Fokker D.VII

Die Fokker D.VII gehörte zu den besten Jagdflugzeugen des ersten Weltkrieges und stellte sowohl die alliierten wie auch die deutschen Flugzeuge in den Schatten. Dieser Flugzeug Typ war bei den Siegermächten sogar so gefürchtet, dass die vollständige Auslieferung der Maschinen als Bedingung für den Waffenstillstand aufgenommen wurde.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Als Ende 1917 an der Westfront die französischen SPAD S.XIII und die britische S.E.5 auftauchten, gerieten die deutschen Flugzeuge in starke Bedrängnis. Daraufhin rief die deutsche Heeresführung die Flugzeughersteller auf, ein neues Jagdflugzeug zu entwickeln, welches es mit denen der Alliierten aufnehmen konnte.

Für die Firma Fokker Flugzeugwerke arbeiteten sowohl der Chefkonstrukteur Reinhold Platz als auch Antony Fokker selbst an dem Entwurf des Flugzeuges. Der Prototyp konnte schließlich Ende Januar 1918 bei dem Wettbewerb in Berlin-Adlershof vorgestellt werden und gewann diesen gegenüber den anderen 30 Flugzeug Prototypen. Auch eine Empfehlung von Manfred von Richthofen nach einem Testflug überzeuge die deutsche Heeresleitung für die Erteilung des Auftrages zur Produktion des Flugzeuges.

Der größte Teil der Maschinen hatte einen Mercedes D IIIa
Motor mit 180 PS verbaut. Einige Flugzeuge hatten jedoch den BMW IIIa Höhenmotor mit 226 PS, der zwar bis zu einer Höhe von 3.200 Metern nicht so leistungsfähig wie der Mercedes Motor war, aber darüber hinaus der stärkste im ersten Weltkrieg eingesetzte Motor war. Wegen des Konstrukteur Max Friz, der den Höhenmotor entwickelte, erhielten die Fokker Flugzeuge die diesen Motor verbaut hatten die Bezeichnung Fokker D.VIIF.

 

 

Fokker D.VII

 

Fokker D.VII

 

Fokker D.VII

 

Fokker D.VIIF

 

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Ab April 1918 waren die ersten Flugzeuge vom Typ Fokker D.VII an der Westfront im Einsatz und konnten sich innerhalb kürzester Zeit einen Ruf als gefährliche Gegner aufbauen. Durch ihre hervorragenden Steigfähigkeiten und die Wendigkeit, gelang es den deutschen Piloten in den wenigen Monaten bis zum Kriegsende noch dutzende feindliche Flugzeuge abzuschießen. Einer der bekanntesten Piloten einer Fokker D.VII war Ernst Udet.

Das die Fokker D.VII bei den Alliierten besonders gefürchtet war, zeigte sich bei den Bestimmungen des Waffenstillstandes von Compiègne, als dieses Flugzeug als einziges beim Namen genannt wurde, welches vollständig von Deutschland ausgeliefert werden sollte. Nach dem Krieg benutzten besonders die USA noch einige Jahre diese Flugzeuge in dem United States Army Air Service. Auch die Luftwaffe der Niederlande, Litauens, Polens, der Tschechoslowakei, Ungarns, der Sowjetunion und Dänemarks benutzten nach dem Krieg noch diese Flugzeuge die von der Firma Fokker in den Niederlanden weiter gebaut wurden.

 

Fokker D.VII der United States Army Air Service von 1920

 

 

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Fokker D.VII
Land: Deutsches Reich
Typ: Jagdflugzeug
Länge: 6,95 Meter
Spannweite: 8,9 Meter
Höhe: 2,75 Meter
Gewicht: 684kg leer
Besatzung: Max. 1
Motor: flüssigkeitsgekühlter Sechszylinder Reihenmotor Mercedes D IIIa
180 PS oder BMW IIIa 226 PS
Höchstgeschwindigkeit: 189 km/h oder 205 km/h
Reichweite: 350 Kilometer
Bewaffnung: 2 synchronisierte Maschinengewehre 7,92 mm LMG 08/15

 

 

 

 

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