Schlachtschiff HMS Orion

Das Schlachtschiff HMS Orion gehörte zu den vier Schiffen der gleichnamigen Schiffs-Klasse und galt in Großbritannien als Schiff der Super-Dreadnoughts.

 

Stapellauf und Bauform:

Nachdem die Kaiserliche Marine das erste Schiff der Helgoland-Klasse am 25. September 1909 vom Stapel lies und dabei das Kaliber der Hauptbewaffnung auf 30,5 cm vergrößerte, sah sich das britische Marineministerium gezwungen, ebenfalls Schlachtschiffe mit einem größeren Kaliber entwickeln zu lassen.

Am 29. November 1909 begann die Kiellegung des Typ Schiffes HMS Orion. Bei diesem Typ der Schlachtschiffe wurde erstmals ein Kaliber von 34,3 cm benutzt und die Hauptbewaffnung in Mittschiffslinie aufgestellt, wobei die vorderen Türme überhöht waren. Mit diesem Schlachtschiff begann der Bau der sogenannten Super-Dreadnoughts in Großbritannien.

Die Orion-Klasse wurde auf vier Schiffe begrenzt, wobei die HMS Conqueror das letzte Schiff der Klasse war.

Der Stapellauf der HMS Orion erfolgte am 20. August 1910, die Indienststellung am 2. Januar 1912.

 

 

HMS Orion

 

Ansicht auf die hinteren Hauptgeschütze der HMS Orion

 

 

 

 

 

Werdegang der HMS Orion:

Nach der Indienststellung erfolgten die üblichen Erprobungsfahrten.

Nach der Übergabe an die Royal Navy löste die HMS Orion das Linienschiff HMS Hibernia in der 2. Division der Home Fleet als Flaggschiff ab. Mit dieser Division wurden im Anschluss auch einige Übungen und Manöver durchgeführt, wobei es bereits am 7. Januar 1912 zu einem Unfall kam, als der HMS  Revenge die Ankerkette brach und das Schiff die Orion rammte.

Kurz vor dem ersten Weltkrieg erfolgte die Verlegung in das 2. Schlachtschiffgeschwader der Grand Fleet.

 

 

Der Unfall am 7. Januar 1912 mit der HMS Revenge

 

HMS Orion

 

HMS Orion

 

 

 

 

 

Einsatz im Krieg:

Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges gehörten die Schiffe des Geschwader zu denen, die an der Blockade der Nordsee beteiligt waren.

Das erste und einzige Seegefecht an der die HMS Orion teilnahm erfolgte vom 31. Mai auf den 1. Juni 1916 bei der Skagerrakschlacht. Dort diente das Schiff unter Konteradmiral Sir Arthur Leveson als Flaggschiff. Während des Gefechtes erhielt das Schiff keinen Treffer, erzielte im Gegenzug jedoch auch nur vier unbestätigte Treffer auf der SMS Lützow.

Bis zum Kriegsende verblieb die HMS Orion in dem 2. Schlachtschiffgeschwader, führte noch einige Vorstöße in die Nordsee durch wobei es jedoch zu keinem Feindkontakt mehr kam.

 

 

 

Verbleib:

Nach dem ersten Weltkrieg wurde die HMS Orion zunächst am 3. Oktober 1919 als Flaggschiff der Reserveflotte zugeteilt und ab Juni 1921 als Artillerie-Schulschiff in Portland eingesetzt.

Nach den Bestimmungen des Washingtoner Flottenabkommens vom 12. April 1922 gehörte die HMS Orion zu den Schiffen, die nicht weiter in der Royal Navy eingesetzt werden konnten um das Tonnage Limit einhalten zu können. Es wurde daher am 19. Dezember 1922 an die Firma Cox & Danks verkauft, die das Schiff ab Februar 1923 in Upnor verschrotteten.

 

 

 

 

Schiffsdaten:

Name:  

HMS Orion

Land:  

Großbritannien

Schiffstyp:  

Schlachtschiff

Klasse:  

Orion-Klasse

Bauwerft:  

Portsmouth Dockyard, Portsmouth

Baukosten:  

unbekannt

Stapellauf:  

20. August 1910

Indienststellung:  

2. Januar 1912

Verbleib:  

Am 19. Dezember 1922 verkauft und ab Februar 1923 in Upnor verschrottet

Länge:  

177 Meter

Breite:  

26,9 Meter

Tiefgang:  

8,2 Meter

Verdrängung:  

Max. 26.290 Tonnen

Besatzung:  

750 - 1100 Mann

Antrieb:  

18 Babcock & Wilcox-Wasserrohrkessel

4 Dampfturbinen mit Parsons-Getriebe

 

Leistung:  

22.000 PSw

Höchstgeschwindigkeit:  

21 kn

 

Bewaffnung:

 

10 x 34,3 cm (BL 13,5"/45 Mk. V) Geschütze in Zwillingstürmen

16 x 10,2 cm (BL 4"/50 Mk. VII) Geschütze

3 x 533 mm-Torpedorohre

Panzerung:  

Gürtelpanzer bis 300 mm

 

 

 

 

 

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