracht. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurden diese wieder reaktiviert, ob sie gegen die deutsche Wehrmacht noch eingesetzt wurde ist nicht bekannt.

Nach der Kapitulation Frankreichs 1940 konnte die Wehrmacht alle 8 Geschütze erbeuten. Unter der Bezeichnung 24 cm Kanone (E) 558 (f) oder 24 cm Kanone (E) Modell 93/96 (f) wurden 4 Geschütze später im Atlantikwall eingesetzt. Die anderen 4 wurden zunächst nach Norwegen zur Verteidigung der Küste gebracht, zum Ende des Krieges befanden sich diese in Naerbo.

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Canon de 240 modèle 93/96 TAZ
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1893
1916 bis 1918 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 8 Stück
Kaliber: 240 mm
Rohrlänge: 10 Meter
Reichweite: Max. 24.800 Meter
Gewicht: 140 Tonnen

 

 

 

 

 

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Canon de 240 L Mle 1884 TAZ https://www.militaer-wissen.de/canon-de-240-l-mle-1884-taz/ Sat, 23 Mar 2019 09:32:18 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61343 Die Canon de 240 L Mle 1884 TAZ war ursprünglich ein französisches Geschütz für die Küstenverteidigung, wurde während des ersten Weltkrieges jedoch als Belagerungsartillerie und Eisenbahngeschütz eingesetzt. Die Canon de 240 mm L mle 1884 entstand ursprünglich aus der Anforderung des französischen Komitees von 1874, welches sich nach dem verlorenen Deutsch-Französischem Krieg mit der Wiederaufbau und der Umstrukturierung der französischen Weiter lesen

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Die Canon de 240 L Mle 1884 TAZ war ursprünglich ein französisches Geschütz für die Küstenverteidigung, wurde während des ersten Weltkrieges jedoch als Belagerungsartillerie und Eisenbahngeschütz eingesetzt.

Die Canon de 240 mm L mle 1884 entstand ursprünglich aus der Anforderung des französischen Komitees von 1874, welches sich nach dem verlorenen Deutsch-Französischem Krieg mit der Wiederaufbau und der Umstrukturierung der französischen Armee befasste. Von diesem Komitee wurden mehrere schwere Geschütze der Kaliber 120 mm, 155 mm und 220 mm sowie 2 Mörser mit 220 mm und 270 mm gefordert. Auch die Verteidigung der Küsten sollte verstärkt werden.

Unter der Leitung von Colonel de Bange wurden daraufhin in den nächsten Jahren verschiedene Geschütze entworfen und gebaut. Für die Küstenverteidigung folgte schließlich 1884 die Canon de 240 mm L mle 1884.

Zu dieser Zeit konnten bereits die Geschütze vollständig aus Stahl hergestellt werden und nicht nur teilweise, was die Stabilität erhöhte und gleichzeitig den Verschleiß minimierte. Ausgerüstet wurde die Waffe mit einem de Bange Verschluss und einem einfachen hydraulischen Rückstoßsystem um die Ausrichtung nach einem Schuss beizubehalten.

Nach der Vorstellung des Prototypen wurden von der französischen Armee 60 Geschütze bestellt und ab 1884 ausgeliefert. Diese wurden anschließend an feste Plätze entlang der französischen Küste aufgestellt. Dafür wurde ein Betonfundament mit einer Brüstung gegossen auf dem ein Stahlring angebracht war, dessen Räder das Geschütz in die erforderliche Position brachten.

 

Mit Beginn des ersten Weltkrieges und ab 1915 dem Beginn des Stellungskrieges an der Westfront, zeigte sich, dass die eingesetzten französischen leichten Feldgeschütze nicht mehr ausreichten um die immer stärker befestigten deutschen Stellungen zu Beschädigen oder zu zerstören. Das Oberkommando entschied sich daher die schweren Geschütze aus den Festungen und der Küste abzuziehen und an die Front zu bringen. Hiervon waren auch die Canon de 240 L Mle 1884 betroffen, die zum einen Teil als Belagerungsartillerie dienten und zum anderen auf Wagons als Eisenbahngeschütze dienen sollten.

Die Firma Schneider hatte bereits 1914 damit begonnen, Geschütze auf Eisenbahn Wagons zu montieren. Einer dieser Versuche hatte die Bezeichnung Canon de 240 mm Gle 1870-87 und gehörte zu den ersten Eisenbahngeschützen die über eine drehbare Plattform für das Geschütz verfügten, sodass die Ausrichtung nicht mehr an die Position der Schienen gebunden war. Allerdings zeigte sich, dass das verwendete Geschütz zu alt für die Front war.

Anfang 1917 wurde das Projekt erneut aufgegriffen. Diesmal sollte auf den verstärkten Wagon eine Canon de 240 L Mle 1884 montiert werden. Nach den ersten Tests zeigte sich, dass diese Kombination äußerst erfolgreich sei und es wurde angeordnet, 38 solcher Eisenbahngeschütze zu bauen und als Canon de 240 L Mle 1884 TAZ zu bezeichnen.

 

 

Anfangskonzept eines Eisenbahngeschützes mit einer Canon de 240 L Mle 1884

 

Anfangskonzept eines Eisenbahngeschützes mit einer Canon de 240 L Mle 1884

 

Eine Canon de 240 L Mle 1884 auf dem Weg zur Front

 

Mehrere Canon de 240 L Mle 1884 TAZ Geschütze in der Nähe von Verdun

 

 

Die Eisenbahngeschütze blieben bis zum Kriegsende im Dienst der französischen Armee. anschließend wurden diese teilweise weiter genutzt oder in Depots als Reserve gebracht.

