AEG R.I

Die AEG R.I gehörte zu einem Projekt von überschweren Langstreckenbombern, die Mitte 1918 entwickelt wurden und für strategische Bombardierungen eingesetzt werden sollten.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Nachdem bereits ab 1915 die ersten mittelschweren Bomber die nicht mehr zeitgemäßen Luftschiffe abgelöst hatten, wurde von der deutschen Heeresleitung ab 1917 von den Flugzeugherstellern die Entwicklung von überschweren Bombern gefordert. Diese sollten eine deutlich größere Reichweite als die mittleren Bomber haben und auch deutlich mehr Bomben mitführen können.

Die Firma AEG begann daraufhin einen dreistieliger Doppeldecker zu bauen, der mit vier Motoren ausgerüstet werden sollte. Diese waren im Inneren des Rumpfes montiert, damit Reparaturen während des Fluges durchgeführt werden konnten, nur die Propeller waren zwischen den Tragflächen angebracht. Bei der AEG R.I wurden vier Mercedes D IVa Motoren mit je 260 PS genutzt.

Der erste Flug des Prototypen gelang am 14. Juni 1918 und trotz der Größe konnte das Flugzeug sehr stabil geflogen werden. Nach der Vorstellung des Flugzeuges bekam die Firma eine Bestellung von weiteren sieben Stück.

Bei dem Testflug des zweiten Flugzeuges am 3. September 1918, wurde einer der Propeller zerstört dessen Leim noch nicht ausgehärtet war. Das Flugzeug stürzte daraufhin ab und wurde vollständig zerstört.

 

AEG R.I

 

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Von den insgesamt angeforderten acht Flugzeugen wurden lediglich zwei Stück fertiggestellt. Ein Flugzeug stürzte bei einem Testflug ab und ein viertes Flugzeug befand sich noch im Bau.

Ein Einsatz an der Front konnte somit nicht mehr erfolgen und nach der Kapitulation mussten alle Bomber zerstört oder ausgeliefert werden.

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: AEG R.I
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 19,5 Meter
Spannweite: 36 Meter
Höhe: 6,35 Meter
Gewicht: 9000 kg leer
Besatzung: Max. 7
Motor: vier wassergekühlte Reihenmotoren Mercedes D IVa mit je 260 PS
Höchstgeschwindigkeit: unbekannt
Reichweite: unbekannt
Bewaffnung: fünf 7,92-mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehre und bis zu 2000 kg Bomben

 

 

 

 

 

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