Albatros D.III

Durch eine Ende 1916 erbeutete französische Nieuport 11, entwickelte die Firma Albatros Flugzeugwerke GmbH die Albatros D.III, die im Laufe des Krieges zu einem der am meisten eingesetzten deutschen Jagdflieger wurde.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Ende 1916 musste eine französische Nieuport 11 Notlanden und fiel damit dem deutschen Heer in die Hände. Die Inspektion der Fliegertruppe beschlagnahmte das Flugzeug und stellte es den deutschen Flugzeug Herstellern zur Verfügung, um sich an diesem zu orientieren und ein ebenbürtiges Flugzeug zu entwickeln.

Auch die Firma Albatros Flugzeugwerke GmbH bekam Zugang zu der erbeuteten Maschine, doch im Gegensatz zu anderen Herstellern kopierte sie das Flugzeug nicht, sondern kombinierte die Albatros D.II mit den Konstruktionsvorteilen des französischen Flugzeuges.

Bei der so entstandenen Albatros D.III wurde schließlich lediglich das Merkmal der schmaleren unteren Tragfläche übernommen, um damit dem Piloten eine bessere Sicht zu ermöglichen und das Flugzeug im Kurvenflug wendiger zu machen.

Als großer Nachteil des Flugzeuges erwies sich jedoch die Steifheit der Unterflügel, die bei großer Belastung wie dem Sturzflug oder dem Flug von engen Kurven zu flattern begannen und teilweise auch zu Bruch gingen. Dieser Mangel konnte von dem Hersteller bis zum Ende des Krieges nicht behoben werden.

 

Albatros D.III

 

Albatros D.III

 

Ernst Udet vor seiner Albatros D.III

 

Bergung eines verwundeten Piloten aus einer Albatros D.III

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Ab dem Januar 1917 wurden die ersten Flugzeuge des Typs an die Westfront gebracht und eingesetzt. Diese zeigten sich den alliierten Fliegern überlegen und so konnte in den folgenden Monaten wieder die Lufthoheit errungen werden. Besonders im April 1917 konnten die deutschen Flieger große Erfolge erzielen und alleine 151 britische Flugzeuge abschießen. Auch Manfred von Richthofen errang mit seiner Albatros D.III die meisten seiner Abschüsse.

Neben dem deutschen Heer setzten auch die osmanische und die österreich-ungarische Luftwaffe diese Flugzeuge bis zum Kriegsende an der Front ein.

Nach dem Krieg gingen überwiegend österreichische Flugzeuge an die neue polnische Luftwaffe, die diese ebenfalls erfolgreich im polnisch-russischen Krieg einsetzte.

 

Eine abgestürzte Albatros D.III in Flandern

 

Albatros D.III Flugzeuge der Jagdstaffel 11 bei Douai in Frankreich

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Albatros D.III
Land: Deutsches Reich
Typ: Jagdflugzeug
Länge: 7,33 Meter
Spannweite: 9,05 Meter
Höhe: 2,98 Meter
Gewicht: 661kg leer
Besatzung: Max. 1
Motor: wassergekühlter 6-Zylinder Reihenmotor Mercedes D IIIa mit 175 PS
Höchstgeschwindigkeit: 165 km/h
Reichweite: 330 Kilometer
Bewaffnung: 2 x synchronisierte Maschinengewehre 7,92 mm LMG 08/15

 

 

 

 

 

Passende Literatur zum Thema findet Ihr hier:

 

Deutsche Jagdflugzeuge des Ersten Weltkriegs: 1914-1918 (Typenkompass)

Deutsche Jagdflugzeuge des Ersten Weltkriegs: 1914-1918 (Typenkompass) Taschenbuch – 27. August 2014

In der Zeit von 1914 bis 1918 verzeichnete die Flugzeugentwicklung enorme Fortschritte und rund 100 Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird dieser spannenden Ära mit diesem Band in bewährter und kompakter Form Rechnung getragen. Sämtliche Flugzeuge und Entwicklungen von deutscher Seite werden in diesem Typenkompass vorgestellt und beschrieben – wie immer mit Leistungstabellen und zeitgenössischen Aufnahmen.