Nach der Kapitulation Frankreich 1940 konnte die deutsche Wehrmacht mehrere der Eisenbahngeschütze erbeuten und stellte diese unter der Bezeichnung 24 cm K (E) 537 (f) in den Dienst für den Küstenschutz.

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: Canon de 240 L Mle 1884 TAZ
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1884
1917 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 38 Stück
Kaliber: 240 mm
Rohrlänge: 6,7 Meter
Reichweite: Max. 17.300 Meter
Gewicht: 31 Tonnen

 

 

 

 

 

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24 cm Canon G modèle 1916 https://www.militaer-wissen.de/24-cm-canon-g-modele-1916/ Sat, 23 Mar 2019 06:38:33 +0000 http://www.militaer-wissen.de/?p=61293 Die 24 cm Canon G modèle 1916 war ursprünglich ein französisches Geschütz zur Küstenverteidigung, welches vor dem ersten Weltkrieg gebaut und während des Krieges teilweise als Eisenbahn Geschütz genutzt wurde. Nach dem verlorenen Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871 begann ab 1874 eine Kommission mit dem Aufbau und der Neustrukturierung der französischen Armee. Von dieser Kommission wurden auch mehrere großkalibrige Weiter lesen

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Die 24 cm Canon G modèle 1916 war ursprünglich ein französisches Geschütz zur Küstenverteidigung, welches vor dem ersten Weltkrieg gebaut und während des Krieges teilweise als Eisenbahn Geschütz genutzt wurde.

Nach dem verlorenen Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871 begann ab 1874 eine Kommission mit dem Aufbau und der Neustrukturierung der französischen Armee. Von dieser Kommission wurden auch mehrere großkalibrige Geschütze gefordert.

Um auch die französischen Küsten zu schützen, wurde ab 1876 die Canon de 24 C Modell 1876 eingeführt. Dieses Geschütz hatte einen Kaliber von 240 mm, einen de Bange Verschluss und eine Reichweite von etwas über 10 Kilometern. Bis auf wenige Ausnahmen, waren diese Geschütze auf festen, rechteckigen Stahlfeuerplattformen montiert. Zur Ausrichtung diente eine in Beton eingebettete kreisförmige Stahlbahn, über dessen Räder das Geschütz in die entsprechende Position gedreht werden konnte.

Das Rückstoßsystem bestand aus einer U-förmigen Waffenhalterung in der sich der Laufzylinder befand, sowie einer leicht geneigten Schießplattform mit einem Hydro Schwerkraft Rückstoßsystem. Das ermöglichte es der Waffe, nach einem Schuss in seine ursprüngliche Position zurück zu kehren damit es nicht nach jedem Schuss neu ausgerichtet werden musste.

 

 

Canon de 24 C modèle 1876

 

 

Nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges und ab 1915 dem Beginn des Stellungskrieges, zeichnete sich ab, dass die von Frankreich eingesetzten leichten Feldgeschütze nicht mehr ausreichten um die immer stärker befestigten deutschen Stellungen zu Beschädigen oder zu zerstören. Daher wurde vom französischen Oberkommando beschlossen, die schweren Geschütze aus den Festungen und dem Küstenschutz an die Westfront zu bringen.

Neben einer unbekannten Anzahl von Canon de 24 C modèle 1876 Geschützen die für die Artillerie Regimenter an der Front bestimmt waren, sollten auch einige der Geschütze zu Eisenbahn Geschützen umgebaut werden. 1915 wurde mit dem Umbau begonnen. Hierfür wurden 2, 3 oder 4 achsige Eisenbahn Wagons verstärkt um die schweren Geschütze aufnehmen zu können. Im Gegensatz zu anderen Eisenbahngeschützen wurde bei diesem Modell jedoch keine Plattform montiert auf der das Geschütz drehen konnte. Für das Abfeuern musste es daher entweder vom Wagon gehoben und auf eine Plattform am Boden gestellt werden, oder der Wagon musste auf bereits ausgerichtete Schienen gestellt werden. Unter der Bezeichnung 24 cm Canon G modèle 1916 wurde ab 1916 mit der Auslieferung begonnen.

 

 

Eine Canon de 24 C modèle 1876 beim Einsatz in Gallipoli 1916

 

Eine von osmanischen Truppen erbeutete Canon de 24 C modèle 1876 in Gallipoli 1916

 

 

Ab 1916 wurden bis zum Kriegsende 24 Geschütze an die französische Armee, 13 an französische Ausbildungseinheiten und 16 an die amerikanischen Truppen ausgeliefert.

 

 

24 cm Canon G modèle 1916

 

Eine 24 cm Canon G modèle 1916 der amerikanischen Truppen beim Abfeuern

 

Amerikanische Soldaten laden eine 24 cm Canon G modèle 1916

 

 

 

Datenblatt:

Bezeichnung: 24 cm Canon G modèle 1916
Herstellerland: Frankreich
Einführungsjahr: 1876
1915 Umbau zum Eisenbahngeschütz
Stückzahl: 53 Stück als Eisenbahngeschütz
Kaliber: 240 mm
Rohrlänge: 5,36 Meter
Reichweite: Max. 13.400 Meter
Gewicht: 47 Tonnen

 

 

 

 

 

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