Rumpler G.I und Nachfolge Flugzeuge

Die Rumpler G.I und dessen Nachfolgemodelle waren deutsche Langstreckenbomber, die von der Firma Rumpler Flugzeugwerke GmbH sowohl für das deutsche Heer als auch für das österreich-ungarische Heer gebaut wurden.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Die Firma Rumpler Flugzeugwerke GmbH baute bereits vor dem ersten Weltkrieg Aufklärungsflugzeuge für das deutsche Heer. Das bekannteste Flugzeug darunter war die Rumpler-Taube. Als die deutsche Heeresleitung Ende 1914 einen Bomber forderte, der die veralteten Zeppeline ablösen sollte, begannen auch die Konstrukteure der Firma mit der Arbeit.

Der erste Prototyp erschien Anfang 1915 unter der Bezeichnung Rumpler 4A15. Da die Eigenschaften des Flugzeuges den Anforderungen noch nicht entsprachen, wurde dieses weiterentwickelt und unter der Bezeichnung Rumpler 5A15 vorgestellt. Verbaut waren zwei Benz Bz III Motoren mit je 150 PS, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine ausreichend stärkere Motoren gab. Nach der erfolgreichen Vorführung und Tests wurden vier Flugzeuge bestellt.

 

Bei der Rumpler G.II konnten die stärkeren Benz Bz IV mit je 220 PS verbaut werden. Im Gegensatz zu der G.I wurde diesmal ein zweites Maschinengewehr eingebaut, mit dem der Schütze nach hinten feuern konnte und somit Angriffe von feindlichen Jagdfliegern abwehren konnte.

 

Die Rumpler G.III orientierte sich ebenfalls an den Vorgängermodellen. Lediglich ein verkleinertes Heckleitwerk, rückwärts gestaffelte Tragflächen mit modifizierten Querrudern und der zwischen den Tragflächen hängende Motor unterschied das Flugzeug optisch von den anderen. Die zwei eingebauten Mercedes D IVa sorgten mit je 260 PS für eine weitere Leistungssteigerung, an die Stabilität der G.II kam das Flugzeug jedoch nicht heran.

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Ab 1915 wurde die Rumpler G.I an der Westfront eingesetzt. Bedingt durch die geringe Stückzahl und die schnelle Ablösung durch die Rumpler G.II kamen diese Bomber zu keinem nennenswerten Einsatz.

Von der Rumpler G.II wurden mit 24 Stück ebenfalls nur wenige Flugzeuge gebaut. Über Einsätze an der Westfront ist nur sehr wenig bekannt, überwiegend wurden diese Bomber auf dem Balkan eingesetzt.

Die Rumpler G.III wurde ab Oktober 1917 eingesetzt. Von den 90 ausgelieferten Flugzeugen wurden 20 Stück als Nachtbomber genutzt. Die Bomber waren bis in den August 1918 im Einsatz und wurden anschließend abgezogen.

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Rumpler G.I
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 11,8 Meter
Spannweite: 19,3 Meter
Höhe: 4 Meter
Gewicht: 1998 kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei wassergekühlte 6-Zylinder Reihenmotoren Benz Bz III mit je 150 PS
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Reichweite: 600 Kilometer
Bewaffnung: ein 7,92-mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehr und bis zu 200 kg Bomben

 

Rumpler G.I

 

 

 

 

Bezeichnung: Rumpler G.II
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 11,8 Meter
Spannweite: 19,3 Meter
Höhe: 4 Meter
Gewicht: 1990 kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei wassergekühlte 6-Zylinder Reihenmotoren Benz Bz IV mit je 220 PS
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Reichweite: 650 Kilometer
Bewaffnung: zwei 7,92-mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehre und bis zu 250 kg Bomben

 

Rumpler G.II

 

Rumpler G.II

 

 

 

 

Bezeichnung: Rumpler G.III
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 12 Meter
Spannweite: 19,3 Meter
Höhe: 4,5 Meter
Gewicht: 2385 kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei wassergekühlte 6-Zylinder Reihenmotoren Mercedes D IVa mit je 260 PS
Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h
Reichweite: 700 Kilometer
Bewaffnung: zwei 7,92-mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehre und bis zu 250 kg Bomben

 

Rumpler G.III

 

Rumpler G.III

 

Rumpler G.III

 

 

 

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