Albatros C.I

Die Albatros C.I war das erste von den Albatros Flugzeugwerken eingeführte, bewaffnete Aufklärungsflugzeug, dass auf die neuen Anforderungen der militärischen Führung ausgelegt war. Somit sollten sich die Aufklärungsflugzeuge gegen die aufkommenden Jagdflieger an den Fronten verteidigen können.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Mit dem Aufkommen der ersten alliierten Jagdflugzeuge, mussten die Aufklärungsflugzeuge der deutschen Luftwaffe entsprechend angepasst und selbst bewaffnet werden um sich gegen Angriffe verteidigen zu können.

Bereits ab Ende 1914 / Anfang 1915 stellte das deutsche Heer die Anforderung nach neuen Flugzeugen. Wie die meisten anderen Flugzeug Hersteller bediente sich so auch die Firma Albatros an den bisher genutzten Aufklärungsflugzeugen der Kategorie B und montierte auf diesen ein Maschinengewehr welches von dem Beobachter benutzt werden konnte.

Die C.I wurde von dem Konstrukteur Robert Thelen entworfen und war im Grunde auch nur eine Kopie der Albatros B.II. Lediglich der Pilot und der Beobachter tauschten die Plätze, sodass der Pilot vorne und der Beobachter hinten saß. Somit sollte es dem Beobachter möglich sein, mit dem montierten Maschinengewehr seitlich und nach hinten ungehindert schießen zu können.

Aufgrund der guten Flugeigenschaften, gehörte die C.I zu den beliebtesten Flugzeugen der deutschen Piloten.

Mit der Albatros C.II wurde ein Prototyp gebaut, der anstatt eines Zugmotors einen Druckpropeller verbaut hatte. Dieses Modell kam jedoch über den Status des Prototypen nicht hinaus.

 

Albatros C.I

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Ab Ende April 1915 wurden die ersten Flugzeuge an das deutsche Heer ausgeliefert und an der Front eingesetzt.

Durch ihre Bewaffnung war es nun auch möglich, Flüge hinter den feindlichen Linie durchzuführen und sich gegen Angriffe von Jagdfliegern verteidigen zu können.

Durch den eingebauten Abwurfschacht zwischen Pilot und Beobachter konnten zudem bis zu 70 kg Bomben mitgeführt und abgeworfen werden.

Mit der Einführung der Albatros C.III Ende 1916 wurden die Flugzeuge vom Typ C.I nach und nach von der Front abgezogen und dienten bis zum Kriegsende als Ausbildungsflugzeuge.

Nach dem Krieg wurden noch einige Jahre Flugzeuge unter der zivilen Bezeichnung L.6 weiter gebaut. Die Luftwaffe Litauens, Polens und Schwedens nutzte einige der C.I Flugzeuge auch selbst für ihre Streitkräfte.

 

Deutsche Flieger vor einer Albatros C.I an der Westfront

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Albatros C.I
Land: Deutsches Reich
Typ: Bewaffnetes Aufklärungsflugzeug
Länge: 7,85 Meter
Spannweite: 12,9 Meter
Höhe: 3,14 Meter
Gewicht: 875kg leer
Besatzung: Max. 2
Motor: ein Reihenmotor Argus As III/180 PS, Mercedes D III mit (160 PS/119 kW) oder Benz Bz. III mit 150 PS
Höchstgeschwindigkeit: 135 - 140 km/h
Reichweite: 380 Kilometer
Bewaffnung: 1 Maschinengewehr 7,92 mm, 70 kg Bomben

 

 

 

 

 

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