Hansa-Brandenburg G.I

Die Hansa-Brandenburg G.I war ein deutscher Bomber, der von den Hansa- und Brandenburgische Flugzeug Werken gebaut ausschließlich für die Luftwaffe von Österreich-Ungarn gebaut wurde.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Die Firma Hansa- und Brandenburgische Flugzeug Werke entstand aus dem Zusammenschluss der Brandenburgische Flugzeugwerke GmbH und der Hansa-Flugzeug Werke im Jahre 1914. Beteiligt waren bereits von Beginn an die Flugpioniere Igo Etrich und Ernst Heinkel, die bereits beide Erfahrungen im Flugzeugbau hatten.

Unter ihrer Leitung wurden zu Beginn des Krieges zunächst unbewaffnete, später bewaffnete Aufklärer für das deutsche sowie für das österreich-ungarische Heer gebaut. Als Ende 1914 die deutsche Heeresleitung die Anforderungen für einen Bomber zur Ablösung der Zeppeline stellte, begannen auch die beiden Konstrukteure ein entsprechendes Flugzeug zu entwickeln.

Die ersten beiden Prototypen liefen unter der Bezeichnung ZM I und ZM II, konnten den Anforderungen jedoch nicht entsprechen. Erst die Hansa-Brandenburg GF, die später in Hansa-Brandenburg G.I umbenannt wurde, konnte überzeugen.

Verbaut wurden zwei 160 PS starke  Austro-Daimler Motoren. Der Pilot und der Heck Schütze teilten sich eine Kanzel während der Bug Schütze eine seperate Kanzel erhielt. Im Gegensatz zu anderen Flugzeugen wurden die Motoren nicht an einer der Tragflächen montiert sondern saßen mit Stahlstreben befestigt dazwischen. Das hatte den Nachteil, dass die Vibrationen sich stark bemerkbar machten.

Mit dem Kriegseintritt Italiens auf Seiten der Alliierten und deren Bombenangriffe an der Front, entschloss sich auch die militärische Führung Österreich-Ungarns für den Kauf von Bombern. Zunächst wurden zwei Flugzeuge des Typs Hansa-Brandenburg G.I bestellt. Doch die Schäden während des Transportes und dem folgenden Rechtsstreit um die Entschädigung, verzögerte sich deren Einsatz an der Front erheblich. Nachdem dieser beigelegt wurde, wurden einige Flugzeuge in Lizenz nachgebaut und Anfang 1917 weitere Flugzeuge bestellt.

 

Hansa-Brandenburg G.I

 

Hansa-Brandenburg G.I

 

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Nachdem einige Fliegerkompanien der österreich-ungarischen Luftwaffe mit den Bombern ausgerüstet wurden, zeigte sich bereits, dass diese Flugzeuge schon veraltet und die deutschen Gotha G.IV Bomber deutlich moderner waren.

Insgesamt wurden die Hansa-Brandenburg G.I Flugzeuge nur drei Monate an der Front eingesetzt und flogen lediglich einen einzigen Angriff. Im Anschluss wurden diese nur noch zur Ausbildung genutzt.

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Hansa-Brandenburg G.I
Land: Deutsches Reich
Österreich-Ungarn
Typ: Bomber
Länge: 9,8 Meter
Spannweite: 18 Meter
Höhe: 4,2 Meter
Gewicht: 1776 kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei wassergekühlte 6-Zylinder Reihenmotoren Austro-Daimler mit je 160 PS
Höchstgeschwindigkeit: 143 km/h
Reichweite: 1000 Kilometer
Bewaffnung: zwei schwarzlose Maschinengewehre 07/12  und bis zu 300 kg Bomben

 

 

 

 

 

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