Gotha G.V und Nachfolge Flugzeuge

Die Gotha G.V war die Weiterentwicklung der G.IV und sollte durch den Einbau stärkerer Motoren mehr Nutzlast an Bomben tragen können sowie über eine größere Reichweite verfügen.

 

Entwicklung und Konstruktion:

Der Konstrukteur Hans Burkhard setzte bei der Entwicklung der Gotha G.V auf das Vorgängermodell die Gotha G.IV. Änderungen gab es lediglich bei den Motoren, wobei ebenfalls wieder die 260 PS starken Mercedes D IVa verwendet wurden, diese jedoch etwas modifiziert wurden. Ausserdem wurden die Treibstofftanks von den Motoren nicht mehr auf der Tragfläche montiert sondern im Rumpf integriert. Dies sollte die Brandgefahr bei Treffern oder der Überhitzung der Motoren verringern.

Im Laufe der Produktion wurden noch einige Änderungen vorgenommen, sodass es von der Gotha G.V noch die Versionen Gotha G.Va und Gotha G.Vb gab. Bei diesen Flugzeugen wurde der Bug etwas verkürzt und ein Doppeldecker Heckleitwerk mit doppelten Seitenrudern verbaut um das Schussfeld des hinteren Schützen zu verbessern.

Insgesamt wurden von den Gotha G.V Versionen 325 Stück gebaut.

 

In den Monaten bis zum Kriegsende entwickelten sowohl der Konstrukteur Rösner als auch der Ingenieur Burkhard weitere Gotha Bomber. Die Gotha G.VI, G.VII, Gotha G.VIII und die Gotha G.IX unterschieden sich kaum von der G.V, es wurden lediglich andere Motoren und nur wenig technische Änderungen vorgenommen. Bis auf die Gotha G.VII von der insgesamt acht Flugzeuge gebaut wurden, verblieben die anderen im Status des Prototypen. Vom Ingenieur Burkhard wurde mit der Gotha G.X erstmals ein Ganzmetallflugzeug der Gotha Reihe entwickelt, welches durch seine starke Panzerung wieder Angriffe auf England am Tag fliegen sollte. Durch die Kapitulation wurden neben dem Prototyp ebenfalls kein weiteres Flugzeug gebaut.

 

 

Gotha G.V

 

Eine Gotha G.V wird mit Bomben bestückt

 

Ein Maschinengewehr Schütze einer Gotha G.V

 

 

 

 

 

Einsatz im ersten Weltkrieg:

Ab dem Herbst 1917 wurden die ersten Gotha G.V an die Front gebracht und flogen bis Anfang 1918 zusammen mit den Gotha G.IV Flugzeugen Angriffe auf London und den Süden von England. Mit dem Beginn der deutschen Frühjahrsoffensive vom 21. März bis 17. Juli 1918 wurden diese zur Unterstützung der Bodentruppen genutzt.

Die Flugzeuge des Typs Gotha G.V bleiben bis zum Kriegsende im Einsatz.

 

 

Technische Daten:

Bezeichnung: Gotha G.V
Land: Deutsches Reich
Typ: Bomber
Länge: 12,35 Meter
Spannweite: 23,7 Meter
Höhe: 3,9 Meter
Gewicht: 2570 kg leer
Besatzung: Max. 3
Motor: zwei wassergekühlte 6-Zylinder Reihenmotoren Mercedes D IVa mit je 260 PS
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Reichweite: 840 Kilometer
Bewaffnung: zwei bis drei 7,92-mm Parabellum LMG 08/15 Maschinengewehre und bis zu 1000 kg Bomben

 

 

 

 

 

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