U-Boothebeschiff (Dockschiff) SMS Vulkan

Die SMS Vulkan gehörte zu den 2 Dockschiffen der kaiserlichen Marine, die mit der Entwicklung und dem Einsatz der ersten U-Boote entwickelt wurden, um versenkte oder beschädigte U-Boote bergen, aufnehmen und reparieren zu können.

 

Stapellauf und Bauform:

1906 wurde das erste U-Boot U1 in der kaiserlichen Marine Indienstgestellt. Gleichzeitig wurde mit der Entwicklung von einem Schiffstyp begonnen, der in der Lage war, gesunkene U-Boote zu heben, beschädigte zu reparieren oder in einen Hafen zu schleppen.

Das erste Dockschiff SMS Vulkan wurde aufgrund der Maße und dem Gewicht des ersten deutschen U-Bootes konstruiert und gebaut. Bereits nach kurzer Zeit und der schnellen Weiterentwicklung im U-Boot Sektor erwies sich die Vulkan als langfristig nicht mehr geeignet, die größer und schwerer gewordenen U-Boote aufzunehmen. Es wurde daher mit der Entwicklung eines weiteren Dockschiffes begonnen, was den neuen Anforderungen entsprach.

Die Vulkan war, wie die spätere Cyclop als Katamaran aufgebaut, die Hebekraft der Kräne betrug jedoch nur 500 Tonnen und konnten unter der maximalen Auslastung mit 30 Meter pro Stunde heben. Hierfür wurde erstmals ein turbo-elektrischer Antrieb genutzt, der durch den Dampf der vier Mehlhornkessel angetrieben wurde.

Der Stapellauf der SMS Vulkan erfolgte am 28. September 1907, die Indienststellung am 28. Februar 1908.

 

Der Rumpf der SMS Vulkan in der Bauphase 1907

 

Turboelektrischer Antrieb des U-Boot Hebeschiffes SMS Vulkan

 

SMS Vulkan

 

 

 

Werdegang der SMS Vulkan:

Die SMS Vulkan hatte ihren ersten und einzigen Einsatz am 17. Januar 1911 als im Kieler Hafen das U-Boot SM U3 gesunken war. Das U-Boot konnte zuvor noch durch den Schwimmkran Langer Heinrich etwas gehoben werden, damit sich der größte Teil der Besatzung retten konnte, für die 3 Männer im Turm des U-Bootes musste jedoch erst die SMS Vulkan angefordert werden.

Als diese am Unglücksort eintraf waren die Männer jedoch schon tot.

Da die technische Entwicklung der deutschen U-Boote sehr schnelle Fortschritte machte, wurden die Boote auch größer und schwerer und die SMS Vulkan konnte für die neueren U-Boote nicht mehr genutzt werden. Dementsprechend hatte das Schiff im ersten Weltkrieg auch keinen Einsatz.

 

SMS Vulkan

 

SMS Vulkan von 1908

 

 

 

Verbleib:

Nach der Kapitulation des deutschen Reiches forderte Großbritannien neben der SMS Cyclop auch das Dockschiff SMS Vulkan.

Bei der Überführungsfahrt nach Harwich riss sich das Schiff jedoch von der Leine und sank am 6. April 1919 in der Nordsee.

 

 

 

Schiffsdaten:

Name:  

SMS Vulkan

Land:  

Deutsches Reich

Schiffstyp:  

U-Boothebeschiff
(Dockschiff)

Klasse:  

Einzelschiff

Bauwerft:  

Howaldtswerke in Kiel

Baukosten:  

Ca. 3.000.000 Mark

Stapellauf:  

28. September 1907

Indienststellung:  

28. Februar 1908

Verbleib:  

Am 6. April 1919 bei der Überfahrt nach Großbritannien gesunken

Länge:  

85,3 Meter

Breite:  

16,5 Meter

Tiefgang:  

Max. 3,85 Meter

Verdrängung:  

Max. 1.595 Tonnen

Besatzung:  

105 Mann

Antrieb:  

unbekannt

Leistung:  

1.200 PSe

Höchstgeschwindigkeit:  

12 kn

Bewaffnung:  

keine

Panzerung:  

keine

 

 

 

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