Leichter Kampfwagen I bis III

Durch die Erfolge der leichten französischen Kampfwagen Renault FT17 kam die oberste Heeresleitung zu der Erkenntnis, dass für einen schnellen Krieg und der Ausnutzung des Schwungs einer Offensive, schnelle Kampfwagen deutlich besser geeignet sind als die langsamen und schwerfälligen Sturmpanzerwagen. Zu diesem Zweck wurde auch auf deutscher Seite die Forderung nach einem derartigen Fahrzeug laut.

 

 

Entwicklung:

Am 29. Dezember 1917 lag der erste Entwurf vom Ingeniuer Chefkraft der obersten Heeresleitung bereits vor. Im Januar wurde der Entwurf jedoch abgelehnt mit der Begründung, dass die Panzerung zu schwach sei. Gleichzeitig lies die Heeresleitung jedoch in Zusammenarbeit mit der Firma Krupp einen eigenen Entwurf erarbeiten. Als später Chefkraft doch wieder an dem Projekt beteiligt wurde, legte dieser bereits ausgearbeitete Pläne für einen leichten Kampfwagen mit der Bezeichnung LK I vor.

 

Leichter Kampfwagen LK I

 

Leichter Kampfwagen LK I bei Geländefahrt

 

 

Das Fahrzeug hatte rund 8 Tonnen Gewicht, eine Höchstgeschwindigkeit von 12 bis 15km/h, Steigungen von bis zu 45Grad sowie eine Überfahrt von Gräben bis zu 2 Metern sollten möglich sein. Als Bewaffnung war eine 5,7cm Schnellfeuerkanone gedacht.

Der erste Prototyp wurde im März 1918 vorgestellt und von der obersten Heeresleitung als geeignet betrachtet. Im Anschluss wurde auch die Weiterentwicklung für einen LK II vorangetrieben, der stärker gepanzert sein sollte.

Am 23. Juli 1918 wurde der Entwurf für den LK II vorgelegt. Diese Variante war mit einer 5,2cm Kanone sowie einem Maschinengewehr ausgestattet. Auch war das Modell etwas länger und damit besser für das Gelände geeignet.

 

Leichter Kampfwagen LK II MG-Version Skizze

 

Leichter Kampfwagen LK II MG-Version

 

Die geplante Serienproduktion für das LK II sollte im Dezember 1918 anlaufen und ab April 1919 rund 200 Stück produziert werden. Da bei Schießübungen am 29. August 1918 festgestellt wurde, dass der Aufbau für die eingebaute 5,7cm Kanone zu schwach war, wurde die Bestellung auf eine 3,7cm Kanone geändert.

 

Leichter Kampfwagen LK II Kanonen-Version

 

Leichter Kampfwagen LK II Kanonen-Version

 

 

Nach dem Krieg:

Zu Kriegsende waren bereits einige wenige Fahrzeuge vom Typ LK II fertiggestellt, dutzende weitere befanden sich noch in der Produktion. Unter Auflage des Versailler Vertrages wurde noch eine größere Anzahl an LK II Wagen fertiggestellt und an Schweden verkauft wo diese als Stridwagn m21 in den Dienst des schwedischen Militärs gestellt wurden.

Ein Entwurf über eine LK III Version lag zwar vor Kriegsende der obersten Heeresleitung vor, konnte jedoch nicht mehr umgesetzt werden.

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Leichter Kampfwagen II (Kanonenversion)
Länge: 5,08 Meter
Breite: 1,95 Meter
Höhe: 2,68 Meter
Gewicht: 8,5 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit: 14km/h
Leistung: 40 - 60PS
Kraftstoffverbrauch: 150 Liter / 100 Km
Reichweite: 70 Kilometer
Besatzung: 3 Mann
Bewaffnung: 3,7 cm Kanone

 

 

Leichter Kampfwagen LK II in Munster

 

 

 

 

 

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