Armstrong Whitworth F.K.8

Die Armstrong Whitworth F.K.8 war ein britisches zweisitziges Mehrzweckflugzeug, welches neben der R.E.8 zu den besten seines Typ zählte.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Da die Grundkonstruktion der Armstrong Whitworth F.K.3 als recht robust galt, wurde bereits zu Beginn der Produktion an einem Nachfolgemodell gearbeitet.

Der niederländische Flugzeugkonstrukteur Frederick Koolhoven überarbeitete bei der, zunächst als F.K.7 klassifizierten Version, den Rumpf und vergrößerte diesen. Auch die Tragflächen wurden vergrößert.

Als Antrieb sollte ein wassergekühlter Beardmore Motor mit 160 PS dienen um eine stärkere Leistung als die F.K. 3 zu erzielen.

Bei dem Entwurf des Prototypen erhielt zunächst nur der Beobachter ein 7,7 mm Lewis-Maschinengewehr auf einem Drehkranz. Erst mit dem Beginn der Produktion wurde auch ein starres Vickers-Maschinengewehr auf der Motorabdeckung montiert, welches von dem Piloten bedient werden konnte. Der eingebaute Armstrong-Whitworth Synchronisationsmechanismus war jedoch recht anfällig und musste in späteren Flugzeugen gegen ein Constantinescu-Getriebe getauscht werden.

Auch das Fahrwerk mit Ölstoßdämpfer stellte sich als Mangel heraus, da diese bei den unbefestigten Flugplätzen an der Front oft kaputt gingen. Teilweise wurden diese gegen ein Fahrgestell des Jagdfliegers Bristol F.2 ausgetauscht, was zu einem generellen Mangel bei der Produktion führte.

Als Vorteil erwies sich die eingebaute Doppelsteuerungen, wobei der Beobachter das Flugzeug übernehmen konnte falls der Pilot ausfallen oder getötet werden sollte.

Im Mai 1916 flog der Prototyp das erste mal und am 16. Juni wurde dieser der Royal Flying Corps Central Flugschule in Upavon zum Testen überstellt. Da die zeitgleich vorgestellte Royal Aircraft Factory R.E.8 noch nicht ausreichend getestet wurde, erhielt die Firma Armstrong Whitworth Aircraft zunächst eine Bestellung von 50 Flugzeugen mit der Klassifizierung F.K.8. Bis zum Ende des Krieges wurde diese mehrmals erhöht womit insgesamt 1.650 Flugzeuge gebaut wurden.

 

 

Armstrong Whitworth F.K.8

 

Armstrong Whitworth F.K.8

 

Armstrong Whitworth F.K.8

 

Armstrong Whitworth F.K.8

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Nach dem Beginn der Produktion wurde als erstes das 35. Squadron im Januar 1917 mit den Flugzeugen ausgestattet. In den folgenden Monaten folgten andere Squadrone in Frankreich, Mazedonien, Palästina und Großbritannien.

Die Flugzeuge wurden hauptsächlich als Aufklärer eingesetzt, dienten jedoch auch für leichte Bombenangriffe. Bis zu sechs Phosphor - Rauchbomben oder bis zu 73 Kilogramm Bombenlast konnte das Flugzeug tragen.

Da das Nachfolgemodell der Firma Bristol wegen Schwierigkeiten mit dem neuen Motor nicht rechtzeitig fertiggestellt werden konnte, verblieb die Armstrong Whitworth F.K.8 bis zum Kriegsende an der Front.

Die letzten Flugzeuge wurden mit der Auflösung des 150. Squadrons am 18. September 1919 in Kirec in Griechenland aus dem Royal Flying Corps entfernt.

Einige Flugzeuge dienten noch nach dem Krieg bei zivilen Luftfahrtgesellschaften.

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Armstrong Whitworth F.K.8
Land: Großbritannien
Typ: Mehrzweckflugzeug
Länge: 9,58 Meter
Spannweite: 13,26 Meter
Höhe: 3,33 Meter
Gewicht: 869 kg leer
Besatzung: Max. 2
Motor: Ein wassergekühlter 6-Zylinder-Reihenmotor Beardmore mit 160 PS
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Reichweite: Max. 3 Stunden
Bewaffnung: Ein 7,7-mm Lewis-Maschinengewehr auf Drehkranz

Ein starres 7,7-mm Vickers-Maschinengewehr

Bis zu 73 Kilogramm Bomben

 

 

 

 

 

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