Hier klicken!

 

 

Als das Flugzeug seine Unschuld verlor: Die Geschichte der Flugzeuge bis 1918

Als das Flugzeug seine Unschuld verlor: Die Geschichte der Flugzeuge bis 1918 Taschenbuch – 9. Juni 2015

Wissen Sie woher die Redewendung „sich verfranzen“ kommt oder die Beschreibung, wenn etwas null-acht-fünfzehn ist? In „Als das Flugzeug seine Unschuld verlor“ erzählt Björn Petersen die spannende Geschichte einer neuen Waffengattung die den Himmel zum Kriegsgebiet machte und lässt dabei ebensolche Aspekte einfließen, die auch heute noch in unserem Alltag präsent sind. Dabei wahrt er in seiner Erzählung ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Anerkennung menschlicher Leistung, der Darstellung einer grausamen Kriegsentwicklung, den imponierenden Zahlen und Fakten des Geschehens sowie der Entwicklung der noch jungen Technik im Flugzeugbau. Sein flüssiger Schreibstil wird auch Sie erreichen, wenn er Sie in eine längst vergangene Zeit entführt und über den ersten Abschuss oder über die Glorifizierung der Fliegerasse berichtet.

Hier klicken!

 

 

Deutsche Bomber im Ersten Weltkrieg

Deutsche Bomber im Ersten Weltkrieg Gebundene Ausgabe – 28. September 2017

Ab 1917 wurden in Deutschland Großflugzeuge als strategische Bomber gebaut. Dabei handelte es sich um meist viermotorige Doppeldecker, deren Flügelspannweite bereits 1918 an die 50 m betrug – und das nur wenige Jahre nach Beginn der eigentlichen Motorfliegerei. Manche Bomber des Ersten Weltkriegs verfügten bereits über einen Abwurfmechanismus, mit dem die am unteren Flügel oder am Rumpf angebrachten Bomben ausgeklinkt wurden. Jörg Mückler, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet, zeichnet das Bild eines faszinierenden Kapitels der deutschen Luftfahrtgeschichte – illustriert mit spannendem und meist unveröffentlichtem Bildmaterial.

Hier klicken!

 

 

Die deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg

Die deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg Gebundene Ausgabe – 12. Juni 2017

Der Autor verfolgt die Evolution des Luftkrieges und die Entwicklung der deutschen Luftwaffe zu einer eigenen Teilstreitkraft. Er zeigt, dass der Krieg in der Luft – im Gegensatz zur verbreiteten Annahme – nicht aus der allgemeinen Technisierung der Kriegführung resultierte und das Militär nach Ausbruch des Konfliktes überraschte, sondern das Ergebnis einer gezielten Vorbereitung gewesen ist. Die Leitungsebene, die Ausrüstung und das Personal werden auf die Bedingungen, denen sie unterlagen, geprüft und mit der Situation in den feindlichen Staaten verglichen. Die Spezialisierung und Ausgestaltung der einzelnen Luftwaffenteile, ihrer Kommandostrukturen und ihrer jeweiligen Tätigkeitsbereiche werden durchleuchtet, sowie die politischen, wirtschaftlichen, technischen, militärischen und personellen Rahmenbedingungen erörtert. Deutlich wird besonders der Einfluss, den die schwierige Lage der Rüstungsindustrie auf den Luftkrieg hatte. Aufgrund von Zeitzeugenaufzeichnungen kann der Autor auch die Stimmungslage und den Alltag in der Luftwaffe des deutschen Kaiserreiches anschaulich nachzeichnen. So zeigt sich, wie es um die Handlungsfähigkeit der Luftwaffe bestellt war und welchen Einfluss sie auf den Kriegsverlauf nahm.

Hier klicken!

 

 

 

 

 

This post is also available in: enEnglish (Englisch)frFrançais (Französisch)itItaliano (Italienisch)zh-hans简体中文 (Vereinfachtes Chinesisch)ruРусский (Russisch)esEspañol (Spanisch)arالعربية (Arabisch)

Kommentare sind deaktiviert.

error: Content is protected !!