Großlinienschiff (Schlachtschiff) SMS Sachsen

Das Großlinienschiff SMS Sachsen war das dritte Schiff der Bayern-Klasse, eines Typs von Großlinienschiffen die zu der Zeit zu den modernsten Schiffen weltweit galten. Durch den ersten Weltkrieg und die damit verbundene Knappheit an Rohstoffen und Werftarbeitern, konnte die Sachsen jedoch nicht fertiggestellt werden.

 

Stapellauf und Bauform:

Die SMS Sachsen gehörte zu der Bayern-Klasse und war eine Weiterentwicklung der Nassau-Klasse, die als Gegengewicht für die neu aufgekommenen britischen Dreadnought Schiffe gedacht war. Die Erfahrungen der Nassau Schiffe flossen dementsprechend in die Entwicklung der Bayern-Klasse mit ein, was besonders die Kaliber der schweren Geschütze sowie die Panzerung betraf.

Im Gegensatz zu den anderen Schiffen der Bayern-Klasse, entfiel bei der Sachsen der mittlere Turbinensatz. Stattdessen war geplant, einen 12.000PS Zweitakt-Dieselmotor mit sechs Zylindern einzubauen. Dieser befand sich jedoch zum Zeitpunkt des Stapellaufes immer noch in der Erprobungsphase und hätte erst später eingebaut werden sollen.

Am 7. April 1914 erfolgte der Baubeginn. Aufgrund des Abzuges der Werftarbeiter in den Militärdienst und der knapper werdenden Rohstoffe bedingt durch den ersten Weltkrieg, verzögerte sich der Bau der Sachsen deutlich. Zudem wurden nach dem Stapellauf am 21. November 1916 andere Projekte vorgezogen, sodass die Arbeiten zum Erliegen kamen.

 

Das im Bau befindliche Großlinienschiff SMS Sachsen von backbord gesehen

 

Das im Bau befindliche Großlinienschiff SMS Sachsen von oben gesehen

 

 

 

Verbleib:

Die Kapitulation des deutschen Reiches erfolgte 9 Monate vor der geplanten Fertigstellung des Schiffes. Da nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages Deutschland Kriegsschiffe über eine Größe von 10.000 Tonnen untersagt war, musste das Schiff am 3. November 1919 aus der Liste der Kriegsschiffe gestrichen werden.

1920 wurde es dann verkauft und 1921 an der Arsenalmole in Kiel verschrottet.

 

 

 

Schiffssdaten:

Name:  

SMS Sachsen

Land:  

Deutsches Reich

Schiffstyp:  

Großlinienschiff
(Schlachtschiff)

Klasse:  

Bayern-Klasse

Bauwerft:  

Germaniawerft, Kiel

Baukosten:  

ca. 49.000.000 Mark

Stapellauf:  

21. November 1916

Indienststellung:  

Nicht fertiggestellt

Verbleib:  

1921 in Kiel verschrottet

Länge:  

182,4 Meter

Breite:  

30 Meter

Tiefgang:  

Max. 9,4 Meter

Verdrängung:  

Max. 32.500 Tonnen

Besatzung:  

1.171 Mann

 

Antrieb:

 

9 Marinekessel
2 Parsons-Turbinen
1 MAN 6-Zylinder-Dieselmotor

Leistung:  

54.000 PS (39.717 kW)

Höchstgeschwindigkeit:  

22,25 kn (41 km/h)

 

Bewaffnung:

 

8 × Schnellfeuergeschütz 38 cm L/45 (720 Schuss)

16 × Schnellfeuergeschütz 15,0 cm L/45 (2.560 Schuss)

8 × Flugabwehr Kanonen 8,8 cm L/45 (3.200 Schuss)

5 × Torpedorohr ∅ 60 cm (1 Bug, 4 Seiten, unter Wasser, 20 Schuss)

Panzerung:  

Gürtel: 30–350 mm
Deck: 90–120 mm
Türme: 100–350 mm
Barbetten: 40–350 mm
Kasematten: 170 mm
vorderer Kommandostand: 50–400 mm
achterer Kommandostand: 50–170 mm
Zitadelle: 250 mm
Torpedoschott: 50 mm
Querschotte: 170–200 mm

 

 

 

 

 

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